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Schlagwort: telekom

Router-Zwang. Und wer bezahlt den Strom?

Immer mehr Internet-Anbietern möchten ihren Nutzern einen bestimmten Router aufzwingen.Häufig ist dieser Bestandteil des Gesamtpakets, häufig muss er, zum Beispiel bei der Telekom, extra hinzugebucht werden.

Der Router-Zwang bedeutet praktisch, dass das Netz des Anbieters nicht an der Telefon-Dose, sondern einen schritt später, am Router endet. Das wird gleich noch wichtig. Zunächst einmal die Grundlagen: Nach Gesetzeslage dürfen Internet-Anbieter ihre Kunden daran hindern, eigene Router einzusetzen. Faktisch geschieht dies dadurch, dass die DSL-Einwahldaten geheim gehalten werden. Ich glaube wir Nutzer sind uns einig, dass das reine Schikane ist.

Und was hilft gegen Getrolle? Gegengetrolle! Könnte man dem Zwangs-Router-Anbieter da gegebenenfalls eine Rechnung für Stromkosten stellen? Immerhin betreibt man dann sein Gerät in der eigenen Wohnung über den privaten Stromanschluss. Und ganz bestimmt würde man einen Router finden, der weniger Strom verbraucht als das Gerät des Providers. Da könnte man zumindest die Differenz in Rechnung stellen. Vielleicht kommt man dabei nicht gerade zu größerem Reichtum. Vermutlich spielt sich der “Gewinn” im einstelligen Eurobereich ab. Aber darum geht es ja nicht, richtig?

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Ich kaufe das iPhone 5s bei Apple statt bei der Telekom

Nicht mal mehr eine Woche, bis das iPhone 5S verfügbar sein wird. Als Redakteur bei der Mac Life und der daran angeschlossenen iPhone Life muss ich mir das natürlich schon rein aus Recherchegründen besorgen, ist klar.
Nun bin ich in der eigentlich komfortablen Situation, dass mein aktueller Telekom-Vertrag lange genug läuft, als dass ich ihn verlängern und so an ein „günstiges“ iPhone 5S kommen könnte. Dachte ich.

Aktuell habe ich den Tarif „Telekom Complete Mobil M (Festnetz) for Friends“ und zahle dafür etwa. Dieser Tarif bietet ein für meinen Geschmack etwas zu geringes Datenvolumen von 300MB, eine Flatrate ins Festnetz, 120 Freiminuten in alle anderen Netze, eine SMS-Flatrate und LTE mit bis zu 21,6MBit/s, sowie der HotSpot-Flatrate.

Wenn ich jetzt meinen Vertrag verlängere, kann ich zwischen dem „Telekom Complete Comfort S Friends mit Handy“ und dem „Telekom Complete Comfort M Friends mit Handy“ wählen. Bei dem M kann ich sogar noch zwischen zwei Varianten wählen. Bei der Standardversion kann ich zwischen einer kostenlosen Spotify-Flatrate oder 200MB mehr Volumen wählen. Bei der Plus-Variante kann ich stattdessen den Handypreis um 50% reduzieren. 
Der S bietet eine Flat ins T-Mobile-Netz, 100 Freiminuten, eine SMS-Flat und 500MB bis zu 16MBit/s und kostet etwa 35 Euro.
Der M bietet eine vollständige Telefon-Flat, eine SMS-Flat, 750MB bis zu 16MBit/s über LTE und die Hotspot-Flat für 50 Euro.

Für ein iPhone 5c(!) sieht das dann so aus:

Tarif und Tarifoptionen 2013 09 15 09 52 48

Was mache ich nun? Der S kostet 5 Euro mehr, bietet mehr „Daten“, kein LTE und weniger Telefonie. Kosten/Nutzen-mäßig komme ich da gefühlt bei Null raus.
Der M kostet ganze 20 Euro pro Monat mehr und fällt allein deshalb schon raus.

Dann kommen noch die Kosten für das iPhone dazu. Hier im Beispiel ist es das 16GB 5c (eins mit 32GB kann ich nicht auswählen). Haben möchte ich das 32GB 5s. Gehen wir mal davon aus, dass mich das 200 Euro zusätzlich kosten würde, da das 5c 16GB bei Apple 599 Euro, das 5s mit 32GB 799 Euro kostet.

