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Monat: Januar 2013

„Hobbit Hanukkah“ und „Kiss the Elf“

Einer meiner Lieblingspodcasts ist „The Incomparable„, der auf Dan Benjamins 5by5-Podcast-Network läuft. Der nominelle Moderator ist Jason Snell, der Apple-Fans nicht unbekannt sein sollte.

In „The Incomparable“ schart Jason regelmäßig andere Nerds und Spezialexperten um sich und diskutiert (meistens) nerdige Themen – oder „gewöhnliche“ Themen mit nerdigem Tiefgang und Präzision. Besondres immer dann, wenn John Siracusa oder Andy Ihnatko anwesend sind.

Nun, da der Hobbit-Film von fast jedem gesehen wurde, haben sich die drei, verstärkt durch Dan Moren und Glenn Fleishman, zusammen gesetzt, um die „Der Herr der Ringe“-Filme zu diskutieren. Herausgekommen ist dabei ein Zweiteiler, dessen erste Folge „Hobbit Hanukkah“ und dessen zweite Folge „Kiss the Elf“ getauft wurde.

Ich will inhaltlich nichts vorweg nehmen – aber es geht auch um eine der großen Streitfragen unserer Zeit: „[…] is Yoda better than Gollum?“. 🙂

Wer die Bücher und/oder die Filme mag, sollte sich die Podcasts-Episoden auf jeden Fall mal anhören.

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Kind der 90er – Toller Microsoft-Spot

Ich war nie ein Freund der Firma Microsoft. OK, Tastaturen und Mäuse aus Redmond habe ich immer gemocht. Die Software nur in Ausnahmefällen. Ein ganz besonders Hassobjekt für mich war immer der Internet Explorer. Nicht nur, dass die Software an sich schon immer kaputt war, sie hat auch das Internet „kaputt“ dargestellt. Da aber „alle“ den IE verwendeten, haben sich Webdesigner jahrelang dem gebeugt, was der IE diktierte und so jahrelang eigentlich kaputte Website gebaut, nur damit der IE sie korrekt darstellt.

Diese Zeiten sind längst vorbei. Der IE gibt nicht mehr den Takt vor, wurde dafür aber stark verbessert.

Und deshalb präsentiere ich hier um lieber den neuen Microsoft-Spot zum Internet Explorer „Child of the 90s“.

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MEGA ist gestartet, aber Kim Schmitz kein Held

MEGA ist endlich online. Und MEGA ist ein wirklich gutes Produkt. Schon in der Gratis-Version erhält man bei dem Cloud-Speicher 50GB zur freien Nutzung. MEGA setzt dabei auf Verschlüsselung an allen Ecken und Enden. Die Daten liegen verschlüsselt in der Cloud, der Transfer in die und aus der Cloud werden verschlüsselt und zur Weitergabe der Daten wird ebenfalls ein Schlüssel generiert. Anders als bei Dropbox und Konsorten liegen die Schlüssel dabei nicht in Händen der anbietenden Firma. So sind nicht nur die Nutzer optimal geschützt, auch Betreiber Kim Dotcom schützt sich dadurch: Er kann glaubhaft erklären, dass er keinen Einblick darin hat, was seine Nutzer mit ihrem Speicherplatz so treiben. Eine ähnliche Aktion wie gegen den Vorgänger Megaupload scheint ausgeschlossen.

Wer ist Dotcom?

Ja, es ist ein Stück weit bewundernswert, wie sich Kim Dotcom gegen die Verfolgungsbehörden stemmt. Ja, MEGA kann wirklich einiges verändern. Nicht vergessen sollte man dabei aber, wer Dotcom eigentlich ist.

Wer nach seinem Geburtsnamen Kim Schmitz oder seinem ehemaligen Pseudonym Kimble googlet, erfährt schnell zwei Dinge: Kim Schmitz ist erstens Kieler und zweitens wahrlich kein unbeschriebenes Blatt. In der Wikipedia wird seine Karriere so zusammengefasst:

„Kim Schmitz, auch Kim Dotcom oder Kimble (* 21. Januar 1974 in Kiel), ist ein in Neuseeland lebender Internetunternehmer mit deutscher und finnischer Staatsbürgerschaft,[1] der mehrfach wegen Insiderhandels sowie Betrugs, (Banden-)Hehlerei, Datenausspähung und Computermanipulation verurteilt wurde.[2][3] Ein Strafverfahren wegen mutmaßlicher Copyrightverletzungen seiner Firma Megaupload ist anhängig.“

Gleich mehrfach hat er Daten seiner Nutzer „mitgeschnitten“ und davon profitiert. Beziehungsweise seinen eigenen Kopf aus der Schlinge gezogen, in dem er Daten über die Schwarzkopie- (Warez) und Kreditkartenszene an die Ermittler weitergab. Danach arbeitete er mit dem zwielichtigen Rechtsanswalt Günter Freiherr von Gravenreuth zusammen.

