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Monat: Januar 2014

Spotify ist immer noch nicht gut genug

Ich stand bis heute Morgen vor der Wahl eines neuen Tarifs bei meinem Mobilfunkanbieter, Telekom/T-Mobile. In dem Tarif, für den ich mich am Ende entschieden habe, habe ich die Wahl zwischen einer Spotify-Flat und zusätzlichen 200MB mtl. Datenvolumen. Aus politischer Sicht bin ich natürlich ein Gegner der Spotify-Flat. Aber ich wollte mir dennoch angucken, ob das grundsätzlich für mich taugen würde. Schließlich hat man auf so einem iPhone _immer_ zu wenig Speicherplatz und wenn ich keine Musik mehr drauf spielen müsste, weil ich immer alles aus der Cloud streamen könnte, ohne nach vier Tagen in die Volumen-Grenze zu rennen, wäre mir tatsächlich geholfen.

Ich höre meist sehr gezielt Musik, lasse also z.B. Spotify oder auch iTunes nicht einfach dudeln. In iTunes habe ich einen Ordner, der “The Best” heißt. Darin befinden sich Playlisten mit meinen persönlichen Best-Ofs der folgenden Künstler: U2, Tomte, Thees Uhlmann, Rolling Stones, Scrubs (Soundtracks), R.E.M., Oasis, Nirvana, Michael Jackson, Matchbox 20, Kettcar, Joss Stone, Jonathan Coulton, Glee (Ja!), Foo Fighters, Alanis Morissette, The Beatles, Fury in the Slaughterhouse und Bob Dylan.

Hier eine Auflistung mit Anzahl der Songs und der Anzahl der Songs, die es davon bei Spotify nicht gibt (absolut und relativ).

Interpret Songs Songs nicht in Spotify Prozentual
U2 25 5 20
Tomte/Thees Uhlmann 23 5 22
Rolling Stones 49 8 16
Scrubs 45 14 31
R.E.M. 46 0 0
Oasis 43 6 14
Nirvana 19 19 0
Michael Jackson 89 20 22
Matchbox 20 18 1 6
Kettcar 30 7 23
Joss Stone 22 0 0
Jonathan Coulton 25 3 12
Glee 31 17 55
Foo Fighters 15 2 13
Alanis Morissette 21 2 9
The Beatles 75 75 100
Fury in the Slaughterhouse 37 9 24
Bob Dylan 23 0 0
TOTAL 636 193 30

Diese Tabelle zeigt meines Erachtens recht eindrucksvoll, weswegen Spotify auch 2014 keine Lösung für mich sein kann. Bei einem Querschnitt durch recht verschiedene Musik-Stile und sehr unterschiedliche Künstler mit über 600 Songs, hat Spotify (gerundete) 30 Prozent nicht im Angebot. In plastischeren Zahlen heißt das, dass Spotify ungefähr einen von drei Songs, die ich hören möchte, nicht liefern kann.

Da nehme ich doch lieber die zusätzlichen 200MB und „notfalls“ Musik, die ich hören möchte aber nicht dabei habe, via iTunes Match aus der iCloud.

Habt ihr ähnliche oder ganz andere Erfahrung mit Spotify gemacht?

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Youtube-Videos per Kommandozeile laden

Moin moin.

Ich stehe häufiger mal vor dem Problem, ein Video von Youtube auch offline verfügbar haben zu wollen. Sei es, um es mir in Ruhe unterwegs anzugucken, ohne mein Mobilfunkdatenfreivolumen angehen zu müssen, oder um es (natürlich für rein private Zwecke) weiter zu verarbeiten.

Es gibt diverse komische Websites, die da einen Dienst für anbieten. Es gibt diverse Browser-Plugins und -Extensions, die mal besser, mal schlechter funktionieren. Und es gibt kaufbare Programme für beinahe jedes System, die einem diese Aufgabe abnehmen.

Letzte Nacht bin ich auf ein kleines, freies Kommandozeilen-Tool aufmerksam gemacht worden, das alles tut, was man sich so wünschen kann: Youtube-dl. Das Tool kommt mit einer zwei Schritte langen Installations-Anleitungen. Alles andere erfährt man wie üblich durch ein simples “youtube-dl —help” auf der Kommandozeile. Das Tool kann dabei nicht nur Videos runterladen, sondern diese auch direkt in ein gewünschtes Format konvertieren (falls ffmpeg o.ä. installiert ist) oder die Audio-Spur extrahieren.

Leider steht man vor dem selben Problem, wie im Browser auch: Videos mit “GEMA-Sperre” funktionieren nicht. Da muss man sich dann einen Proxy-Server ergooglen und diesen mit —proxy in den Download-Befehl integrieren.

Viel Spaß.

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London in Zeiten von Paranoia

Ich liebe London. Am Dienstag hatte ich mal wieder das Glück, die englische Hauptstadt besuchen zu dürfen.
Was mir dabei sehr sauer aufgestoßen ist, ist die irre Paranoia, die die Briten anscheinend haben.

