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Schlagwort: iPhone

iPhone lädt keine Apps mehr aus dem App Store

Selbst mit einem iPhone hat man ab und an mal Probleme. Ich bin gerade in eins gelaufen, dass den Apple Support jetzt schon den zweiten Tag beschäftigt. Eins nach dem anderen.

Mein iPhone 5s hatte einen Hardware-Defekt und wurde ausgetauscht. Mit dem Austausch-iPhone ist es mir nicht möglich, Apps aus dem App Store zu “kaufen” (egal, ob sie Geld kosten oder gratis sind). Das äußert sich einer Pop-Up-Meldung, die besagt, dass der Kauf aktuell nicht möglich sei und dass ich es doch später noch mal versuchen solle.

Hinter den Kulissen wir die App jedoch gekauft und landet in der App-Store-Ansicht meiner “Einkäufe” auch dementsprechend. Dort ist sie auch mit dem typischen Cloud-Symbol versehen, das mir suggeriert, ich könne die App “erneut” laden. Das funktioniert jedoch nicht. Beziehungsweise nur manchmal, dann aber auch nur so halb. Soll heißen: Der Download-Prozess startet, wird aber nie fortgeführt. Stundenlang habe ich auf dem Homescreen ein Platzhalter-App-Icon und darunter steht “Warten …”.

Interessanter Weise ist jedoch nicht meine Apple ID kaputt. Im iTunes (Music-)Store kann ich auch vom iPhone aus bequem einkaufen. Auch in iTunes auf dem Mac ist das kein Problem. Dort kann ich sogar iPhone-Apps kaufen, die dann sogar wie “automatic App download” automatisch auf meinem iPhone landen, sobald das iPhone sich in ein WLAN einloggt.

Dieses Problem besteht in allen denkbaren Szenarien. Nämlich erstens, wenn ich das iPhone als neues Gerät aufsetze, zweitens, wenn ich es aus der iCloud wiederherstelle und drittens, wenn ich es aus einem iTunes-Backup wiederherstelle.

Das ist so kurios, dass der Apple-Support kurz davor war, mir eine Glückwunschkarte für das absurdeste Problem des (zugegeben noch jungen) Jahres zu schicken.
Der Apple-Support hat ganz Apple-like reagiert und nach ein paar Fragen angeboten, mir ein weiteres Austausch-iPhone zu schicken, um auszuschließen, dass es sich um einen (wie auch immer gearteten) Geräte-Defekt handelt.
Da der aktuelle Stand der Dinge mich lediglich nervt, meine Lebensqualität aber nicht wirklich einschränkt, habe ich mit dem Apple-Support den Deal gemacht, dass sie gerne noch etwas daran rumtüfteln können, wenn sie glauben, Ideen zu haben, woran es liegen könnte.

Mal gucken, was die nächsten Tage bringen. Im besten Fall eine komische (oder ganz simple) Lösung für ein krudes Problem. Im schlimmsten Fall ein weiteres neues iPhone (hoffentlich ohne dieses Problem). 

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Ich kaufe das iPhone 5s bei Apple statt bei der Telekom

Nicht mal mehr eine Woche, bis das iPhone 5S verfügbar sein wird. Als Redakteur bei der Mac Life und der daran angeschlossenen iPhone Life muss ich mir das natürlich schon rein aus Recherchegründen besorgen, ist klar.
Nun bin ich in der eigentlich komfortablen Situation, dass mein aktueller Telekom-Vertrag lange genug läuft, als dass ich ihn verlängern und so an ein „günstiges“ iPhone 5S kommen könnte. Dachte ich.

Aktuell habe ich den Tarif „Telekom Complete Mobil M (Festnetz) for Friends“ und zahle dafür etwa. Dieser Tarif bietet ein für meinen Geschmack etwas zu geringes Datenvolumen von 300MB, eine Flatrate ins Festnetz, 120 Freiminuten in alle anderen Netze, eine SMS-Flatrate und LTE mit bis zu 21,6MBit/s, sowie der HotSpot-Flatrate.