Somit kostet mich das Gesamtpaket über zwei Jahre im S-Tarif: 24 x 35 + 530 = 1370 Euro.
Wenn ich meinen Vertrag einfach laufen lasse und das iPhone bei Apple kaufe: 24 x 30 + 800 = 1520 Euro.
Es gibt also lediglich einen Unterschied von 150 Euro über 24 Monate, also 6,25 Euro pro Monat und ich habe den eigentlich für mich besseren Tarif. Dabei hat die letztere Option auch noch den Bonus, dass ich quasi jederzeit in einen anderen Tarif (oder zu Congstar) wechseln kann, wenn es ein besseres Angebot gibt. Und je näher ich an mein Vertragsende komme, desto wahrscheinlich wird ein „Wir wollen Sie als Kunden halten“-Angebot der Telekom.

Nun, da ich das hier im Blog diskutiert habe, weiß ich auch genau, was ich machen werde. Vielleicht hilft diese Berechnung ja sonst auch noch irgendjemandem weiter. 🙂

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Die Telekom macht das Internet funktional kaputt

So, nun ist es offiziell. Wer ab dem 02.05.2013 Internet bei der Telekom kauft, wird nach einem Volumen von, je nach Tarif, 75 bis 400GB auf 384Kbit/s gedrosselt. Damals, in der schlechten Zeit, als ADSL („T-DSL“) noch richtig, richtig langsam war, hatte man übrigens eine Geschwindigkeit von 768Kbit/s.

Bei dem besten/teuersten Tarif, den die Telekom einem ohne Glasfaserkabel anbietet (VDSL mit 50Mbit/s) greift diese Drosselung dann nach 200GB. Wenn man zum Beispiel „Der Hobbit“ bei iTunes in HD (in diesem konkreten Fall heißt HD sogar nur 720p) ausleiht sind das mal eben 6,5GB. Bei „Cloud Atlas“ sind’s sogar 6,8GB, während ein durchschnittlich langer Film wie „Man tut was man kann“ auf 3,7GB kommt. Wer einen Apple TV sein Eigen nennt, kommt sogar in den Genuss von Full-HD-Filmen (1080p), die sogar noch größer sind.

Dank iTunes Match habe ich keine Musik mehr auf meinem Rechner sonder streame alles aus der Cloud. Außerdem habe ich diverse Podcasts abonniert, gucke viel YouTube, nutze Dropbox, lade meine Fotos auf Flickr, lege meine Backups online ab, … Mit anderen Worten: Ich nutze das Internet ganz normal. OK, vielleicht bis auf die Sache mit den Online-Backups. Das hat sich in Deutschland noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Die Telekom macht mir jetzt nach 200GB die Leitung zu. OK, ich habe Glück im Unglück und bin schon Kunde, werde also nur auf 6Mbit/s gedrosselt. Aber das in einer Zeit, in der man in Japan für um die 40 Euro Internet mit 1Gbit/s kaufen kann. Das in einer Zeit, in der Google in den USA Glasfaser-Internetzugäng praktisch verschenkt.

Die Telekom führt Deutschland zurück in die „dark ages“ des Internet. Vermutlich gibt’s auch bald wieder günstigere und teurere Internet-Zeiten. Wer sein VDSL tagsüber nutzt bekommt nur jedes zweite Bit gegen sein Volumen gerechnet. Abends dafür das 1,5-fache. Oder umgekehrt. Mondscheintarif.

Neben dieser ganzen Sch… birgt das auch noch die Gefahr eines neuen Volkssports: Telekom-DSLs-runterfahren. Wenn ich bei einem Provider ohne Drosselung bin und deine Telekom-IP-Adresse kenne, kann ich da doch ungehindert Daten drauf ballern. Das mache ich am zweiten eines Monats einfach mal zwei, oder drei Stunde lang und schon surfst du nur noch mit 348Kbit/s. Oder noch besser: Ich mache das von einem gut angebundenen Server aus. Dann geht’s noch schneller.
Oder noch besser: Die Telekom macht das einfach selbst. Ich will denen das jetzt nicht unterstellen. Aber das wäre ein weiteres interessantes Modell für Mehreinnahmen. Denn man wird wohl zusätzliches Volumen kaufen können. Lass die doch mal nur 3% ihrer Kunden im Monat durch eine „Panne“ mit Daten zuscheißen. Wenn davon nur jeder zweite 5 Euro nachwirft, weil er auch die restlichen 20 Tage des Monats noch YouTube gucken können will…

Oh, und dann ist da noch die Problematik der Netzneutralität. Denn die Telekom-Bits (Videoload, T-Entertain) zählen natürlich nicht gegen das Limit. Somit muss ich nicht nur überlegen, ob ein Film z.B. bei Videoload oder iTunes günstiger zu haben ist, ich muss auch noch einkalkulieren, ob mich der Film bei iTunes zwar 50 Cent weniger kostet, mich dafür aber vielleicht über mein Monats-Limit schiebt. Völliger Irrsinn. Aber vielleicht kann man dann ja bald für 10€/Monat eine iTunes-Flatrate oder eine YouTube-Flatrate dazu kaufen. Mit Spotify machen sie’s ja schon jetzt so…

Na ja, wer das ganze noch mal wirklich gut aufbereitet hören möchte, hört bei Clemens/David rein. Viel Spaß und seht zu, dass ihr von der Telekom weg kommt. Auch wenn die Telekom sagt, sie werde diese Drosselung technisch nicht vor 2016 umsetzen können. Weiß man’s? In den Verträgen steht’s drin und es kommt, wenn’s kommt.

