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Schlagwort: Musik

Best of Wir Sind Helden

Ich habe mich vor einiger Zeit schon mal mit den ausgezeichneten Song-Texten von Kettcar beschäftigt. Anlässlich der Veröffentlichung vom neuen Judith-Holofernes-Album habe ich mich mal wieder intensiver mit der Musik von Wir Sind Helden beschäftigt. Rausgekommen ist dabei eine Zitate-Sammlung aus allen Alben.

Obwohl da auch so ziemlich viele gute Zitate drinstecken, muss man doch festhalten, dass Helden- und Holofernes-Texte vor allem als Gesamtkunstwerk funktionieren.

Die Reklamation

Ist das so

„Ist dieses Morgen denn ein Leben ohne Heute wert?
Ist es das wert dass man sich nie gegen die Meute wehrt?
Was ist ein Glück schon wert das nur den Pharmazeuten ehrt
Ist jeder der sich nie beschwert am Ende wirklich unbeschwert?“

Rüssel an Schwanz

„Und du gehst Rüssel an Schwanz hinterher
Trampelpfade Hintermann was brauchst du mehr“

Guten Tag (Die Reklamation)

„Es war im Ausverkauf im Angebot die Sonderaktion
Tausche blödes altes Leben gegen neue Version
Ich hatte es kaum zu hause ausprobiert da wußte ich schon
an dem Produkt ist was kaputt- das ist die Reklamation“

Die Zeit heilt alle Wunder

„Und auch das größte Wunder geht vorbei
Und wenn es dich nicht losläßt zähl bis drei
Und es geht vorbei es geht vorbei
Es geht vorbei es geht vorbei“

„Wann wirst du endlich lernen dir nicht den Kopf zu verdrehen
Du fällst über Hunde und deine eigenen Zehen
Du kannst kaum grade laufen bleibst alle zwei Meter stehen
und fällst auf die Knie damit die Wunder dich sehn“

Heldenzeit

„Volksparteien Mittelspur Abgrenzung im Notfall nur zur Fönfrisur
Börsengang Abgesang mitgehangen mitgefangen alle bangen
Dotcomsterben doch nichts erben Brot erwerben Traum in Scherben – weiter werben“

„Der Reichtum macht uns alle arm Armut macht uns handzahm – Alarm“

Aurelie

„Ach Aurélie in Deutschland braucht die Liebe Zeit
Hier ist man nach Tagen erst zum ersten Schritt bereit
Die nächsten Wochen wird gesprochen
sich auf´s Gründlichste berochen
und erst dann trifft man sich irgendwo zu zweit“

Müssen nur wollen

„Muss ich immer alles müssen was ich kann
Eine Hand in den Sternen
die andere im Hintern vom Vordermann?
Das ist das Land der begrenzten Unmöglichkeiten
Wir können Pferde ohne Beine rückwärts reiten
Wir können alles was zu eng ist mit dem Schlagbohrer weiten
Können glücklich sein und trotzdem Konzerne leiten“

Außer dir

„Ich stehe völlig neben mir
Nicht glücklich weil nicht neben dir
Und ich
rufe dich nur an
um dich zu fragen
kann es sein
daß ich
bei meinem letzten Besuch
bei dir
verlor was ich jetzt such“

„Ich fühl mich unwohl
ohne Kopf in der Straßenbahn
deswegen lern ich kopflos Fahrrad fahren
und ich weiß wahrscheinlich
mit den Jahren
werd ich lernen dabei mein Gesicht zu wahren“

Die Nacht

„Die Nacht dreht sich um dich allein
Sie will am Tag noch bei dir sein
Die Nacht dreht sich um dich allein
und du schläfst einfach trotzdem ein“

 

Von hier an Blind

Von hier an Blind

„Ich und mein Magen
Und der Kopf in meinem Kragen gingen
blind getragen von zwei Füßen
Die nichts sagen
Außer:
Gib dich geschlagen
Und geh endlich in die Knie
Ich sagte
Ich weiß nicht weiter
War ich noch nie.“

Zuhälter

„Ihr schickt meine Liebe auf die Straße
In zu engen Hosen
In billigen Posen
Sie soll ihre Runden drehen
Mit den Kunden gehen
Und wir sollen verstehen
Das ist das kälteste Gewerbe-„

