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BarCamp Kiel 2013

Jetzt ist fast schon wieder eine Woche her, das Barcamp Kiel 2013. Zum vierten Mal durfte ich Teil des Organisationsteams sein, zum vierten Mal hat uns das Wissenschaftszentrum Kiel aufgenommen und zum vieren Mal wurden fast all meine Erwartungen übertroffen.

Zunächst einmal waren noch mehr Leute da als im letzten Jahr, was schon mal ein gutes Zeichen dafür ist, dass wir in der Vergangenheit nicht so wahnsinnig viel verkehrt gemacht haben. Aber vielleicht hat sich ja auch bloß rumgesprochen, dass es immer (gutes) Essen und T-Shirts gibt, so dass keiner hungrig oder gar nackt bleiben muss. 🙂

Auch von den Sessions war ich dieses Jahr sehr angetan. Natürlich kann man immer nur einen Bruchteil der angebotenen Sessions besuchen – und als Mitglied des Orga-Teams sogar noch weniger – aber ich hatte den Eindruck, dass die meisten Sessions sehr gewinnbringend für die Beteiligten waren. Außerdem gab es dieses Jahr eine schöne Mischung aller möglichen Themen rund um den Kern „IT und Internet“.

Persönlich besonders beeindruckt haben mich die Sessions der Kieler Nachrichten. Ich lasse seit Jahren keine Chance aus, auf den KN rumzuhacken, weil die in meinen Augen sowohl on- als auch offline, sowohl in Print als auch digital, jede Menge verkehrt machen; weshalb ich auch seit Jahren schon kein Kunde mehr bin. In diesen zwei Sessions, in denen die anwesenden KN-Mitarbeiter sehr deutlich gemacht haben, dass sie sehr wohl wissen, was gerade alles falsch läuft und es in naher Zukunft besser machen wollen, hat man mich immerhin wieder dahin gebracht, dass ich die KN jetzt grundsätzlich wieder lesen und unterstützen möchte. Wenn denn die aktuell als „ePaper“ verkaufte Krankheit durch etwas vernünftiges ersetzt worden ist, bin ich wieder mit an Bord. Versprochen.

Überhaupt: Ich selbst arbeite ja nun auch schon bald ein Jahr in einem Verlag und fand es sehr erbauend zu sehen, dass so viele Menschen derart leidenschaftlich über die KN diskutiert haben. Menschen wollen eben tatsächlich Qualitätsjournalismus (nur muss er dann auch wirklich qualitativ hochwertig sein und sich nicht nur so nennen) und sind dann auch bereit dafür zu bezahlen. Sogar im Internet. Verrückt.

Darüber hinaus hatte ich den Eindruck, dass in diesem Jahr noch mehr miteinander geredet wurde. Selten habe ich jemanden gesehen, der mehr als ein paar Minuten am Stück in seinen Laptop oder sein Smartphone starrt. „Networking“ stand für viele recht hoch auf der Tagesordnung – und das ist gut so. 

Den persönlich größten Nutzen habe ich aus der Podcasting-Session gezogen. Dort fand ich Gleichgesinnte, die eigentlich auch gerne mal podcasten würden aber, ähnlich wie ich, an dem eigenen Qualitätsanspruch an das Equipment, beziehungsweise die technische Qualität der Aufnahmen scheitern. Wer weiß, vielleicht erwächst aus dieser Session ja ein Kieler Podcast-Cluster, in dem gute Geräte gemeinschaftliche angeschafft werden…

Nicht nur weil es zum guten Ton gehört, sondern weil ich ihnen wirklich dankbar dafür bin, dass sie das BarCamp Kiel ermöglichen möchte ich mich auch hier noch ein mal bei allen Sponsoren aufrichtig und sehr herzlich bedanken. Namentlich sind das ADDIX, die c’t, Dirks & Diercks, DiWiSH, immowelt.de, die Kieler Nachrichten, KielNET, New Communication, Nitor, Orion, simyo, Vater und weluse.

PS: Im nächsten Jahr, sollte es eine fünfte Auflage geben, werden Internet-Anbindung und WLAN-Abdeckung bestimmt noch besser. 🙂

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