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Schlagwort: Apple

Apple Store Events. Geht hin!

Egal, ob ihr Apple mögt oder nicht. Egal, ob ihr Apple-Produkte mögt oder gar besitzt oder nicht. Wenn ihr in der Nähe eines Apple Stores wohnt, solltet ihr in regelmäßigen Abständen auf der Seite des jeweiligen Stores vorbeischauen. Eine Übersicht findet ihr unter apple.de/retail.

Warum ihr da vorbei schauen solltet? Weil Apple dort in unregelmäßigen Abständen diverse coole Events ankündigt. Neben den normalen Workshops etc., die Apple anbietet. Von Zeit zu Zeit holt Apple nämlich echte Stars in die Läden, um mit ihnen über ihr letztes Machwerk zu sprechen. In diesem Monat gibt es zum Beispiel noch zwei Leckerbissen im Berliner Apple Store. Am morgigen 20.11.2013 findet sich Jamie Oliver im Hauptstadt-Apple-Store ein. Fünf Tage später, am 25.11.2013, gibt sich Katie Melua die Ehre, um ihr aktuelles Album vorzustellen. Vor nicht allzu langer Zeit war Jamie Cullum zu Gast im Apple Store Hamburg (Jungfernstieg)… Wie gesagt: Ein Auge auf die Website zu haben kann sich lohnen. Besonders zumal der Eintritt kostenlos ist. Bei einigen Events muss man sich allerdings vorab einen Platz reservieren.

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Ich kaufe das iPhone 5s bei Apple statt bei der Telekom

Nicht mal mehr eine Woche, bis das iPhone 5S verfügbar sein wird. Als Redakteur bei der Mac Life und der daran angeschlossenen iPhone Life muss ich mir das natürlich schon rein aus Recherchegründen besorgen, ist klar.
Nun bin ich in der eigentlich komfortablen Situation, dass mein aktueller Telekom-Vertrag lange genug läuft, als dass ich ihn verlängern und so an ein „günstiges“ iPhone 5S kommen könnte. Dachte ich.

Aktuell habe ich den Tarif „Telekom Complete Mobil M (Festnetz) for Friends“ und zahle dafür etwa. Dieser Tarif bietet ein für meinen Geschmack etwas zu geringes Datenvolumen von 300MB, eine Flatrate ins Festnetz, 120 Freiminuten in alle anderen Netze, eine SMS-Flatrate und LTE mit bis zu 21,6MBit/s, sowie der HotSpot-Flatrate.

Wenn ich jetzt meinen Vertrag verlängere, kann ich zwischen dem „Telekom Complete Comfort S Friends mit Handy“ und dem „Telekom Complete Comfort M Friends mit Handy“ wählen. Bei dem M kann ich sogar noch zwischen zwei Varianten wählen. Bei der Standardversion kann ich zwischen einer kostenlosen Spotify-Flatrate oder 200MB mehr Volumen wählen. Bei der Plus-Variante kann ich stattdessen den Handypreis um 50% reduzieren. 
Der S bietet eine Flat ins T-Mobile-Netz, 100 Freiminuten, eine SMS-Flat und 500MB bis zu 16MBit/s und kostet etwa 35 Euro.
Der M bietet eine vollständige Telefon-Flat, eine SMS-Flat, 750MB bis zu 16MBit/s über LTE und die Hotspot-Flat für 50 Euro. 

Für ein iPhone 5c(!) sieht das dann so aus:

Tarif und Tarifoptionen 2013 09 15 09 52 48

Was mache ich nun? Der S kostet 5 Euro mehr, bietet mehr „Daten“, kein LTE und weniger Telefonie. Kosten/Nutzen-mäßig komme ich da gefühlt bei Null raus.
Der M kostet ganze 20 Euro pro Monat mehr und fällt allein deshalb schon raus.

Dann kommen noch die Kosten für das iPhone dazu. Hier im Beispiel ist es das 16GB 5c (eins mit 32GB kann ich nicht auswählen). Haben möchte ich das 32GB 5s. Gehen wir mal davon aus, dass mich das 200 Euro zusätzlich kosten würde, da das 5c 16GB bei Apple 599 Euro, das 5s mit 32GB 799 Euro kostet.

