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Schlagwort: twitter

Apple und Social Media

Böse Zungen behaupten ja immer wieder, Apple würde das Internet nicht verstehen. Technisch natürlich schon aber inhaltlich eben nicht. Das aktuellste Beweisstück ist dabei meistens PiNG; Apples Versuch ein soziales Netzwerk rund um Musik und den eigenen iTunes Store aufzubauen. Apple scheiterte damit beinahe auf ganzer Linie. Ich persönlich mochte die Idee, aber irgendwie hat PiNG dann anscheinend nie die „kritische Masse“ an Nutzern erreicht, um wirklich zu funktionieren.

MIt iOS7 zeigt Apple, wie sehr sie daraus gelernt haben, und wie sehr sie das Web inzwischen auch inhaltlich verstehen. Bislang gibt es die Integration von Twitter, Facebook und irgendwie auch YouTube ins System. Flickr wird folgen. Auf der Keynote wurde kein Wort über Facebook verloren. Zumindest kein positives. Zur Sprache kam das neue „Big Blue“ lediglich im Zusammenhang mit der iCloud. In etwas über einem Jahr hätte iCloud 300 Millionen Nutzer gewonnen. Facebook habe dafür fünf Jahre gebraucht.

Ein sicheres Zeichen dafür, was Apple von Facebook hält. Facebook ist langweilig geworden. Da passiert nichts neues mehr. Von dort gehen keine Innovationen aus. Facebook ist auf dem absteigenden Ast, ein sterbendes Pferd von dem Apple jetzt absteigt. Man wird vermehrt auf spezialisierte social networks setzen. Eben wie Twitter für Nachrichten und Flickr für Fotos. Es würde mich persönlich nicht wundern, wenn Vine oder ähnliches für Videos, parallel zur YouTube-Integration, folgen würde.

Im Gegensatz zu Apple, dem beinahe ein Jahr lang nachgesagt wurde, sein „Mojo“ verloren zu haben, gehört Facebook inzwischen wirklich nicht mehr zu den coolen Kids. Natürlich: Die Nutzerzahlen sind nach wie vor stark. Aber Facebook ist langweilig geworden. Hätte Google sein Google+ besser aufgestellt, jetzt wäre wohl der geeignete Moment um anzugreifen.

Apple allerdings wird die Füße still halten und nicht erneut versuchen selbst auf diesem Gebiet Fuß zu fassen. Apple wird sich das schön von außen angucken und die potenziellen Sieger ins System integrieren und sie wieder fallen lassen, wenn „die Welt“ das auch tut. Vermutlich ist das das klügste, was man ihrer Stelle gerade tun kann.

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Social Media bei Werbung während des 47. Superbowl

Ich glaube, es war Matt McGee, der als erster eine Statistik zum Angebot von Social-Media-Diensten in Werbespots während des Superbowls veröffentlichte.

Das Ergebnis war: Bei 52 gesendeten Spots fand Twitter in 26 Erwähnung. Facebook wurde vier Mal erwähnt, Instagram und YouTube jeweils ein Mal – Google+ überhaupt nicht.
Viele, inklusive mir, versuchen das ganze auf Twitter und sonst wo zu deuten. Natürlich liegt es nahe zu behaupten, dass Twitter für Unternehmen das wichtigste Kommunikationsmedium im Internet ist – und Google+ irrelevant ist. Aber das ist, bei genauerem Hinsehen, zu kurz gesprungen.

Die geringe Anzahl an Facebook-Erwähnungen konnte ich mir relativ schnell erklären: Facebook ist halt der „Goldstandard“ in der Social-Media-Welt. Man muss als Unternehmen, das beim Superbowl wirbt, gar nicht erst darauf hinweisen, dass man auch auf Facebook zu finden ist. Es ist selbstverständlich, dass man dort aktiv ist. Man muss es den Menschen nicht extra zu erklären.

Ich habe mir die Spots in ein paar ruhigen Minuten noch mal angeguckt. Wenn ich mich nicht verzählt habe, wird Twitter selbst in nur drei Spots wirklich erwähnt. Ansonsten wird auf Hashtags verwiesen. Hashtags können zwar primär Twitter zugeordnet werden, sind aber eigentlich plattformunabhängig. Es gibt sie auf Instagram genau so wie auf Google+.
In diesem Zuge ist auch interessant, dass Firmen nicht mehr primär Ihre Websites anpreisen, sondern die Zuschauer auffordern, via Hashtag, über die jeweilige Firma, respektive ihr Produkt, zu reden. Die Kommunikation zwischen den Nutzern über ein Hashtag scheint wichtiger, als die direkte Kommunikation mit einem Unternehmen – sonst hätte man ja anstatt eines Hashtags ein (Twitter-)Konto beworben. 

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SuperFav verheiratet Twitter und flattr

SuperFav ist einer dieser Dienste auf die ich eine lange Zeit gewartet habe.