Nicht nur, dass das UK nicht Mitglied des Schengenraums ist, weshalb ich mich auf dem Trip ungefähr 100 Mal ausweisen musste. Auch CCTV bereitet mir Unbehagen. CCTV beginnt übrigens schon beim Einsteigen in die Maschinen von British Airways.

Im krassen Kontrast dazu steht die Freundlichkeit der Londoner. Auch und besonders mir als fremdem gegenüber. Mein Englisch ist zwar recht gut, aber ein Brite merkt vermutlich trotzdem nach 10 Sekunden „Das ist keiner von uns“.

Lesen ausgewanderte Londoner oder regelmäßige Besucher und Kenner der Stadt und der Leute meine Texte? Kann mir jemand erklären, woher diese Paranoia kommt? Alles IRA-Überbleibsel? Oder weil Bush gesagt hat, dass alle böse sind und Blair genickt hat?

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Warum hilft mir meine Krankenkasse nicht bei der Ärztwahl?

Ich bin seit Geburt bei ein und der selben Krankenkasse versichert. Vor allem, weil ich dort Verwandtschaft habe und es kann schließlich nie schaden, wenn man jemanden bei so einem Verein kennt. In letzter Zeit werde ich aber immer unzufriedener mit meiner Krankenkasse. Wechseln lohnt sich allerdings nicht, da es bei keiner anderen Krankenkasse besser wäre. Dabei geht es mir gar nicht mal um die alberne neue Gesundheitskarte. Sondern um ein Service-Problem.

Ich bin selten krank. Sehr selten. Deswegen habe ich praktisch keine Stammärzte. Wenn ich mal krank bin, weiß ich nicht wo ich hingehen soll. Mit den Empfehlungen von Freunden und Bekannten habe ich eher negative Erfahrungen gemacht. Vermutlich, weil ich keinen einfühlsamen, lieben und netten Onkel Doktor will, sondern einen, der kurz und bündig ansagt was Phase und was zu tun ist.

Wie gut wäre es, wenn ich bei meiner Krankenkasse anrufen und mir einen Arzt empfehlen lassen könnte? Vor über einem Jahr hielt ich die Behandlung durch meinen Zahnarzt für falsch und wollte eine zweite Meinung einholen. Nur wo geht man hin? Google zeigt einem ungefähr eine Millionen Zahnärzte im Stadtgebiet. Wie soll ich einschätzen können, welcher gut ist und um welchen man lieber einen Bogen machen sollte? Soll ich die etwa alle durchprobieren?

Die Krankenkasse hätte eigentlich alle Daten, um eine Empfehlung auszusprechen. Anhand der Abrechnungen sieht die Krankenkasse: Patienten von Zahnarzt A suchen sich im Durchschnitt nach spätestens zwei Jahren einen neuen Zahnarzt. Wenn das einer macht ist das nicht aussagekräftig. Wenn das aber jeder dritter Patient von Zahnarzt A tut, dann ist das ein Wert, über den man mal nachdenken kann.
Die Krankenkasse weiß ebenfalls, ob Zahnarzt B noch mit Vorkriegswerkzeugen arbeitet oder hochmoderne Lasertechnik verwendet.

Letzten Endes ist es mir jedoch fast egal, worauf die Empfehlung für einen Arzt beruht. Meinethalben könnten das auch irgendwelche Deals zwischen Arzt und Krankenkasse sein. Hauptsache meine Krankenkasse, der ich jedes Jahr hunderte, tausende von Euros vor die Füße werfe, hilft mir irgendwie. Aktuell ist meine Krankenkasse in meinen Augen lediglich eine Geldumverteilungs-Organisation. Vermutlich könnte man das vollautomatisiert und staatlich regeln.

Mir ist bekannt, weshalb das aktuell so gehandhabt wird, wie es gehandhabt wird. Es gibt Gesetze, es gibt eine Ärztekammer, die vermutlich gegen eine Krankenkasse als Empfehlungs-Apparat Sturm laufen würde. Das ist mir als Patient aber völlig egal. Ich wünsche mir mehr Beratung bei der Ärztewahl. Und das es aktuell genau keine Hilfestellung durch meine Krankenkasse bei einer Entscheidung, vor der ich spätestens wenn ich auf der Suche nach einem Spezialisten bin völlig hilflos stehe, gibt, das prangere ich an!

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Der ultimative Silvester-Tipp: Outdoor-Whirlpool

Ja, ja, etwas spät. Vorher ging aber nicht. Ich musste es schließlich erst selbst ausprobieren.
Du möchtest von 2014 ultimativ entspannt in 2015 rein feiern? Miete dir ein Urlaubs-Haus in Dänemark (oder Schweden, oder sonst irgendwo) und achte darauf, dass es einen Outdoor-Whirlpool hat. Nimm dir hinreichend viel alkoholische Getränke mit und leg dich mit deinen besten Freunden ab 23:00 in den 35 Grad warmen Pool. Egal ob’s regnet oder schneit. Eigentlich ist das sogar noch besser als trockenes Wetter. 🙂

Ich jedenfalls habe noch nie entspannter und lustiger in das neue Jahr gefeiert. Probier’s aus. 🙂

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