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JEDES Windows-Programm auf dem Linux-Desktop

So sehr man auch Linux-Jünger ist: irgendein deppertes Programm, das es nur für Windows gibt, braucht man doch immer!
Mir stellt sich z.B. gerade das Problem, dass es die meiste OnlinePoker-Zusatzsoftware (z.B. Poker-Tracker) nur für Windows gibt. Aber jedes Mal, wenn ich ’ne Runde Poker mit Zusatzsoftware spielen will (die meisten OnlinePoker-Clients laufen ja mit WINE) Windows booten? Never! 🙂

VirtualBox beherrscht inzwischen einen Modus, der sich „seamless virtualization“ schimpft. Der Clou: man installiert ein vollwertiges Windows „virtuell“ auf seinem Linux, kann danach sämtlich in diesem Windows installierten Programme vom Linux-Desktop aus nutzen und muss dabei nicht mal, wie bislang üblich, den Windows-Desktop starten.
Man hat lediglich noch die Windows Taskbar auf dem Linux-Desktop.

Um das hinzubekommen muss man (unter (K)Ubuntu) erstmal die beiden wichtig(st)en VirtualBox-Pakete installieren:
virtualbox-ose
virtualbox-ose-modules-generic

Nach dem Start von VirtualBox legt man über einen Klick auf Neu (oben links) eine neue virtuelle Partition an. Meine ist „dynamisch wachsend“ und hat maximal 10GB.
Das Ganze sieht dann so aus wenn es fertig ist.


Sollte das CD-Laufwerk noch nicht erkannt worden sein, kann man die Integration per Klick auf den Eintrag aktivieren.

Dann nur noch die Windows-CD ins Laufwerk schmeißen, die VirtualBox starten (im linken Teilbildschirm) und die Windows-Installation startet.

Hat man die ewig lange und hässliche Windows-Installation überlebt sieht das Ganze dann so aus:

In genau diesem Fenster klickt man nun oben auf Geräte und dann auf „Gasterweiterungen installieren“ und lässt VirtualBox die benötigten Dateien runterladen.
Ist CD-Image runtergeladen startet nach einiger Zeit automatisch die Installation der Gasterweiterung.

Die Gasterweiterungen ermöglicht unter Anderem, dass die Maus nicht mehr „gefangen“ werden muss, um innerhalb der virtuellen Maschine operieren zu können. Man kann die Maus jetzt ohne vorher irgendetwas zu dürcken/klicken sowohl in Linux als auch in Windows nutzen.
Außerdem ermöglicht es die „seamless virtualization“ – da kommen wir gleich zu.
Natürlich muss man auch ein virtuelles Windows nach der Installation von was-auch-immer neu starten… 🙂

Jetzt verschiebt man nur noch schnell seine Windows-Taskleiste nach oben (falls man seine Linux-Taskleiste unten hat) und drückt STRG (rechts) + L, um in den seamless-Modus zu kommen.

Das sieht dann so aus:

Jetzt kann man bequem jedes gewünscht Programm über das Windows-Start-Menü starten. Auf dem Linux-Desktop.

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