Fangen wir vorne an. Ich lese leidenschaftlich gerne in meiner Twitter-Timeline. Ich folge auf Twitter ziemlich vielen Leuten, die mir Nachrichten/Informationen näher bringen, bevor ich sie auf Spiegel oder sonst wo lese. Außerdem folge ich vielen Leuten, die mich mehrfach pro Woche (einige sogar mehrmals täglich) zum Grinsen, Schmunzeln oder gar Lachen bringen in dem sie aus ihrem Leben berichten oder das Tagesgeschehen pointiert kommentieren. Und dann sind da noch diejenigen, die mir durch ihre andere Sichtweise auf Dinge ganz neue Horizonte eröffnen.

All diese Leute tun das umsonst, also gratis, und meine einzige Chance ihnen via Twitter zu zeigen, dass ich sehr froh bin, dass es sie gibt, ist die Möglichkeit einen Stern an ihre Tweets zu kleben (ihre Beiträge zu „faven“).

Seit einiger Zeit gibt es über flattr die Möglichkeit diesen Menschen ein paar Euros oder Cents zukommen zu lassen – aber das funktioniert alles eher umständlich. Dafür kann flattr nichts, das ist einfach so, weil eine Anbindung an flattr seitens Twitter nicht vorgesehen ist.

Vorhang auf für SuperFav. Man hinterlegt seinen Twitter- und seinen flattr-Account (beides geht komfortabel und sicher über OAuth) – und fertig. Ab jetzt wird jeder Tweet, den man „favt“ (dem man einen Stern spendiert) automatisch auch ge-flattr-t.
Das funktioniert auch dann, wenn der so beschenkte gar keinen Account bei flattr hat. Die Schweden sammeln das Geld dann einfach für ihn und über den eigenen Twitter-Account kann die betreffende Person das Geld jederzeit einkassieren.

Ich selbst nutze flattr seit bestimmt einem Jahr in diesem Blog. Nun produziere ich nicht viele Inhalte, so dass da im Monat nicht mehr als zwei bis drei Bier bei rum kommen — aber ich schreibe hier ja auch nicht, um damit Geld zu verdienen. Umso mehr freue ich mich natürlich, wenn sich Leute denken „Mensch, guter Artikel, der ist mir was wert.“ und mir so trotzdem einen kleinen Obolus zukommen lassen.

Dass das jetzt endlich auch ähnlich schnell und komfortabel (wenn nicht dank der Automatisierung sogar schneller und komfortabler) für Tweets geht, finde ich klasse.

Wer Twitter und flattr bereits nutzt sollte sich das dringend mal überlegen. Wer von flattr noch nie was gehört hat, sollte dringend deren Seite besuchen und sich weiter darüber informieren.

1 Comment

Microblogging on 2010-12-19

  • “@chaosupdates: Alle können sich bis zum 12.2. an der
    Verfassungsbeschwerde gegen #Internetzensur beteiligen! http://j.mp/fFaR8N#
  • “@DerPoppe: Der Salzmangel in Deutschland ist mittlerweile so groß, die ersten Alkoholiker müssen schon auf Tequilla Gold umsteigen.” #
  • #Kiel Höre meine Worte! Die (Haupt-)Straßen sind frei! Ihr werdet nicht sterben, wenn ihr schneller als 30 fahrt! #
  • gefällt Je veux von ZAZ bei Ping http://t.co/1iCpgZu #iTunes #
  • Oddly Specific: Hold On Tight Kids http://j.mp/h76wGE #
  • Ich bin weder Christ noch Weihnachtsfan – aber "happy holidays" statt "Merry Christmas" ist schon reichlich albern… #
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Microblogging on 2010-12-18

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Microblogging on 2010-12-16

  • Kann jetzt mal bitte endlich jemand verkünden, dass morgen die Uni in #Kiel ausfällt?! #Unwetter #Winter #
  • “@fefesblog: Die Air Force blockiert jetzt die New York Times, den Guardian, El Pais, Le Monde und den (cont) http://tl.gd/7gugdv #
  • Wer twittert denn heute Abend mal ein paar Zwischenstände vom Spiel des #THWkiel im #DHB Pokal? Bin unterwegs und kann nicht gucken. 🙂 #
  • warum aufsteigen, wenn man unten partyfeeling hat? http://j.mp/fGOhzT #
  • Das Scheitern der Novelle des Jugendmedienstaatsvertrags ist erst der Anfang der Arbeit http://j.mp/ePCuQd #
  • “@tagesshow:Fast wie Harold Pinter RT @ralfheimann Was Helmut Schmidt über die anderen deutschen Politiker denkt http://twiturl.de/sjuoeel#
  • 15.12.2010: Kieler Nachrichten: Pokal-Aus für den HSV bei den Füchsen http://j.mp/i3NSRT #
  • 15.12.2010: WM 2011: Erneut Public Viewing im Handballbahnhof Kiel http://j.mp/eJTTCq #
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