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Monat: Oktober 2013

Mit dem Canon MX310 ohne Tinte scannen

Ja, der Titel mag etwas verwirrend erscheinen, ist er aber nicht. Ich bin seit Jahren Besitzer eines Multifunktionsgeräts Namens “MX 310” von Canon. Dieses Gerät nutze ich seit Jahren nur noch als Scanner. Ich weiß tatsächlich nicht, wann ich damit zum letzten Mal gedruckt habe.

Heute wollte ich mal wieder ein paar Rechnungen einscannen. Der MX 310 hat dabei allerdings den Dienst verweigert, weil die Tintepatrone leer war (tatsächlich war sie noch halb voll, aber eingetrocknet). Kannste dir nicht ausdenken. Handbuch und Hersteller-Website schweigen sich zu dem Thema aus. Keine Tinte, kein Scan. Ein Wahnsinn.

Ein wenig Recherche unter Einbezug der Schwester-, Vorgänger- und Nachfolgemodelle brachte mich dann endlich auf den richtigen Trick. Wenn euer Canon-Gerät sich einmal ähnlich verhalten sollte haltet Ausschau nach einer Taste mit einem roten Symbol. Bei mir findet sich diese Taste ganz rechts außen auf dem Bedienfeld des Druckers. Das Symbol ist ein Ring in dem sich ein auf der Spitze stehendes Dreieck befindet. Diese haltet ihr gedrückt. Handgestoppte 7 Sekunden. Dann springt das Canon-Multifunktionsgerät in den “Tinte ist mir egal”-Modus und ihr könnt wieder scannen.

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Router-Zwang. Und wer bezahlt den Strom?

Immer mehr Internet-Anbietern möchten ihren Nutzern einen bestimmten Router aufzwingen.Häufig ist dieser Bestandteil des Gesamtpakets, häufig muss er, zum Beispiel bei der Telekom, extra hinzugebucht werden.

Der Router-Zwang bedeutet praktisch, dass das Netz des Anbieters nicht an der Telefon-Dose, sondern einen schritt später, am Router endet. Das wird gleich noch wichtig. Zunächst einmal die Grundlagen: Nach Gesetzeslage dürfen Internet-Anbieter ihre Kunden daran hindern, eigene Router einzusetzen. Faktisch geschieht dies dadurch, dass die DSL-Einwahldaten geheim gehalten werden. Ich glaube wir Nutzer sind uns einig, dass das reine Schikane ist.

Und was hilft gegen Getrolle? Gegengetrolle! Könnte man dem Zwangs-Router-Anbieter da gegebenenfalls eine Rechnung für Stromkosten stellen? Immerhin betreibt man dann sein Gerät in der eigenen Wohnung über den privaten Stromanschluss. Und ganz bestimmt würde man einen Router finden, der weniger Strom verbraucht als das Gerät des Providers. Da könnte man zumindest die Differenz in Rechnung stellen. Vielleicht kommt man dabei nicht gerade zu größerem Reichtum. Vermutlich spielt sich der “Gewinn” im einstelligen Eurobereich ab. Aber darum geht es ja nicht, richtig?

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Container-Schiffe fernsteuern

Im Zuge von immer weiter fortschreitender Internetisierung von Dingen habe ich irgendwann vor einem oder zwei Jahren aus einer Bierlaune heraus mal gesagt, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis „die“ Schiffe fernsteuern.

Entsprechend wenig überrascht aber doch irritiert war ich dann, als ich am Mittwoch las, dass genau das nun möglich ist. AIS, das System zur Identifizierung und Ortung von Schiffen ist offenbar erfolgreich gehackt worden. Nun ist es nicht so, dass man darüber unmittelbar jedes Schiff fernlenken könnte. Aber man kann anscheinend Positionen manipulieren und Hindernisse erfinden. Und das mit Gerätschaften, die für ein vertretbares Hobby-Budget von ca. 200 Euro zu haben sind.

Gut, Schiffe von ihrem Kurs abbringen ist nun nichts, was man wirklich Hobby-mäßig betreiben möchte. Nicht, als Mensch mit gesundem Menschenverstand zum Beispiel. Aber vielleicht hilft es ja dem einen Unternehmen, dem anderen Unternehmen virtuelle Steine (read: Eisberge) in den Weg zu legen, so dass deren Schiffe entsprechend ausweichen und es so zu einer Verlängerung der eigentlichen Route kommt. Denn Zeit ist Geld. Wenn man das oft genug macht und es schafft, sich selbst gegen solche Manipulationen abzusichern, führt das vielleicht zu mehr Aufträgen für einen selbst und zu weniger Aufträgen für die augenscheinlich unzuverlässigere Firma…

Es bleibt spannend.

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Das Netz in die eigene Hand nehmen

Der regelmäßige Leser dieses Blogs wird sich in den vergangenen Tagen über den einen oder anderen Ausfall, den einen oder anderen Schluckauf und das momentan noch „kaputte“ Standard-Design gewundert haben, beziehungsweise das noch immer tun.
Das lag und liegt daran, dass ich mich entschieden habe, das Web wieder die eigene Hand zu nehmen. Ich bin bei weitem nicht der erste, der predigt, dass wir nicht nur im Lichte des NSA-Skandals, sondern auch vor dem Hintergrund der Wahrung der Netzneutralität wieder mehr selbst machen müssen. Ebenfalls nicht der erste, aber einer der lautesten Rufer ist Sascha Lobo, der bei seinem Vortrag auf der Republica 2013 (siehe Video unten) Reclaim.fm vorstellte.

Reclaim.fm scheint leider eingeschlafen zu sein, obwohl es ein wahnsinnig cooles Projekt ist. Schade.

Stück für Stück, werde ich jetzt auch ohne dieses Projekt alles auf einen eigenen Server umziehen. Basis für das Unterfangen ist ein virtueller Server bei Strato, den es dort bereits ab 8 Euro im Monat gibt. In einem ersten Schritt ist die Website schacknetz.de bereits dorthin umgezogen. Das ging recht problemfrei – es ist allerdings auch nicht das erste Mal, dass ich einen/meinen eigenen Webserver betreibe.

Schritt zwei wird, zumindest für persönliche Daten, weg von Dropbox führen. Als Alternative dazu wird OwnCloud auf meinem Server laufen. Installiert ist es schon mal. Das war mit etwas Gebastel verbunden, scheint jetzt aber stabil zu laufen.

Schritt drei wird weg von der iCloud führen. Zumindest für die Verwaltung von Kalendern und Kontakten. Dafür zum Einsatz kommen wird Baikal, das jetzt bereits schon parallel zur iCloud im Betrieb ist.

Schritt vier ist der größte und komplexeste Schritt, nämlich der weg von Google Mail, beziehungsweise Google Apps. Als Mailer wird Postfix fungieren. Einfach weil es solide, gut abgehangene Software ist und standardmäßig auf den Strato vServer vorinstalliert ist (wenn man Ubuntu + Plesk bei der Einrichtung wählt). Als Webmailer soll Roundcube laufen. Einfach, weil’s hübscher als vieles andere ist. 🙂

Im fünften Schritt möchte ich so etwas wie Reclaim.fm nachbauen, also all meine Social-Media-Aktivitäten auf schacknetz.de abbilden und archivieren.

Mal schau’n, wie das so wird. 🙂

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