Wenn ich jetzt meinen Vertrag verlängere, kann ich zwischen dem „Telekom Complete Comfort S Friends mit Handy“ und dem „Telekom Complete Comfort M Friends mit Handy“ wählen. Bei dem M kann ich sogar noch zwischen zwei Varianten wählen. Bei der Standardversion kann ich zwischen einer kostenlosen Spotify-Flatrate oder 200MB mehr Volumen wählen. Bei der Plus-Variante kann ich stattdessen den Handypreis um 50% reduzieren. 
Der S bietet eine Flat ins T-Mobile-Netz, 100 Freiminuten, eine SMS-Flat und 500MB bis zu 16MBit/s und kostet etwa 35 Euro.
Der M bietet eine vollständige Telefon-Flat, eine SMS-Flat, 750MB bis zu 16MBit/s über LTE und die Hotspot-Flat für 50 Euro. 

Für ein iPhone 5c(!) sieht das dann so aus:

Tarif und Tarifoptionen 2013 09 15 09 52 48

Was mache ich nun? Der S kostet 5 Euro mehr, bietet mehr „Daten“, kein LTE und weniger Telefonie. Kosten/Nutzen-mäßig komme ich da gefühlt bei Null raus.
Der M kostet ganze 20 Euro pro Monat mehr und fällt allein deshalb schon raus.

Dann kommen noch die Kosten für das iPhone dazu. Hier im Beispiel ist es das 16GB 5c (eins mit 32GB kann ich nicht auswählen). Haben möchte ich das 32GB 5s. Gehen wir mal davon aus, dass mich das 200 Euro zusätzlich kosten würde, da das 5c 16GB bei Apple 599 Euro, das 5s mit 32GB 799 Euro kostet.

Somit kostet mich das Gesamtpaket über zwei Jahre im S-Tarif: 24 x 35 + 530 = 1370 Euro.
Wenn ich meinen Vertrag einfach laufen lasse und das iPhone bei Apple kaufe: 24 x 30 + 800 = 1520 Euro.
Es gibt also lediglich einen Unterschied von 150 Euro über 24 Monate, also 6,25 Euro pro Monat und ich habe den eigentlich für mich besseren Tarif. Dabei hat die letztere Option auch noch den Bonus, dass ich quasi jederzeit in einen anderen Tarif (oder zu Congstar) wechseln kann, wenn es ein besseres Angebot gibt. Und je näher ich an mein Vertragsende komme, desto wahrscheinlich wird ein „Wir wollen Sie als Kunden halten“-Angebot der Telekom.

Nun, da ich das hier im Blog diskutiert habe, weiß ich auch genau, was ich machen werde. Vielleicht hilft diese Berechnung ja sonst auch noch irgendjemandem weiter. 🙂

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Apple TV ist fast perfekt

Seit wenigen Tagen nenne ich einen Apple TV mein Eigen. Ich konnte mich nicht mehr länger wehren. Zu verlockend war die Option, endlich den in die Tage gekommenen Mac Mini zu verscherbeln und durch „das kleine Schwarze“ von Apple zu ersetzen.

Das Gerät ist fast perfekt. Filme aus dem iTunes Store leihen, Musik via iTunes Match abspielen, Filme und Serien über Watchever gucken und selbst Fotos aus der iCloud anzeigen ist kein Problem. Selbstverständlich funktioniert auch das Streaming von Inhalten vom Mac oder iPhone via AirPlay ohne Probleme. 
Hier eine Liste der Dinge, bei denen Apple noch nachbessern muss:

1. DLNA
Mittels DLNA kann ich Daten von meinem NAS direkt auf meinem Fernseher anzeigen. Nur hat der, wie jeder „Smart TV“, ein unsagbar hässliches Interface. Ich möchte es nicht benutzen! So lange ich aber keinen Weg habe, um direkt vom Apple TV an meine Filme und Serien auf dem NAS zu kommen, werde ich es jetzt benutzen müssen. Aber es widert mich an!
Ich kann verstehen, dass Apple auf „Home Sharing“ („Privatfreigabe“) besteht, was nur iTunes leisten kann. Es wird sicherlich an Verträgen mit wahlweise der Film- oder Musikindustrie liegen. Trotzdem: Das muss weg!