Somit kostet mich das Gesamtpaket über zwei Jahre im S-Tarif: 24 x 35 + 530 = 1370 Euro.
Wenn ich meinen Vertrag einfach laufen lasse und das iPhone bei Apple kaufe: 24 x 30 + 800 = 1520 Euro.
Es gibt also lediglich einen Unterschied von 150 Euro über 24 Monate, also 6,25 Euro pro Monat und ich habe den eigentlich für mich besseren Tarif. Dabei hat die letztere Option auch noch den Bonus, dass ich quasi jederzeit in einen anderen Tarif (oder zu Congstar) wechseln kann, wenn es ein besseres Angebot gibt. Und je näher ich an mein Vertragsende komme, desto wahrscheinlich wird ein „Wir wollen Sie als Kunden halten“-Angebot der Telekom.

Nun, da ich das hier im Blog diskutiert habe, weiß ich auch genau, was ich machen werde. Vielleicht hilft diese Berechnung ja sonst auch noch irgendjemandem weiter. 🙂

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Apple TV ist fast perfekt

Seit wenigen Tagen nenne ich einen Apple TV mein Eigen. Ich konnte mich nicht mehr länger wehren. Zu verlockend war die Option, endlich den in die Tage gekommenen Mac Mini zu verscherbeln und durch „das kleine Schwarze“ von Apple zu ersetzen.

Das Gerät ist fast perfekt. Filme aus dem iTunes Store leihen, Musik via iTunes Match abspielen, Filme und Serien über Watchever gucken und selbst Fotos aus der iCloud anzeigen ist kein Problem. Selbstverständlich funktioniert auch das Streaming von Inhalten vom Mac oder iPhone via AirPlay ohne Probleme. 
Hier eine Liste der Dinge, bei denen Apple noch nachbessern muss:

1. DLNA
Mittels DLNA kann ich Daten von meinem NAS direkt auf meinem Fernseher anzeigen. Nur hat der, wie jeder „Smart TV“, ein unsagbar hässliches Interface. Ich möchte es nicht benutzen! So lange ich aber keinen Weg habe, um direkt vom Apple TV an meine Filme und Serien auf dem NAS zu kommen, werde ich es jetzt benutzen müssen. Aber es widert mich an!
Ich kann verstehen, dass Apple auf „Home Sharing“ („Privatfreigabe“) besteht, was nur iTunes leisten kann. Es wird sicherlich an Verträgen mit wahlweise der Film- oder Musikindustrie liegen. Trotzdem: Das muss weg!

2. iTunes in der iCloud für Filme
Gibt’s in den USA und vielen anderen Ländern schon, hier noch nicht. Erbärmlich – aber auch nicht (allein) Apples Schuld. Ich will in iTunes gekaufte Filme/Serien erneut herunterladen können und nicht bis ans Ende aller Tage auf einer lokalen Festplatte archivieren müssen. Wie schön wäre es, wenn ich jetzt den von mir in iTunes gekauften Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ direkt vom Apple TV aus abspielen könnte? Stattdessen muss ich mein MacBook anmachen und den Film von dort aus via AirPlay streaming. Suboptimal.

3. Gebt mir Apps!
Es muss ja nicht mal ein so umfänglicher App Store wie für die iGeräte sein. Es würde mir ja schon reichen, wenn TV-Sender eine App auf den Apple TV schmeißen könnten, beziehungsweise mir dieses anbieten könnten. Mit einer ARD-, einer ZDF-App, sowie App-Angeboten der Fußball- und Handballbundesliga, beziehungsweise -Championsleague wäre ich persönlich ja eigentlich schon glücklich. Dann könnte ich nach der Kündigung meines T-Entertain-Vertrags auch gleich auf einen Vertrag bei KabelDeutschland verzichten. Ich weiß: Das Gros der oben aufgeführten Dinge gibt’s im Internet als kostenfreien/kostenpflichtigen Live-Stream. Aber ich will diese Inhalte nicht vom Mac oder iPhone streamen müssen. Es ist schön, dass das geht. Aber ich will eine komfortablere Lösung.

Das war’s eigentlich auch schon. Ziemlich wenig Gemecker über ein Produkt, dass immerhin den vollwertigen Mac an meinem Fernseher ersetzt, oder? 🙂

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Fernsehen 2014

Ich habe mich hier schon häufiger darüber ausgelassen, was ich alles Scheiße finde wenn es zum Thema TV/Filme/Video-Entertainment in der Gegenwart kommt. Ich habe mir jetzt mal ein paar Gedanken darüber gemacht, was ich vom „Fernsehen“ erwarte. Am liebsten 2014 schon. Denn alles, was ich hier beschreibe ist keine „rocket science“. Das ist alles schon jetzt machbar. Eigentlich schon seit ein paar Jahren.