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Wenn bei T-Entertain was kaputt ist hat man verloren. So richtig. Alles.

Tja, da ist es passier. Mitten im laufenden Betrieb und exakt 18 Minuten vor dem Anpfiff es EM-Spiels Italien gg. Koratien blieb das Bild stehen.

Drei Minuten lang habe ich Reinhold Beckmann in die Augen gestarrt, dann den T-Entertain Media Receiver neu gestartet. Dieser bliebt mit der lustigen Meldung, dass das Gerät jetzt starten würde und dass das ein paar Minuten dauern könne stehen.

Nach ca. 15 Minuten habe ich dann bei der Telekom angerufen. Die nette Supporterin ist mit mir alles mögliche durchgegangen, hat mich jedes Kabel prüfen lassen, mich den Router mehrfach neustarten lassen, die Leitung durchgemessen. Alles ohne Fehler, alles ohne Erfolg.

Als letzte Lösung blieb dann nur noch der Reset des Gerätes. Dabei bleiben alle Einstellungen erhalten, weil diese Online weggespeichert werden. Das gilt tatsächlich für alles — außer den eigenen TV-Aufnahmen. Die sind unwiederbringlich gelöscht. Futschikato.

Wenn das das Fernsehen der Zukunft ist möchte ich eigentlich zurück in die 1990er. Da hatte ich zwar kein HD und Aufnahmen nur auf VHS — aber dafür habe ich einige davon immer noch in einer Kiste im Keller rumliegen.

Habe der Supporterin, während wir auf einen der vielen Neustartes des Receivers warteten, gesagt, dass ich eigentlich von der Telekom erwarten würde, dass all diese Aufnahmen in der tollen Telekom Cloud für mich gespeichert werden würden, von wo aus ich sie dann per Browser oder App von überall aus angucken kann.

Das sei alles geplant, man arbeite da im Wesentlichen seit 2,5 Jahren dran, das sei aber alles eine Rechte-Frage und die seien ja bekanntlich in Deutschland nicht so leicht zu lösen, wie scheinbar sonst überall auf der Welt.

Dass das so doch alles Mist ist könne sie freilich so nicht sagen, sie könne aber verstehen, wenn ich das so sehe. Immerhin etwas.

Bleibt zu hoffen, dass ich von jetzt an bis zur Lösung der diversen Rechte-Fragen von weiteren derartigen Schluckaufs verschont bleibe.

(Die Telekom ahnt gar nicht, wie viel Glück sie hat, dass sie mich nur um die erste Hälfte des Spiels Italien-Kroatien und nicht eines wichtigen Spiels gebracht hat. Wäre das gestern beim Deutschland-Spiel passiert, die Telekom hätte jetzt schon meine Kündigung auf dem Tisch.)

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Und dann klemmt T-Mobile dich von fast allem ab

Gestern bin ich nach Dänemark gefahren. Und wie immer, wenn ich in den Urlaub fahre, geht irgendetwas schief. Diesmal hat mir die Telekom einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ich stieg in Deutschland ins Auto, klemmte das iPhone in die Halterung im Auto, startete „NAVIGON Select Telekom Edition“, um mich ans Ziel navigieren zu lassen und wurde mit der Meldung begrüßt, dass diese App nur mit einer SIM-Karte der Telekom funktionieren würde und die hätte ich nicht.

Wait, what? Seit 2007 bin ich bei der Telekom und selbstverständlich habe ich eine Telekom-SIM in meinem iPhone.

Die NAVIGON-Telefonistin sagte mir, dass das ein Telekom-Problem sei. Ich möge mich doch mal an die wenden. Habe ich gemacht aber auch die sehr bemühte Dame da konnte mir nicht helfen und empfahl warten oder neu installieren. Ich entschied mich für warten, da der größte Teil der vor mir liegenden Strecke ohnehin aus Autobahnen bestehen würde.

Bis Flensburg hatte sich NAVIGON noch nicht beruhigt. Ich bin von der Autobahn abgefahren, ins Holm-Passagen-Parkhaus und in den T-Punkt. Der sehr kompetente Mann da sagte mir, dass das ein bekanntes Problem sei und ab und an mal vorkomme, man müsse dann neu installieren. Ich könne mich vor Ort einfach in den HotSpot einloggen und müsse mein Inklusivvolumen nicht belasten. Nervös wurde er als das auch nicht funktionierte.