„Ihr schickt meine Liebe auf die Straße
Um für euch zu laufen
Sie soll sich verkaufen
Sie soll mit jedem mit
Ein kleiner Ritt
Ist ein großer Schritt für
Das kälteste Gewerbe der Welt“

Ein Elefant für dich

„Ich weiß, deine Monster sind genau wie meine
und mit denen bleibt man besser nicht alleine
Ich weiß, ich weiß, ich weiß und frage nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich“

„Einer der nicht sollte, weint am Telefon
Und eine die nicht wollte, weint und weiß es schon
Deine Beine tragen dich nicht wie sie sollten
So oft gehen die, die noch nicht weg gehen wollten“

Darf ich das behalten

„Bitte darf ich das behalten
Behalt meine alten Träume
Kannst sie verwalten wie du willst
Halt die Welt in deiner Gewalt
Aber nimm deine kalten Hände
von meiner Hand“

Zieh dir was an

„Wenn du mit zwanzig deinen Hintern entdeckst
Und ihn fortan in jede Kamera streckst
Dann passt dein tolles neues Selbstgefühl
perfekt in jedes Marketingkalkül“

Gekommen um zu bleiben

„Ihr sagt: The höher they come, the blöder they fall
So verdammt emporgekommen und immer noch standing tall
Ihr sagt „Was so abgeht must doch bitte come down“
Ich sag den Untergang ab ohne runter zu schauen“

 „Und ihr singt Dankeschön und auf Wiedersehen
Reicht uns wehende Fahnen, damit unterzugehen
Lebet hoch! Mut kommt vor dem Fall.
Wo Geschwindigkeit ist, wünscht sich der Mensch auch den Knall“

Nur ein Wort

„Und wo du hingehen willst
Ich häng an deinen Beinen
Wenn du schon auf den Mund fallen musst
Warum dann nicht auf meinen“

Ich werde meine Leben lang üben, …

„Ich werde mein Leben lang üben
Dich so zu lieben
Wie ich dich lieben will
Wenn du gehst“

„So lang werde ich bei dir sein
Zwei Finger an deinem Handgelenk
Fang ich all deine Stunden auf
Und steck sie für dich ein“

Soundso

Die Konkurrenz

„Jetzt stehst du auf dem Dach der Welt
Die Welt hält still und dir gefällt sie
Du atmest tief und fühlst dich hier
Du fühlst dich eins mit Welt und dir

Du fühlst dich eins mit Welt und hier
Steht plötzlich einer neben dir!
Bist eins mit dir und mit der Welt
Bis einer sich für einser hält“

Soundso

„So und so warst du schon immer – Genau so, nur kleiner
Im Alter wird so was nur schlimmer – Genau so, nur alleiner
Wie gut, wenn man geliebt wird, wie man ist — So und so, und so allein!
So wie du warst, so wie du bist — Bist das du, musst du das sein?“

Kaputt

„Dein Vater ist kaputt
aber du bist es nicht
Zerbeult und verbogen
und vielleicht nicht ganz dicht
Aber irgendwo darunter bist du seltsam o.k
Beinah unversehrt unter allem, was weh tut“

„So viel kaputt
aber so vieles nicht
Jede der Scherben
spiegelt das Licht
So viel kaputt
aber zwischen der Glut
zwischen Asche und Trümmern
war irgendwas gut“

The Geek shall inherit

„Bist du zu schlau, um nicht unangenehm aufzufallen
und nicht schön genug, um damit durchzukommen?
Weißt du genau, wie es ist, immer raus zu fallen
nur nicht weit genug, um woanders anzukommen?“

„Es tut weh, so zu sein, wie du denkst, dass du solltest
Es tut weh, so zu sein, wie du denkst, dass du bist“

„Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Die Ersten sehen als Letzte ein:
The Geek shall inherit the earth“

Der Krieg kommt schneller zurück als du denkst

„Was ist so lustig?
Was ist so lustig an Liebe und Frieden?
Was ist so lustig?“

„Der Krieg kommt schneller zurück als du denkst
Du kriegst zurück was du verdrängst
Der Krieg kommt schneller zurück, als du denkst“

Stiller

„Ich versuche mir die Welt zu erklären
Als ob zwischen Punkten Linien wären“

Lass uns verschwinden

„Denkst du nicht auch, die Welt – und ich meine
natürlich die eine – dreht sich längst von alleine
Denkst du nicht auch, wenn wir verschwänden
dass sich genug Andere zum Drehen fänden“