Diejenigen, die ihn und seinen Dienst hochjubeln, sollten das alles nicht vergessen.

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Wird Apples Aktienkurs künstlich niedrig gehalten?

Durch die englischsprachigen Technik-Blogs wanderte gestern ein Artikel von Joe Springer, der in deutschen Blogs fast gar keinen Widerhall fand.

Springer beschäftigte sich mit der Frage, weshalb Apples Aktienkurs zuletzt so auf Talfahrt und fand heraus: Er sieht die Schuld bei institutionellen Anlegern und so genannten „call options“ oder Aktien-Optionen.

Was sind Aktien-Optionen eigentlich? Bei Aktien-Optionen wettet man auf den Wert einer Aktie in relativ ferner Zukunft. Man kauft dabei keine Aktien, sondern für eine festgelegte Gebühr das Recht darauf am Fälligkeitstag die tatsächliche Aktie für den beim Optionskauf festgeschriebenen Betrag zu erstehen.

Die Kunden gewinnen wenn am Tag X der Börsenkurs über diesem Betrag liegt, die „Bank“ gewinnt wenn der Brösenkurs am Tag X unter diesem Betrag liegt. Ganz einfach eigentlich. Institutionelle Anleger haben somit natürlich ein enormes Interesse daran, den Kurs so weit wie möglich zu drücken.
Bei der Apple-Aktie, deren Kurs seit Jahren enorm auf Gerüchte reagiert, ist das vermutlich sogar einfacher als bei anderen Aktien.

Apple reduziert Display-Bestellungen wegen schlechter Verkaufszahlen. Wirklich?

In diesem Kontext könnte auch die Nachricht, dass Apple die Bestellungen für iPhone-5-Displays halbiert hätte, stehen. Eine Nachricht, die vollkommen losgelöst von Fakten ist wenn man ein mal genauer hinsieht. Es nämlich genug andere mögliche Gründe als schwache Verkaufszahlen des iPhone 5. Zum Einen ist das traditionell starke Weihnachts-Quartal, das auch das Veröffentlichungsquartal des iPhone 5 war, vorbei. Apple hat die neuen Telefone erst seit Kurzem als „Sofort Lieferbar“ im Online-Store, scheint also endlich ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage gefunden zu haben. Dass die benötigte Display-Anzahl sinkt ist dann völlig normal.
Möglich ist auch, dass die Qualität sich gesteigert oder verschlechtert hat. Apple lässt ja nicht nur bei einem Hersteller produzieren. Wenn der Hersteller von dem die Zahlen angeblich stammen nun aber die Ausschusszahl deutlich reduziert hat, würde dies in einer Verringerung der bestellten Displays führen. Genau so anders herum: Wenn sich die Ausschusszahlen bei diesem Hersteller weiter verschlechtert hätte, würde Apple vermutlich bei anderen Herstellern mehr beauftragen und bei diesem „schlechten“ Hersteller nur noch das absolut nötigste beauftragen.Gut, das nur nebenbei.

600.000.000 US-Dollar

Um wie viel Geld geht es bei diesen Aktien-Optionen denn eigentlich? Springer behauptet, dass es um Milliarden gehe. Er hat sich vorwiegend mit Optionen für ein Kursziel zwischen 550 und 800 Dollar beschäftigt. Allein hier wurden hunderttausende Optionen verkauft.

Wäre Apple bei 700 Dollar pro Aktie geblieben, hieße das allein für die über 60.000 Optionen auf einen Preis von 600 Dollar: Die Händler würden einen Verlust von 600 Millionen Dollar einfahren (bei 100 Aktien pro „call“).

Bei einem so niedrigen Preis wie derzeit, gewinnen die Händler all das Geld, für das sie die Optionen gekauft haben und werden auch noch von dem zu erwartenden Anstieg der Aktie in den nächsten Wochen und Monaten profitieren. Zum Einen, weil der Druck auf die Aktie nachlassen wird, wenn die Optionen abgelaufen sind, zum Anderen, weil neue Produkte ins Haus stehen und spätestens wenn sich die Gerüchte dazu verdichten, zieht die Aktie traditionell an.

Springer kommt zu dem Schluss, dass der wahnwitzige Anstieg der Apple-Aktie im Sommer zu großen Teilen daran liegt, dass Händler sich mit Aktien eingedeckt haben, um ihre call options bedienen zu können. Der aktuelle Absturz liegt demnach primär an dem (künstlichen) Druck auf die Aktie.

Einer dieser magischen Stichtage ist heute. Der 19.01.2013. Wir werden sehen, wie sich die Aktie in den nächsten Wochen entwickeln wird.

Ausgedachte Zahlen

Sollte Springer recht haben, ist das ein Paradebeispiel dafür, dass Aktienkurse häufig absolut nichts mit der Performance eines Unternehmens zu tun haben.