Ein paar Telefonate später wurde klar, dass die Telekom „aus Gründen“ eine so genannte „Dienstesperre“ für meinen Vertrag aktiviert hatte (zeitgleich mit der Buchung der Option „Travel & Surf“). Diese Dienstesperre untersagt u.A. die Authentifizierung der SIM-Karte (die über das Netz passiert) durch z.B. eine App, sowie sämtlich Telekom Services, wie auch die HotSpot-Nutzung.

Falls bei euch also irgendwann nichts mehr außer den Grundfunktionen funktioniert: guckt mal im Kundencenter nach, ob dort eine Dienstsperre aktiv ist und schaltet diese aus – oder ruft bei der Telekom an und sagt, dass ihr den Verdacht hättet, dass da eine Dienstesperre gesetzt sei.

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Weshalb T-Entertain (noch) nicht das Fernsehen der Zukunft ist.

Ich bin inzwischen seit knapp 5 Wochen Kunde der Telekom. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten habe ich auch seit knapp 4 Wochen den bestellen VDSL-Zugang mit 50MBit/s und kann T-Entertain vollumfänglich genießen.

Beworben wird Entertain mit „Entertain. Das Fernsehen, das alles möglich macht.“
Nach einer Testzeit von ca. einem Monat kann ich dazu sagen: Ja, vieles ist wirklich gut. Vieles aber auch richtig schlecht. So schlecht, dass es sogar hinter der guten alten Zeit mit Analog-TV und VHS-Kassetten her läuft.

Aber eins nach dem anderen.

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VDSL mit Entertain bei der Telekom bestellt – erstes Chaos

Am 15.09.2011 habe ich T-Entertain inkl. VDSL50 bestellt.
Mein aktueller Vertrag bei einem anderen Provider läuft noch bis zum 8.3.2012 – auch jetzt schon mit VDSL50.

Man sollte meinen, dass so ein Providerwechsel hin zur Telekom, der meine aktuelle Leitung komplett gehört, eine Leichtigkeit wäre. Weit gefehlt, wie mir inzwischen scheint…

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Jetzt bestellen! Gerade ist T-Entertain recht günstig zu haben

Seit die Telekom die ISDN-Internetflatrate eingestampft hat bevor sie DSL an meinem damaligen Wohnsitz schalten konnte (es sollte noch ca. vier Jahre dauern, bis es dort endlich DSL gab – quasi pünktlich zu meinem Auszug) hatte ich mir geschworen: Nie wieder Telekom!

Das wurde 2007 etwas aufgeweicht als die damalige Telekom-Tochter T-Mobile das erste iPhone als einziger Anbieter in Deutschland vertreiben durfte.
Aber mein Internetanschluss war mir heilig! Ich blieb standhaft und bei einem regionalen Provider. Bis, ja bis, der rosa Riese VDSL in meiner Wohnung schalten konnte, der kleine Provider sich aber zu keiner Ansage durchringen konnte, wann er denn wohl so weit wäre.
So wechselte ich, in direkt, zur Telekom – nämlich zu 1&1.

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iPhone bei T-Mobile, O2 und Vodafone: Ein Vergleich. Mal wieder.

UPDATE: Die Vodafone-Sektion wurde aktualisert, die Tabelle um einen Vodafone-Studenten-Tarif erweitert.

Spätestens alle zwei Jahre ist es so weit: ich will weg von der Telekom, bei der mein Handyvertrag seit der Markeinführung des ersten iPhones in Deutschland läuft.

Dieses Mal bin ich mit entsprechenden Überlegungen noch früher drann als sonst – nämlich ungefähr fünf Monate bevor ich tatsächlich wechseln oder meinen Vertrag verlängern könnte. Dafür sind die Überlegungen dieses Mal um so detaillierter, da das nächste das erste iPhone sein wird, dass frei verfügbar sein wird.
Ja, ich weiß, dass das für das iPhone 4 auch jetzt schon gilt. Als ich aber meinen Telekom-Vertrag zuletzt (mit dem iPhone 4) verlängert habe, war dies noch nicht der Fall, ihr Klugscheißer!

Na ja, jedenfalls habe ich viel überlegt, noch mehr gelesen und gerechnet. Diese Überlegungen und Rechnungen stelle ich im Folgenden in tabellarischer Form der Allgemeinheit zur Verfügung; vielleicht hilft’s ja dem einen oder anderen bei seiner Entscheidungsfindung weiter.

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