1. Dumme Displays
Hört endlich mit diesen dämlichen „Smart TV“-Dingern auf. Eure Software ist hässlich und lahm. Niemand will das wirklich benutzen. Es ist allerhöchsten eins Notbehelf. Verkauft mir einfach wieder dumme Displays. Große Monitore. Sie sollen einen An-/Aus-Schalter, diverse Eingänge und ein Menü zur Anpassung der Darstellung (Helligkeit, Kontrast, …) und so weiter haben. Dann ist aber auch Schluss.
Dafür könnt ihr die Dinger gerne wieder etwas Dicker machen oder alternativ brauchbare externe Lautsprecher mit ins Paket legen. Oder legt Rabattkarten zu euren Fernsehern. „Kaufen Sie einen aktuellen LG-Fernseher und sichern Sie sich 30% Rabatt auf ein Bose-Soundsystem!“ – oder so ähnlich.

2. Apple TV
Wir brauchen kein „Smart“ im Fernseher, weil wir inzwischen „Smart“ in unseren Telefonen, Tablets und Computer haben. Genau deshalb wird Apple auch kein Fernsehgerät bauen sondern schön bei der kleinen, schwarzen Apple-TV-Box bleiben. Die muss allerdings gehörig aufgebohrt werden. Vor allem muss Apple hier endlich Apps zulassen, damit ich mir zum Beispiel die „ZDF neo“-App installieren und dann den Live-Stream aus dem Internet direkt über Apple TV auf meinem Fernseher gucken kann.
Das möge dann bitte für jeden TV-Sender gehen. Und zwar weltweit. Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, dass ich in Deutschland nicht HBO gucken können sollte. Aber dazu komme ich etwas später noch.
Darüber hinaus braucht Apple TV wieder eine Festplatte. Oder eine Anbindung an einen Cloud-Speicher (iCloud?) in dem ich aufgenommene TV-Sendungen speichern und idealerweise von überall aus ansehen kann. Außerdem möchte ich aufgenommene Inhalte anderen zur Verfügung stellen können. Von mir aus auch einem irgendwie limitierten Personenkreis. 

3. Private Sender bei Nicht-Live-Sendungen ohne Werbung gegen Bezahlung
Ich möchte bitte schön private Sender dafür bezahlen können, mir keine Werbung zu zeigen. Sie interessiert mich nämlich nicht. Und Produkte, die mein Filmvergnügen unterbrechen kaufe ich sogar extra nicht. Aus Protest. So albern das auch ist. Was spricht aber dagegen, dass mir beispielsweise Pro 7 vor jedem „Blockbuster“ kurz einblendet: „Dieser Film hat eine Spielzeit von 97 Minuten. Mit Werbung 120 Minuten. Klicken Sie jetzt auf Kaufen, um den Film für 1,99 Euro werbefrei zu genießen. Klicken Sie auf weiter, um den Film werbefinanziert zu sehen.“ Voll toll oder? Natürlich, bei Live-Sendungen wird so etwas schwierig, sehe ich ein. Hier müssen ja Zahler und Nichtzahler zur selben Zeit das selbe sehen. Aber vielleicht könnte man hier die Werbepausen effizienter nutzen. Wenn ich 1,99 Euro bezahlt habe, um das Champions-League-Finale werbefrei zu sehen, muss ich mir dann vielleicht nicht fünf Mal den selben Spot ansehen, sondern bekomme während andere Werbung sehen ein paar Spielszenen wiederholt. Vielleicht verbunden mit einer ausführlicheren Analyse.
Die Krönung ist dann das „No-Ads-Abo“. Hier bezahle ich dem ansonsten werbefinanzierten Sender meiner Wahl einen fixen Betrag von, sagen wir einfach mal, 9,99 Euro im Monat, um das komplette Programm ohne Werbung zu sehen.