2. iTunes in der iCloud für Filme
Gibt’s in den USA und vielen anderen Ländern schon, hier noch nicht. Erbärmlich – aber auch nicht (allein) Apples Schuld. Ich will in iTunes gekaufte Filme/Serien erneut herunterladen können und nicht bis ans Ende aller Tage auf einer lokalen Festplatte archivieren müssen. Wie schön wäre es, wenn ich jetzt den von mir in iTunes gekauften Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ direkt vom Apple TV aus abspielen könnte? Stattdessen muss ich mein MacBook anmachen und den Film von dort aus via AirPlay streaming. Suboptimal.

3. Gebt mir Apps!
Es muss ja nicht mal ein so umfänglicher App Store wie für die iGeräte sein. Es würde mir ja schon reichen, wenn TV-Sender eine App auf den Apple TV schmeißen könnten, beziehungsweise mir dieses anbieten könnten. Mit einer ARD-, einer ZDF-App, sowie App-Angeboten der Fußball- und Handballbundesliga, beziehungsweise -Championsleague wäre ich persönlich ja eigentlich schon glücklich. Dann könnte ich nach der Kündigung meines T-Entertain-Vertrags auch gleich auf einen Vertrag bei KabelDeutschland verzichten. Ich weiß: Das Gros der oben aufgeführten Dinge gibt’s im Internet als kostenfreien/kostenpflichtigen Live-Stream. Aber ich will diese Inhalte nicht vom Mac oder iPhone streamen müssen. Es ist schön, dass das geht. Aber ich will eine komfortablere Lösung.

Das war’s eigentlich auch schon. Ziemlich wenig Gemecker über ein Produkt, dass immerhin den vollwertigen Mac an meinem Fernseher ersetzt, oder? 🙂

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Ich werde iOS-Entwickler

Meine Programmier-Kenntnisse sind bislang recht überschaubar. In gaaaanz frühen Jahren ein bisschen Java, dann ein wenig PHP und etwas mehr JavaScript und, wenn man’s dazu zählen möchte, natürlich HTML und CSS. Irgendwie hat es mich in meiner Nerd-Ehre schon immer etwas gekränkt, dass ich nicht „richtig“ programmieren kann.

Dank iOS und XCode ist es anscheinend so einfach wie nie zuvor, selbst mit beschränkten Ressourcen richtig gute Apps zu basteln. Das ist mir nicht erst seit gestern bewusst. Weswegen also genau jetzt damit anfangen? Im Laufe der letzten Monate und Jahre sind so einige App-Ideen in meinem Kopf entstanden. Viele davon hat noch niemand (vernünftig) umgesetzt. In der jüngsten Vergangenheit sind so zwei, drei App-Ideen dazu gekommen, die leicht umsetzbar erscheinen.

Das ist ganz wichtig für einen Start. Zumindest für mich. Beispiele aus Büchern sind schön und gut. Ohne ein klares Ziel vor Augen, fehlte mir jedoch bislang die Motivation, das durchzuziehen. Beziehungsweise: Bislang waren die Ziele (für einen Einsteiger) so komplex, aufwändig und damit utopisch, dass es mir nicht schnell genug voran ging, um am Ball zu bleiben.

Dieses mal wird alles anders. 🙂 Um um den Druck auf mich selbst ein wenig zu erhöhen, habe ich mir vorgenommen, meinen Fortschritt hier in unregelmäßigen Abständen zu dokumentieren.

Der erste Schritt liegt bereits hinter mir: Ich habe ein neues Buch gekauft. 🙂 Das letzte habe ich bereits 2009 gekauft und ein erster Blick in dieses Buch und parallel XCode hat mir gezeigt, dass ich damit nicht weit kommen werde.

Entschieden habe ich mich für den „Klassiker“ von Hillegass. Ich verlinke das hier jetzt ganz bewusst nicht, weil das immer so einen Empfehlungscharakter hat. Und eine Empfehlung möchte ich nach nicht ganz 40 Seiten wirklich noch nicht aussprechen.