Bring mich nach Hause

Alles

„Stell dir vor, dass Erlösung nicht nur für Religiöse wär
Rigorose Engel kämen,
die richtig böse wären
Wenn du sonst keinem glaubst,
würdest du glauben,
wenn sie sagten, schau,
wir fixieren deine Schrauben
Wenn sie sagten: Wir nehmen
dir deine Krücken,
sag, würdest du tanzen
oder dich danach bücken?“

Was uns beiden gehört

„Und ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss,
der am Tag noch nicht heißt, dass man bleiben will bis zum Schluss
Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss,
der nachts noch nicht heißt, dass man morgens noch da sein muss“

„Mir gehört die Nacht mit all ihren Schatten
Mein sind der Sex und die besseren Platten
Mein sind die Weite, die Tiefe, die Ferne
Mir allein folgen der Mond und die Sterne“

„Dir gehören Hunde und Brötchen und Spiele
Dein ist das Bunte, das Große, das Viele
Überschwang, Überfluss, überhaupt alles
unter der Sonne, das ohne Verfall ist“

Flucht in Ketten

„Eine Flucht in Ketten
ist kein Kinderspiel
Was soll uns noch retten
Ich würd nicht viel
auf uns verwetten“

„Deine Suche nach Ewigkeit und nach
einem Weg aus dem Leid heraus und nach
dem Schwert, das dich befreit
Ein Wettlauf mit der Zeit“

Die Ballade von Wolfgang und Brigitte

„Für das Wahre, Schöne, Gute
will jeder gerne bluten
und fühlen, was es zu fühlen gibt
Es war alles schön und gut
Es gibt nichts, was man nicht tut
aber Wolfgang hat Brigitte geliebt“

„Dann zog Brigitte nach Ibiza und verkaufte Batiksachen
Wolf kündigte, um bei ihr zu sein
Nach ein paar Wochen sagte Gitte,
ich wollte eigentlich einen Schnitt machen
und frei sein, du engst mich ein“

23.55: Alles auf Anfang

„Was dich runterzieht, sind deine schweren Arme
Wer schleicht, dem wird leicht kalt, darum schleichst du ins Warme
Du nennst es Weltschmerz, ich nenn es Attitüde
Es ist erst fünf vor zwölf und du bist schon so müde“

„Das, was dich so beschwert, das sind die dicken Bären
die sie dir aufbinden, du könntest dich beschweren“

Die Träume anderer Leute

„Ich glaub, du träumst die Träume anderer Leute
und du versäumst
traumhafte Räume
Ich glaub, du träumst die Träume anderer Leute,
und das, was du versäumst,
ist mehr als das, wovon du träumst“

Ein leichtes Schwert (Judith Holofernes’ Solo-Album)

Pechmarie

„Ich weiß, du hast Angst
aber ich weiß, was du kannst
und ich will, dass du tanzt
nimm meine Hand“

„Ich weiß, du hast Angst
Aber ich weiß, was du kannst
und dass sich so was vertanzt
Komm, zieh dich an“

„Du bist ein Schwan, ein Pfau
ein Engelswesen, Marie
Nur die Federn sind verklebt
Flügel gestutzt
Und du humpelst
wie eine kriegsversehrte Taube
Aber du bist jung, Marie
jetzt guck nicht so verdutzt“

Opossum

„Wenn dich die Welt bedrängt
wenn dir die Welt nichts schenkt
wenn dich die Welt bedroht
stellst du dich doof, äh, tot“

Nichtsnutz

„Macht keiner mit, geh ich nach Haus
und zieh mir alle Kleider aus
Lass niemanden rein und geh nicht raus
Ich strebe nichts an, ich sterbe nicht aus
Ich rufe: Ey! Streber raus! auf die Straße hinaus
und dann, in diesem Sinn, lege ich mich wieder hin“

M.I.L.F.