4. Ansprechende Werbung (Targeting)
In Ermangelung eines primären weiblichen Geschlechtsorgans habe ich auch äußerst wenig Interesse an Hygiene- und Pflegeprodukte für diesen Körperbereich. Ich muss dafür nicht fünf Mal am Tag Werbung sehen. Ich werde dieses Produkt auch dann nicht kaufen, wenn mir ausschließlich dieser Werbespot gezeigt wird. Wenn ich TV über das Internet gucke, wohlmöglich in Verbindung mit meiner Apple-ID (oder irgendeinem sonstigen Konto), dann wissen die TV-Macher viel genauer, wer was wann guckt und können nicht nur das Programm entsprechend optimieren, sondern auch Werbung gezielter verkaufen. Ähnlich wie bei Facebook könnte dann RTL potenziellen Werbekunden anbieten: „Wir zeigen euren Spot für den neuen tollen Herrenrasierer mit 100 Klingen und Vibrations-Dingsi ausschließlich jenen Zuschauern, die angegeben haben, dass Sie a) männlich, b) zwischen 15 und 45 Jahren alt sind und c) die in einer Region wohnen, wo das Durchschnittseinkommen erwarten lässt, dass sie genug Geld haben, sich nicht einen Sack voll Einwegrasier beim Discounter kaufen zu müssen.“ 
Win-Win-Win: Werber zahlen nicht mehr dafür, dass die Spots blind gestreut werden. TV-Sender können verschiedene Preis-Modelle anbieten, je nach dem wie genau das Targeting vorgenommen wird. Und ich als Zuschauer sehe keine Spots mehr für Intimbereichs-Creme. 

5. US-Serien im günstigen Direkt-Abo
Warum zur Hölle kann ich 2013 noch nicht HBO Geld dafür geben, Game of Thrones sehen zu dürfen? Klar, HBO bekommt Geld von dem deutschen Privatsender, der die Rechte daran kauft. Dort sehe ich es dann aber erstens Ewigkeiten später als die Erstausstrahlung und laufe Gefahr mir vom „Internet“ alle Überraschungen kaputt machen zu lassen. Außerdem habe ich so in der Regel keine Wahl, die Serie(n) im Originalton zu gucken. Dafür müsste ich dann Sky kaufen und  „Atlantic HD“ dazu buchen. Da sieht man Serien zeitnah und auch im Originalton. Doof nur: 8 von 10 Serien die dort laufen interessieren mich nicht und ich möchte sie auch nicht mitbezahlen.
Also gucke ich Game of Thrones auf irgendwelchen Online-Videoportalen und HBO sieht keinen Cent von mir. Nicht mal indirekt, weil ich die Sendungen später ja nicht nochmals gucke. Also auf irgendeinem deutschen Sender. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass genug Leute ohne mit der Wimper zu zucken 1-2 Euro pro Game of Thrones-Folge zahlen würden, wenn Sie sie zeitgleich mit der oder direkt nach der Erstausstrahlung im US-Fernsehen in FullHD via Webstream sehen könnten. Gehen wir mal davon aus, dass HBO einen Preis von 1 Euro ansetzt und nur eine Million Menschen weltweit (das halte ich für wirklich nicht viel) ein Staffel-Abo abschließt. Dann sind das bei 12 Folgen 12 Millionen Euro extra. On top.

Ich erwarte, dass diese Punkte zügig in nächster Zeit Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Denn wie zuerst die Musikindustrie und jetzt die schreibende Zunft (der ich inzwischen ja auch angehöre), wird das Fernsehen in Bälde erkennen müssen, dass das alte Verdienstmodell ausgedient hat. Das Fernsehen muss sich neu erfinden. Und das sowohl technisch als auch inhaltlich. Ich jedenfalls habe meinem „Fernsehvertrag“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt (März 2014) gekündigt. Im Privatfernsehen kommt ohnehin nur noch Schrott und Raab (einige mögen da nicht unterscheiden – ich schon). Ich gucke also sowieso überwiegend ARD/ZDF und angeschlossene Sender. Die Ausnahmen zu dieser Regel bilden Pro 7 (bei Raab-Events) und RTL (bei Formel 1 und Klitschko-Kämpfen). Ich höre schon das Argument, dass im Privatfernsehen aber immer aktuelle Blockbuster gezeigt werden. Jo. Aber wie viele davon gucke ich so pro Monat? Einen, zwei wenn’s hochkommt. Für Fernsehen mit HD und allem Schischi zahlt man locker über 20 Euro im Monat. Dafür kann ich vier topaktuelle Filme bei iTunes und Konsorten leihen und dann ohne Werbung gucken. Ganz abgesehen von der inzwischen wirklich guten Auswahl (wenn auch längst nicht so aktuell wie „echtes Fernsehen“), die Watchever und Co bieten (9 Euro/Monat). 