Mal gucken, wie weit ich dieses Mal komme…

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Google Glass

Alle sind sich momentan einig: Das nächste „disruptive“ Produkt nach dem iPhone wird aus dem Hause Google kommen. Es handelt sich dabei um Glass. Ein Brillengestell mit integrierter Kamera und Display vor dem Auge, das mit eigenem Computer daher kommt und über eine Bluetooth-Verbindung die Datenflatrate des Handys mitbenutzt, um ins Internet zu kommen. Steuern lässt sich Glass über Sprache und später einmal sicherlich auch über Gesten.
Das klingt total toll und futuristisch und scheint auch gut zu funktionieren:

Aber irgendwie finde ich die Vorstellung merkwürdig 24/7 mit so einem Ding auf dem Kopf durch die Gegend zu laufen. Denn: Nur dann ist es ja wirklich sinnvoll. Wenn ich es nicht erst aus dem Etui aus dem Rucksack kramen muss, sondern per einfachem Sprachkommando starten kann.

Wollen wir das wirklich?

Aber was bedeutet das für das menschliche Miteinander? Ich weiß nicht, ob mir mein Gegenüber wirklich zuhört, oder ob ich ihn derart langweile, dass er auf seinem Google Glass bereits YouTube aktiviert hat und lieber Katzenbabys beim Spielen zuguckt. Schlimmer noch: Ich weiß nicht, ob der merkwürdige Typ vom Nebentisch mich gerade beim Essen filmt.

So cool ich die Technologie auch finde und so gerne ich da mal mit spielen würde – ich glaube, dass es Google Glass bei weitem nicht nur ein positiver Fortschritt sein wird. Und die Nachteile werden weit größer sein als bei Smartphones. Bei Smartphones hat man zumindest noch die Chance, mitzubekommen, ob der Gegenüber bei der Sache ist oder ob man gefilmt oder fotografiert wird.

Und Apple?

Ach ja: Und dann ist da, wie sollte es anders sein, noch die Fraktion, die Schreit, dass Apple sein „Mojo“ verloren habe, weil Google die Nase jetzt vorn hat. Google hat ein Produkt angekündigt, das für den Großteil der Menschen schlicht zu teuer ist. Glass soll nämlich für „unter 1500 Dollar“ zu haben sein. Ein kurzfristiger bahnbrechender Erfolg wie Apple ihn mit dem iPhone hingelegt hat scheint mir völlig ausgeschlossen zu sein.

Selbst wenn Glass deutlich günstiger wäre, behaupte ich, dass der Markt dafür nicht sehr groß ist. Na klar, wenn man die Dinger dereinst für 10€ an jeder Ecke bekommt, wird jeder sich so ein Teil kaufen. Aber gehen wir mal von einem realistischen Preis in ein oder zwei Jahren von vielleicht 600-800€ aus. Also dem Preissegment, in dem sich heute die Smartphones der ersten Liga bewegen. Wer kauft dann ein Google Glass zusätzlich zu seinem Smartphone? Denn ohne Smartphone kann man mit dem Glass nicht online gehen. Und was ist wohl ein Google-Gerät ohne Internet wert? Genau.
Aber allein der Preis wird viele davon abhalten, einzusteigen und sich Glass auf die Nase zu setzen. Ganz unabhängig von dem oben beschriebenen Faktor „Unwohlsein“, die diese Technologie mit sich bringt.

Google Glass ist ein wahnsinnig spannendes Produkt für Nerds und Technikliebhaber. Apple Konzentriert sich auf den Massenmarkt, hat hier also nichts verpasst.

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Wann killt Apple den Kopfhörer-Anschluss

Ich habe mal kurz mit dem neuen iPod touch rumgespielt. Das Ding ist wirklich nochmals merklich dünner und leichter als das iPhone 5. Krass.

Hinterher kam mir ein Gedanke: Apple hat den alten Dock-Connector auch deshalb eingestampft, weil er eine weitere Miniaturisierung des iPhones verhindert hat. Er war ein limitierender Faktor und musste weg.

Der neue iPod touch ist kaum noch dicker als der Durchmesser des klassischen Kopfhöreranschlusses (3,5mm Klinke). Die Frage ist, ob der Kopfhöreranschluss damit der nächste limitierende Faktor in Sachen Dicke des iPod touch und damit früher oder später auch des iPhones ist und was Apple dann machen wird.