Aber das an der Börse und bei den diversen „Finanzexperten“ ohnehin oft nur mit Ausgedachtem gearbeitet wird ist ja schon länger klar. Auch hier ist Apple ein gutes Beispiel. „Analysten“ denken sich im Vorfeld von Apples „Financial Earnings Calls“ (der Veröffentlichung der Quartalszahlen) eigene Quartalszahlen aus. Werden diese von Apple übertroffen ist alles in Butter, reißt Apple diese Messlatte ist Land unter und man kann wieder für ein paar Tage überall „peak Apple“ lesen. Und das vollkommen losgelöst von dem Fakt, dass auch dieses „schlechte“ Quartal einen neuen Rekord in der Firmengeschichte aufgestellt hat. Na ja, so ist das eben.

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Fresh Prince vs. Google Translate

Ach ja, Computer können schon so einiges. Die menschliche Sprache wird ihnen aber wohl noch lange Rätsel aufgeben.

Das Team von cdza (collective cadenza) hat die wohl bekanntesten Theme-Song einer ganzen Generation durch Google Translate gejagt. Wieder und wieder. Was dabei rauskommt erinnert nur noch sehr entfernt an „Now this is the story all about how / My life got flipped, turned upside down / …“.

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„Frei-Parken-Plakette“ in Kiel

Von gleich mehreren Leuten wurde ich als Besitzer eines Toyota Prius auf eine tolle Neuerung der Stadt Kiel hingewiesen. Für einmalig fünf Euro bekommen Halter eines PKW, der weniger als 120g CO2 pro Kilometer ausstößt eine „Frei-Parken-Plakette“.

Umsonst geparkt werden darf damit auf allen durch die Stadt Kiel bewirtschafteten Parkplätze im Innenstadtbereich. Die Höchstparkzeit-Begrenzung gilt aber natürlich auch für Öko-Auto-Fahrer.

Die Plakette muss an der Windschutzscheibe auf der Fahrerseite Beifahrerseite angebracht werden. Zusätzlich muss selbstverständlich eine Parkscheibe gut sichtbar platziert werden.

Wer ein umweltverträglich(er)es Auto fährt, sollte vielleicht mal ein paar Minuten investieren und sich so eine Plakette besorgen. Hier der Link zur entsprechenden Seite der Stadt Kiel: „Frei-Parken-Plakette“ für CO2-arme Kraftfahrzeuge

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Klassik-Flashmobs

Flashmobs sind wahrlich nichts neues mehr. Relativ neu ist aber, dass sich ganze Orchester oder Chöre aufmachen, um nichtsahnende Passanten mit instrumentalen und gesanglichen Einlagen zu überraschen.

Der Fotograf Chase Jarvis hat in seinem Blog 6 besonders sehenswerte Exemplare zusammengetragen: Top 6 Orchestra Flashmobs Around the World

Besonders cool ist es immer, Leute zu sehen, denen das Konzept „Flashmob“ nicht bekannt ist. Vor Allem Kinder werden von solchen Spektakeln immer sehr in den Bann gezogen. Aber auch Erwachsene stauen oft nicht schlecht und bekommen das Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht. 🙂

Und wer sich jetzt denkt „Na, toll – Kopenhagen, Wien – immer nur in den Großstädten“, dem sei gesagt, dass auch das in Relation eher kleine Kiel einen ganz grandiosen Chor-Flashmob zu sehen und hören bekam. Und das auch noch für einen guten Zweck:

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Blogger aus Stahl

Steffen Voß ist irgendwie immer beteiligt wenn in Kiel in Sachen Internet irgendwas los ist. Er blogt selbst, hat den WebMontag initiiert und das Kieler BarCamp mit aus der Taufe gehoben. Jetzt hat er schon wieder was angeleiert: Iron Blogger Kiel.

Dahinter steckt ein Konzept aus den USA, das inzwischen auch schon einigen deutschen Städten adaptiert wurde. Blogger verpflichten sich das zu tun, was sie eigentlich ohne regelmäßig tun „sollten“: bloggen. Wer innerhalb einer Woche nichts in seinem Blog veröffentlicht zahlt eine Strafgebühr von 5€ in eine Gemeinschaftskasse und wenn die voll genug ist, gehen alle Teilnehmer ein Bier trinken. Oder zwei.

Ich selbst schreibe hier eher unregelmäßig und will das eigentlich schon seit, na ja, Jahren geändert haben. „Iron Blogger Kiel“ könnte den nötigen externen Druck aufbauen, mich endlich mal an meine eigenen Vorgaben zu halten. Wenn du auch ein Blog hast und mehr bloggen möchtest, das irgendwie aber nicht schaffst – melde dich einfach an und mach mit! Regeln und alles weitere findest du im Blog zum Blogging-Projekt.

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