„Weißt du, ich mag deinen Musikgeschmack
You’re like a mixtape I would like to fuck“

„Ich zeig dir meine alten Helden
Musste nicht, sind ja die selben
sagst du und gehst eben fischen
nach der Limited Edition“

Havarie

„Die Flasche über meinem Bug
schlug mir das erste Leck
Die Ratten verließen mich
im Hafen und
ich kam nicht vom Fleck“

„Aber ich bin kein Wrack
ich bin eine Havarie“

Hasenherz

„Ich seh dein
Hasenherz
schlägt bis zum Hals
und nasenwärts
Sag schlägt dein
Hasenherz
seine Haken nur zum Scherz“

Ein leichtes Schwert

„Gib mir ein leichtes Schwert
für meine schwere Hand
eins das führt, wenn ich folge
und folgt, wenn ich führe“

Danke, ich hab schon

„I’ve seen the needy and the damage done
A little part of it in everyone
I’ve seen the needy and the damage done
Ooooh, the damage done“

Brennende Brücken

„Nichts kann mich entzücken wie der Schein
brennender Brücken
Ich finde mein Glück im Wiederschein
brennender Brücken“

„Ich sag, “Komm, wir legen Feuer
Wo Feuer ist, ist Licht”
Du sagst, ich glaub du bist bescheuert
aber ich glaub, das stört mich nicht“

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Spotify ist immer noch nicht gut genug

Ich stand bis heute Morgen vor der Wahl eines neuen Tarifs bei meinem Mobilfunkanbieter, Telekom/T-Mobile. In dem Tarif, für den ich mich am Ende entschieden habe, habe ich die Wahl zwischen einer Spotify-Flat und zusätzlichen 200MB mtl. Datenvolumen. Aus politischer Sicht bin ich natürlich ein Gegner der Spotify-Flat. Aber ich wollte mir dennoch angucken, ob das grundsätzlich für mich taugen würde. Schließlich hat man auf so einem iPhone _immer_ zu wenig Speicherplatz und wenn ich keine Musik mehr drauf spielen müsste, weil ich immer alles aus der Cloud streamen könnte, ohne nach vier Tagen in die Volumen-Grenze zu rennen, wäre mir tatsächlich geholfen.

Ich höre meist sehr gezielt Musik, lasse also z.B. Spotify oder auch iTunes nicht einfach dudeln. In iTunes habe ich einen Ordner, der “The Best” heißt. Darin befinden sich Playlisten mit meinen persönlichen Best-Ofs der folgenden Künstler: U2, Tomte, Thees Uhlmann, Rolling Stones, Scrubs (Soundtracks), R.E.M., Oasis, Nirvana, Michael Jackson, Matchbox 20, Kettcar, Joss Stone, Jonathan Coulton, Glee (Ja!), Foo Fighters, Alanis Morissette, The Beatles, Fury in the Slaughterhouse und Bob Dylan.

Hier eine Auflistung mit Anzahl der Songs und der Anzahl der Songs, die es davon bei Spotify nicht gibt (absolut und relativ).

InterpretSongsSongs nicht in SpotifyProzentual
U225520
Tomte/Thees Uhlmann23522
Rolling Stones49816
Scrubs451431
R.E.M.4600
Oasis43614
Nirvana19190
Michael Jackson892022
Matchbox 201816
Kettcar30723
Joss Stone2200
Jonathan Coulton25312
Glee311755
Foo Fighters15213
Alanis Morissette2129
The Beatles7575100
Fury in the Slaughterhouse37924
Bob Dylan2300
TOTAL63619330

Diese Tabelle zeigt meines Erachtens recht eindrucksvoll, weswegen Spotify auch 2014 keine Lösung für mich sein kann. Bei einem Querschnitt durch recht verschiedene Musik-Stile und sehr unterschiedliche Künstler mit über 600 Songs, hat Spotify (gerundete) 30 Prozent nicht im Angebot. In plastischeren Zahlen heißt das, dass Spotify ungefähr einen von drei Songs, die ich hören möchte, nicht liefern kann.

Da nehme ich doch lieber die zusätzlichen 200MB und „notfalls“ Musik, die ich hören möchte aber nicht dabei habe, via iTunes Match aus der iCloud.

Habt ihr ähnliche oder ganz andere Erfahrung mit Spotify gemacht?

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Stop-Motion-Musikvideo

Früher, als Musik-Fernsehen noch hieß, dass dort primär Musikvideos und nicht Spots für entfernt an Musik erinnernde (zunächst polyphone) Klingeltöne gezeigt wird, war ich ein Musik-TV-Junkie. Ich kam aus der Schule, habe Nachrichten geguckt (ja!), bis sich die erste Neuigkeit wiederholte und ab dann lief MTV, VIVA oder VH1. VIVA immer nur als Notlösung, wenn auf MTV nicht gerade „Masters“, „Unplugged“ oder auf VH1 „Storytellers“ oder „Pop-up Video“ liefen.