Der Aufschrei nach dem Wechsel vom Dock Connector auf den neuen Lightning-Anschluss war relativ groß. Wie groß würde er werden wenn Apple die Kopfhörerbuchse abschaffen würde? Und was käme danach? Ear Pods die über den Lightning-Anschluss verbunden werden? Was machen dann Leute, die eine separate Buchse brauchen, z.B. um das iPhone im Auto zu Laden und über den AUX-Eingang mit dem Autoradio zu verbinden? Oder wird der nächste Sprung uns direkt zu Bluetooth-only Ear Pods führen? Oder wird einfach eine kleinere Buchse verbaut und man muss für seine alten Ear Pods (oder sonstigen Ohr-/Kopfhörer) einen Adapter kaufen?

So oder so, die Tage der guten alten 3,5mm-Buchse scheinen gezählt zu sein.

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Apple ein Jahr nach Steve Jobs

5. Oktober 2012. Heute vor einem Jahr starb Steve Jobs. Anlass, um mal zurück zu blicken auf Apple im ersten Jahr nach Steve Jobs.

Viele hatten schon lange vor Steves Tod damit gerechnet, dass Apple mit einem Abschied des charismatischen Konzernlenkers eine Talfahrt antreten würde. Glücklicherweise ist genau das Gegenteil eingetreten. Nicht, dass das am Ableben Jobs‘ läge, aber vom 5.10.2011 bis zum 5.10.2012 hat sich der Börsenpreis für eine Apple-Aktie ziemlich genau verdoppelt. Apple lag in der Zwischenzeit, nämlich vor der Präsentation des iPhone 5, sogar noch besser, aber so ist das halt in der Technologie-Branche „buy on the rumor, sell on the news“. Der Einbruch nach der Vorstellung des neuen iPhones dürfte sich schlicht durch so genannte Mitnahmeeffekte erklären lassen, nicht durch die allseits kolportierte Enttäuschung über das iPhone 5.

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iPhone 5 und die Präsentation

Wenn jeder drüber schreibt, will ich auch drüber schreiben. 🙂

Das iPhone 5 ist da und es ist ein echt tolles Gerät geworden. Natürlich: ich hab’s noch nicht in der Hand gehabt und alles was über das Gerät zu sagen ist basiert entweder auf der Präsentation oder Berichten von Leuten, die es in der Hand gehabt haben.

Tim Cook

Zunächst aber zur Präsentation an sich. Man muss wirklich dankbar dafür sein, dass Tim Cook sehr schnell erkannt hat, dass er kein Steve Jobs ist. Er hat diese langweilige, fast einschläfernde Art zu reden. Er war halt vorher der Finanzheini von Apple und so wirkt er auch bis heute. Tim Cook ist die Personifizierung des Sparkassenangestelltenklischees.
Abgerundet wird dieses Bild von seinem gespielten Enthusiasmus. Nein, gespielt ist das falsche Wort. Tim Cook freut sich sicherlich wahnsinnig über Apples Erfolg und die neuen Produkte etc. pp. — aber eher so nach innen. Auf der Bühne muss er diese Begeisterung und Freude natürlich auch nach außen darstellen – und das misslingt.
Aber immerhin hatte er einen guten Joke. 2011 hatte Apple mit dem iPad einen Markanteil von über 60% und trotz der ganzen Veröffentlichungen der Konkurrenz ist dieser 2012 sogar noch gewachsen. Mit seinen knapp 70% Marktanteil macht Apple dabei über 90% des Tablet-Web-Traffics aus. Und Cook fragt zu Recht: was machen die ganzen anderen Tablets den lieben langen Tag? Und stellt die Vermutung an, dass sie vermutlich in irgendwelchen Regalen rumliegen. Netter Seitenhieb.

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Apple und die Zahlen in Produktnamen

Am 12.9. wird es so weit sein: Apple wird das neue iPhone präsentieren. Auf der Einladung zu dem Special Event prangt eine große 12 (für das Datum), die einen Schatten in Form einer 5 wirft – 5 für das neue iPhone.

