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Ein Video zur Hochzeit. Ein cooles Geschenk.

Am vergangenen Wochenende wurde mir die Ehre zu Teil, Trauzeuge bei einer Hochzeit zu sein. Als solcher gewinnt man natürlich jede Menge an zusätzlicher Aufgaben. Vor allem was die Organisation der Festivitäten anbelangt. Deshalb habe ich mich in den letzten Wochen intensiver mit dem Thema beschäftigt und lange überlegt, was man nettes im Rahmen Hochzeitsfeier machen könnte. Gesucht wurde etwas, das über die üblichen Dia-Shows hinausgeht. Die sind zwar immer wieder unterhaltsam aber dennoch recht einfallslos.

Spannender wird das ganze schon mit einem Video. Denn Videos, respektive deren Erstellung sind für viele Menschen (selbst in meiner Generation) noch ein Buch mit mindestens sieben Siegeln. Umso beeindruckender wirkt so ein Video dann eben auch. Das Brautpaar besteht aus zwei recht unterschiedlichen aber dennoch zueinander passenden Charakteren und hat viele, viele Freunde, die nicht auf den Mund gefallen sind.
Während des Polterabends habe ich also immer mal wieder Anwesende in einen Raum abseits des Geschehens gezogen und dort mit ein paar Fragen zu den beiden baldigen Eheleuten konfrontiert und sie in die Kamera antworten lassen. Hinterher habe ich da ganze nett zusammengeschnitten. Et voilà!

Falls ihr so was auch mal für eine Feier (Geburtstage, Jubiläen, … gehen da ja auch) überlegt, hier ein paar Dinge, die ich dabei gelernt habe:

1. Ein Clip pro Person vs. Ein Clip pro Antwort
Ich habe mich zuerst gefragt, ob ich einfach auf Aufnahme drücke und dann das virtuelle Band laufen lasse, bis ich mit der jeweiligen Person fertig bin oder ob ich nach jeder Antwort einen Schnitt mache. Letzteres erleichtert die Nachbearbeitung, da man halt nicht jede Aufnahme in zig Teile zerlegen muss. Dafür ist aber auch die Chance groß, dass man am Ende eine lustige Äußerung oder Geste nicht mit aufnimmt. Ich habe mich also für Alternative A entschieden und bin damit gut gefahren.

2. Menschen können die Finger nicht von Dingen lassen
Auch nicht von Mikrofonen. Wenn du mit einem Ansteckmikrofon arbeitest oder der interviewten Person ein Mikro in die Hand drückst: Guck mehrfach nach, ob die Person das Mikrofon nicht zufällig ausgeschaltet hat!

3. Man kann gar nicht genug Speicher haben
Alte Weisheit, ich weiß. Aber trotzdem. Wenn du glaubst, deine 32GB SD-Karte wird schon reichen, pack lieber noch eine mindestens halb so große dazu ein. Du möchtest nicht am kleinen Kamera-Display entscheiden müssen, welche Clips du löschen kannst, um mehr Platz für neue Clips zu schaffen. Erst mal alles mitnehmen und später am Computer sortieren.

4. Gute Software ist unerlässlich
Wenn man einen modernen Mac hat und die Ansprüche nicht allzu hoch sind, ist iMovie wirklich ein gutes Werkzeug. Auch wenn es mit abstand die komplizierteste Apple-Software sein dürfte. Zumindest im Konsumenten-Bereich. Wenn du häufiger mit Videos arbeiten möchtest, lohnt sich der GAng in den Mac App Store und der Erwerb von Final Cut Pro X von Apple. Wenn du keinen Mac hast: Tough luck wie der Brite sagt. Von Windows-Tools habe ich keine Ahnung.

5. Testpublikum
Bevor du auf die Bühne gehst und dein Machwerk ankündigst und zeigst, such dir ein paar Freunde, denen du das Video vorab zeigst. Sie werden dir sagen, ob das Video zu lang ist (und damit irgendwann langweilig wird), ob bestimmte Personen zu häufig drin vorkommen oder ob das Video sonstige “Fehler” aufweist.

6. Hab das Video auf verschiedenen Medien dabei
Man weiß nie, was so alles passiert. Der Beamer hat keinen HDMI-Eingang, du hast aber deinen DVI-Adapter für den Mac vergessen. Der Beamer ist kaputt. Ach, man kann sich gar nicht ausdenken, was alles schief laufen kann. Ich hatte bei meiner Präsentation diverse Backups parat. Neben den Original-Dateien auf meinem Mac hatte ich die gleichen Datei als Kopie auf einem USB-Stick und einer DVD (ja, wirklich!) dabei. Außerdem lagen die Videos noch in meiner Dropbox und (als “privat” markiert) auf YouTube und Vimeo. Overkill? Vielleicht ein bisschen. Aber es hätten schon eine Menge sehr abstruser Zufälle zusammen kommen müssen, damit der Video-Part ausgefallen wäre. Better to be safe than sorry!

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2 Comments

  1. jedes einzelne Wort und jeder einzelne Gedanke in deinem Text ist mir durch den Kopf gegangen, kurz bevor ich deinen Blog gefunden habe…aber das eine oder andere habe ich trotzdem mitnehmen können:)…danke dafür:)

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