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Apple und Social Media

Böse Zungen behaupten ja immer wieder, Apple würde das Internet nicht verstehen. Technisch natürlich schon aber inhaltlich eben nicht. Das aktuellste Beweisstück ist dabei meistens PiNG; Apples Versuch ein soziales Netzwerk rund um Musik und den eigenen iTunes Store aufzubauen. Apple scheiterte damit beinahe auf ganzer Linie. Ich persönlich mochte die Idee, aber irgendwie hat PiNG dann anscheinend nie die „kritische Masse“ an Nutzern erreicht, um wirklich zu funktionieren.

MIt iOS7 zeigt Apple, wie sehr sie daraus gelernt haben, und wie sehr sie das Web inzwischen auch inhaltlich verstehen. Bislang gibt es die Integration von Twitter, Facebook und irgendwie auch YouTube ins System. Flickr wird folgen. Auf der Keynote wurde kein Wort über Facebook verloren. Zumindest kein positives. Zur Sprache kam das neue „Big Blue“ lediglich im Zusammenhang mit der iCloud. In etwas über einem Jahr hätte iCloud 300 Millionen Nutzer gewonnen. Facebook habe dafür fünf Jahre gebraucht.

Ein sicheres Zeichen dafür, was Apple von Facebook hält. Facebook ist langweilig geworden. Da passiert nichts neues mehr. Von dort gehen keine Innovationen aus. Facebook ist auf dem absteigenden Ast, ein sterbendes Pferd von dem Apple jetzt absteigt. Man wird vermehrt auf spezialisierte social networks setzen. Eben wie Twitter für Nachrichten und Flickr für Fotos. Es würde mich persönlich nicht wundern, wenn Vine oder ähnliches für Videos, parallel zur YouTube-Integration, folgen würde.

Im Gegensatz zu Apple, dem beinahe ein Jahr lang nachgesagt wurde, sein „Mojo“ verloren zu haben, gehört Facebook inzwischen wirklich nicht mehr zu den coolen Kids. Natürlich: Die Nutzerzahlen sind nach wie vor stark. Aber Facebook ist langweilig geworden. Hätte Google sein Google+ besser aufgestellt, jetzt wäre wohl der geeignete Moment um anzugreifen.

Apple allerdings wird die Füße still halten und nicht erneut versuchen selbst auf diesem Gebiet Fuß zu fassen. Apple wird sich das schön von außen angucken und die potenziellen Sieger ins System integrieren und sie wieder fallen lassen, wenn „die Welt“ das auch tut. Vermutlich ist das das klügste, was man ihrer Stelle gerade tun kann.

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Die beste Keynote seit Jobs

Am vergangenen Montag war es mal wieder so weit: Apple lud die weltweite Entwicklergemeinde zur Konferenz nach San Francisco. Wer nicht vor Ort war konnte diesmal sogar live per Webstream teilnehmen.

Viel wurde Apple in den letzten Monaten vorgeworfen: Tim Cook sei kein „Leader“, Apple nicht mehr innovativ, und so weiter. Einige Vorwürfe waren durchaus berechtigt, andere ähnlich abstrus wie das Verhalten der Börsianer.

Ganz ab von den vielen Neuerungen, die präsentiert wurden, führte die diesjährige WWDC-Keynote vor allem zu einer Erkenntnis: Apple lebt. Und wie.
Tim Cook zeigte (im Rahmen seiner als Finanzmensch beschränkten Möglichkeiten) Emotionen. Immer dann, wenn er über Apple und Apples Mission sprach.

Craig Federighi, in Fachkreisen seit seinem ersten Auftritt als „Verpincher“ verrufen, lieferte eine unglaublich souveräne Präsentation mit diversen Gags, die allesamt funktionierten, ab.

Phil Schiller, der Keynote-Veteran, war der Stolz auf die neuen Produkte zu jederzeit anzumerken. Ausdruck fand dieser Stolz in einem trotzigen „Can’t innovate anymore, my ass“ am Ende der Vorstellung des neuen Mac Pro.