Aber warum eigentlich fünf? Wer schnell mal nachzählt merkt, dass das kommende iPhone bereits das sechste Modell sein wird. 2007 fiel der Startschuss mit dem „iPhone“, es folgten iPhone 3G und iPhone 3GS und in den letzten beiden Jahren das iPhone 4 gefolgt vom iPhone 4S.

Der Sprung von „iPhone“ zu „iPhone 3G“ ist schnell erklärt: das wichtigste neue Feature war UMTS, was in den USA 3G heißt. Das nachfolgende Modell bot v.a. mehr Power, mehr Speed und wurde deshalb 3GS getauft.

So weit so gut. Dieser Logik folgend hätte das nächste Modell, das iPhone 4, LTE unterstützen müssen, was in den USA und inzwischen auch hier gerne mal 4G genannt wird.
Die bessere Idee ist es das iPhone 4 einfach 4 zu nennen. Denn es war seinerzeit ja auch das vierte Modell. Und sein Nachfolger, das iPhone 4S, ist eben eine gepimpte Version – mit S. S für Siri.

So gesehen und mit einem Bruch in der Begründung der Namensgebung kommt es dann eben doch hin, dass das nächste iPhone das iPhone der 5. Generation sein wird. Auch wenn man dafür das 3GS als „echte“ neue Version, das 4S jedoch nur als Zwischenschritt zählen müsste. Nun ja… auch bei Apple ist nicht immer alles perfekt.

Aber warum wir das neue iPhone nicht einfach „das neue iPhone“ heißen? Beim iPad hat Apple die Versionsnummer nach dem iPad 2 ja auch wieder einkassiert und nennt das aktuelle Modell eben schlicht „das neue iPad“.
Wenn etwas dran ist, an den Gerüchten um ein kleineres iPad, das iPad Mini heißen soll, etwas dran ist, dann wird das auch der Grund sein. Hätte Apple das aktuelle iPad iPad 3 getauft, stünde man im nächsten Jahr vor einem Problem: das dann nächste iPad hieße iPad 4 und das kleine? iPad Mini 2? Die Versionsnummer würde auf einen Unterschied von zwei Generationen zwischen den Modellen hinweisen. Das würde nicht funktionieren. 

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instantnavi – bau dein eigenes Navi für’s Smartphone

OK, das hier ist einfach großartig und großartig einfach. Die Leute von flinc (hier mein Artikel) haben ein neues Produkt(?) auf den Markt(?) geworfen: instantnavi.

Mit instantnavi kann man sich sein eigenes Navigationssystem für Smartphones bauen. OK, natürlich ist es nicht vergleichbar mit einem Navi von Navigon, TomTom und wie sie alle heißen. Es ist sehr zweckoptimiert und läuft vollständig im Browser.

Angenommen ihr plant eine Veranstaltung, zu dem Leute aus aller Welt oder zumindest von weiter Weg als aus eurer direkten Nachbarschaft erwartet werden – wie finden die den Veranstaltungsort?
Genau: sie scannen einen QR-Code und fahren los!

In instantnavi gibt man einen Zielort ein, gibt dem Ort einen „crazy name“ und wählt eine URL aus. Rechts von diesen Feldern sieht man bereits eine Vorschau des ganzen. Darunter findet man ein paar Navi-Elemente (Straßenname, noch zu fahrende Strecke, Ankunftzeit, …), die man dem eigenen Navi per Drag&Drop hinzufügen kann.

Nach einem klick auf „Creat & Save it“ bekommt man einen QR-Code ausgeworfen, den man einfach nur noch scannen muss, um zum Navi zu kommen (Pro-Tipp: evtl. hat eure Barcode-Scan-App nicht die nötigen Berechtigungen und ihr müsst das Navi im Browser öffnen. Eine Funktion dafür sollte jeder Barcode-Scanner haben).

Ich habe das gerade mal für das im August stattfindende BarCamp in Kiel gebastelt. Ausprobieren könnt ihr es über diesen Link oder über den nachstehenden Barcode.

Ja, instantnavi wird die Welt der Navigationsgeräte und -anwendungen nicht revolutionieren, aber ich halte es für weit mehr als nur ein cooles Spielzeug. Viel Spaß beim testen!

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