Mit der ganzen Werbung hat mich das Musik-Fernsehen dann nach und nach vergrault und heute kann ich ohne zu flunkern behaupten, dass ich praktisch kein Musikvideo der letzten knapp 10 Jahre kenne. Ausgenommen die Videos, die Freunde mir aufgedrängt haben oder denen ich aufgrund eines Hypes im Netz nicht entgehen konnte.

Ich glaube, dass das Schade ist. Wie gesagt, ich weiß nicht, was ich verpasse. Ob ich was verpasse. Aber damals gab’s jede Menge tolle Musikvideos. Klar, auch jede Menge Schrott. Alles wo Michael Jackson, R.E.M., The White Stripes (guckt euch die verlinkten Videos ruhig mal wieder an!) und wie sie alle heißen und hießen draufstand, garantierte Qualität und mit jedem Video irgendwas zwischen Innovation, Evolution und Revolution.

Jetzt hat mich endlich mal wieder ein wirklich tolles Musik-Video gefunden. Beziehungsweise: Ich wurde von einer Freundin drauf gestoßen. Das Video zu Oren Lavies „Her Morning Elegance“ bedient sich des Stilmittels „Stop Motion“ und ist wirklich äußerst sehenswert. Bitte:

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Moderne Musik ist einfallslos, dafür laut

Spanische Wissenschaftler bestätigen jetzt, was wir, die Liebhaber guter Musik, schon seit langem wissen: früher war die Musik einfach besser. OK, natürlich gibt es viele Ausnahmen und „besser“ bezieht sich hier im Wesentlichen auf die Komplexität der Musik.

Die Spanier haben ca. 500.000 Songs der Jahre 1955 bis 2010 aus den Genres Rock, Pop, Hip-Hop, Metal und Elektro untersucht und herausgefunden, dass die Kombinationen von Noten und Tönen, sowie das Spektrum verwendeter Instrumente immer weiter abnimmt – dafür wird die Musik lauter.

Ich habe da jetzt etwas drüber nachgedacht und mir ist ein, glaube ich, gutes Beispiel eingefallen. Gitarren-Riffs. Wenn man sich mal durch die Musik der 1960er und 1970er (und eigentlich auch 1980er) hört, entdeckt man ziemlich viele Songs, die charakteristische Gitarren-Riffs enthalten und „jeder“ weiß sofort um welchen Song es sich handelt, wenn man nur diese 2, 3, 4 Sekunden davon hört.

Beispiele gefällig?  Bitte, gerne: Johnny B Goode (Chuck Berry), Summertime Blues (Eddie Cochran), Miserlou (Dick Dale), Satisfaction (The Rolling Stones), Black Magic Woman (Carlos Santana), Helter Skelter (The Beatles), Fortunate Son (Creedence Clearwater Revival), Layla (Derek and th Dominos), Smoke on the Water (Deep Purple), Sweet Home Alabama (Lynyrd Skynyrd), Beat It (Michael Jackson), Smells Like Teen Spirit (Nirvana), Sultans of Swing (Dire Straits), Message in a Bottle (Sting/ The Police)… genug?

Aus der Zeit danach gibt’s natürlich auch ein paar Songs, die da mit rein passen (Walk this Way – Aerosmith, vieles von den Red Hot Chili Peppers) aber es wird definitiv weniger, oder?

Ja, auch all jene Riffs sind nicht immer die komplexesten, aber immerhin komplex genug, als dass sie locker aus dem „Einheitsbrei“ dessen, was heute allzu oft den Weg in die Charts findet herausstechen.

Was die Wissenschaftler auch rausfanden ist, dass die Musik immer lauter abgemixt wird und zwar dahingehend, dass die Songs immer häufiger die maximale Amplitude erreichen – was natürlich zu Lasten der Qualität der Musik geht. Warum das gemacht wird? Keine Ahnung… kommen Songs, die lauter abgemischt werden auch lauter aus dem Radio (relativ zu dem Song davor und dem danach)? Ich höre zu wenig Radio, als dass mir das je aufgefallen wäre.