Und auch der mir bis dato völlig unbekannte Roger Rosner, der iWork in the Cloud präsentierte, und Eddy Cue, der für iTunes Radio viel zu wenig Zeit bekam, haben sich keine Blöße gegeben.

Es war mit Abstand die beste Keynote seit dem Ableben von Steve Jobs. Apple hat bewiesen, dass man in Cupertino sehr wohl noch am Puls der Zeit und der Zeit in manchen Fällen ein Stück voraus ist. Rückblickend ist zu sagen, dass Apple schwer von Jobs‘ Tod getroffen wurde. Nicht nur menschlich-emotional. Man hat sich aber nach der von Cook initiierten Umstrukturierung der Führungsetage offensichtlich gut neu zusammengefunden und ist bereit für neue Abenteuer. 

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Google Glass

Alle sind sich momentan einig: Das nächste „disruptive“ Produkt nach dem iPhone wird aus dem Hause Google kommen. Es handelt sich dabei um Glass. Ein Brillengestell mit integrierter Kamera und Display vor dem Auge, das mit eigenem Computer daher kommt und über eine Bluetooth-Verbindung die Datenflatrate des Handys mitbenutzt, um ins Internet zu kommen. Steuern lässt sich Glass über Sprache und später einmal sicherlich auch über Gesten.
Das klingt total toll und futuristisch und scheint auch gut zu funktionieren:

Aber irgendwie finde ich die Vorstellung merkwürdig 24/7 mit so einem Ding auf dem Kopf durch die Gegend zu laufen. Denn: Nur dann ist es ja wirklich sinnvoll. Wenn ich es nicht erst aus dem Etui aus dem Rucksack kramen muss, sondern per einfachem Sprachkommando starten kann.

Wollen wir das wirklich?

Aber was bedeutet das für das menschliche Miteinander? Ich weiß nicht, ob mir mein Gegenüber wirklich zuhört, oder ob ich ihn derart langweile, dass er auf seinem Google Glass bereits YouTube aktiviert hat und lieber Katzenbabys beim Spielen zuguckt. Schlimmer noch: Ich weiß nicht, ob der merkwürdige Typ vom Nebentisch mich gerade beim Essen filmt.

So cool ich die Technologie auch finde und so gerne ich da mal mit spielen würde – ich glaube, dass es Google Glass bei weitem nicht nur ein positiver Fortschritt sein wird. Und die Nachteile werden weit größer sein als bei Smartphones. Bei Smartphones hat man zumindest noch die Chance, mitzubekommen, ob der Gegenüber bei der Sache ist oder ob man gefilmt oder fotografiert wird.

Und Apple?

Ach ja: Und dann ist da, wie sollte es anders sein, noch die Fraktion, die Schreit, dass Apple sein „Mojo“ verloren habe, weil Google die Nase jetzt vorn hat. Google hat ein Produkt angekündigt, das für den Großteil der Menschen schlicht zu teuer ist. Glass soll nämlich für „unter 1500 Dollar“ zu haben sein. Ein kurzfristiger bahnbrechender Erfolg wie Apple ihn mit dem iPhone hingelegt hat scheint mir völlig ausgeschlossen zu sein.

Selbst wenn Glass deutlich günstiger wäre, behaupte ich, dass der Markt dafür nicht sehr groß ist. Na klar, wenn man die Dinger dereinst für 10€ an jeder Ecke bekommt, wird jeder sich so ein Teil kaufen. Aber gehen wir mal von einem realistischen Preis in ein oder zwei Jahren von vielleicht 600-800€ aus. Also dem Preissegment, in dem sich heute die Smartphones der ersten Liga bewegen. Wer kauft dann ein Google Glass zusätzlich zu seinem Smartphone? Denn ohne Smartphone kann man mit dem Glass nicht online gehen. Und was ist wohl ein Google-Gerät ohne Internet wert? Genau.
Aber allein der Preis wird viele davon abhalten, einzusteigen und sich Glass auf die Nase zu setzen. Ganz unabhängig von dem oben beschriebenen Faktor „Unwohlsein“, die diese Technologie mit sich bringt.

Google Glass ist ein wahnsinnig spannendes Produkt für Nerds und Technikliebhaber. Apple Konzentriert sich auf den Massenmarkt, hat hier also nichts verpasst.

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