Ach, und wer nach meiner kleinen Song-Liste von oben jetzt in Erinnerungen schwelgt, hier ein tolles Video. 🙂

 

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iTunes und Videos – es nervt!

Zur Ausgangssituation. Ich habe einen MacMini mit einer 320GB-Festplatte. Meine Musik liegt im Ordner /Users/sebastian/Musik/iTunes/iTunes Music Folder/ und ich lasse meine Musik komplett von iTunes verwalten. Außerdem habe ich die Option „Beim Hinzufügen zur Mediathek Dateien in den iTunes-Musik-Ordner kopieren“ aktiviert – weil ich das so will.
Das klappt alles bestens und ist unglaublich komfortabel.

Man darf halt nur nicht den Fehler machen und anfagen, iTunes auch zum Verwalten von Filmen und Serien zu verwenden. Denn es kommt irgendwann, wie es kommen muss: der Festplattenplatz wird knapp. Nach dem Kauf einer neuen, größeren Festplatte für den externen Betrieb geht der Ärger aber erst richtig los! Denn als ordnungsliebender Mensch möchte ich meine Dateien jetzt trennen: Musik auf der internen Platte, Videos auf der externen Platte.

Das kann iTunes aber nicht. Man kann nicht sagen „Speicher Dateien vom Typ „Musik“ hier hin und Dateien vom Typ „Video“ dort hin.“
Darauf hin hatte ich dann die großartige Idee, einfach mit „Aliases“ bzw. Symlinks zu arbeiten. Einfach einen Link vom Video-Ordner im iTunes-Ordner auf die externe Festplatte und gut ist. Aber denkste! iTunes behandelt Videos wie Musikstücke. So liegt dann auch im iTunes-Ordner ein Ordner „Lost“ neben dem Ordner „Lynyrd Skynyrd“. Das heißt im Klartext: will ich mit Aliases/Symlinks arbeiten, muss ein Alias/Symlink für jede einzelne Serie anlegen. In manchen Fällen, warum auch immer, sogar für jede Staffel (es gibt einen Ordner „Lost“ mit Unterordnen für die Staffeln, aber z.B. einen Ordner „Californication -1“ und einen Ordnen „Californication -2“)!
Das ist also keine gute Lösung.

Nächster Versuch: mit QuickTime kann man sog. Referenzdateien erstellen. Die sind 1-2MB groß und verweisen auf die „echte“ Filmdatei. Damit könnte ich die echten Dateien auf die externe Platte werfen, die kleinen in iTunes importieren und gut ist. Denkste. Denn so sind die Serien nicht mehr via „Shared Library“ oder via „Remote“ (dem iPhone App) zu sehen. Außerdem kann man sie so nicht mehr einfach auf’s iPhone schieben.
Was soll denn bitte so eine Scheiße?

Letzter Versuch: mit VideoDrive kann man Videos in iTunes importieren und trotzdem in einen Subfolder legen. Heißt im Klartext etwa… Das Programm legt /Users/sebastian/Musik/iTunes/iTunes Music Folder/TV Shows/ an und packt die Dateien dort hinein. Super. Nur geht das natürlich auch nicht mit Aliases und/oder Symlinks.
Bleibt nur noch den Mountpoint zu verändern. Das ist unter OS X leider nicht ansatzweise so trivial wie unter Linux und Konsorten. Zwar existiert /etc/fstab auch in OS X, ist allerdings laut Apple „deprecated“. Selbst eine funktionierende Lösung via /etc/fstab wäre also nur eine Lösung auf Zeit – abgesehen davon, dass ich’s trotz hinreichender Linux-/Unix-Kenntnisse nicht zum Laufen gekriegt habe.

iTunes verkommt für alles was über Musik hinaus geht immer mehr zum Armutszeugnis für Apple. Schade. Dabei könnte alles sooo einfach sein…

UPDATE: Das Mounten via /etc/fstab hat schlussendlich doch noch geklappt. Allerdings kann iTunes/OS X nicht mit Mountpoints innerhalb der iTunes-Ordnerstruktur umgehen. Sollen Dateien dorthin geschrieben werden (via iTunes) gibt’s eine Meldung à la „Der Ordner kann nicht gefunden werden.“ oder so ähnlich. Super. Jetzt muss ich meine Film-, Serien- und Musikordner also wieder selbst organisieren…

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