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Monat: August 2012

Das 3. BarCamp in Kiel #bcki

Am Samstag gegen 18:00 Uhr ging das dritte Kieler BarCamp, in dessen Orga-Team ich tätig bin, zu Ende. Schön war’s. Mir persönlich hat’s gefallen und auch die Resonanz der Teilnehmer mit denen ich gesprochen habe war überwiegend positiv.

Besonders aufgefallen ist mir (und das ist natürlich vollkommen subjektiv), dass die Session-Themen in diesem Jahr noch breiter gefächert waren als im letzten Jahr. Vom Raspberry Pi über Startup-Vorstellungen, über schulrelevante Themen, über „Rückenschule“ bis hin zu Webdesign und Git war alles dabei. Schon jetzt legendär dürfte auch die ultimative Schlacht „iOS vs Android“ sein, die wir aus versicherungstechnischen Gründen lieber gleich vor der Tür haben austragen lassen. 🙂
Auch schön zu sehen war, dass Menschen immer mehr miteinander sprechen. Also außerhalb der Sessions. Zumindest habe ich in diesem Jahr noch mehr als 2010 und 2011 von Leuten gehört, dass sie interessante Menschen getroffen haben.

Wo Licht ist, ist auch Schatten.

Ja, natürlich war nicht alles super. Vieles was einem als Organisator auffällt, fällt den Teilnehmern natürlich noch lange nicht auf. Das ist gut so, das liegt in der Natur der Sache.
Den allermeisten dürfte „das mit dem Mittagessen“ am ersten Tag aufgefallen sein. Das war in der Tat etwas chaotisch und vielleicht hätte man das Buffet nicht freigeben sollen, solange noch eine Session läuft (OK, da wurde deutlich überzogen – aber trotzdem). Dafür gab’s dieses Jahr keine Beschwerden über die Qualität es Essens – unter’m Strich gibt’s für’s Mittag dieses Jahr also nur einen halben Minuspunkt. 🙂

So gut der Ansatz, dass sich jeder Teilnehmer kurz vorstellt auch ist: ich glaube, wir haben in diesem Jahr alle gesehen, dass das Konzept nur bedingt skaliert. Obwohl ein geschätztes Drittel der Anwesenden sich vor dem Mikrofon gedrückt hat, hat dieses Procedere dafür gesorgt, dass wir schon verspätet in die erste Session-Runde gestartet sind. Das wird im nächsten Jahr sicherlich anders werden.

Dieses Jahr haben wir erstmals mit dem Anmelde- und Ticketing-System GATEwatch gearbeitet. Ich war damit im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Besonders das An- und Abmelden hat damit offensichtlich ziemlich gut funktioniert. Überrascht war ich davon, dass fast jeder Teilnehmer tatsächlich sein Print@Home-Ticket ausgedruckt dabei hatte. Das Ticketing ist eigentlich überflüssig, bietet uns aber zum ersten Mal einen echten Überblick über No-Show-Rate und darüber, wann ihr so kommt. Beides wird uns helfen, Frühstück, Mittag und Getränke im nächsten Jahr besser zu kalkulieren. Dass das Namensschild Teil des Print@Home-Tickets war, das war Mist. Es hat schlicht keiner bedacht, dass längst nicht jeder Fancy Pants Farb-Laserdrucker zuhause steht hat, weswegen einige Namensschilder schon ziemlich schäbig aussahen. Ich gehe stark davon aus, dass wir die im nächsten Jahr wieder vorbereiten werden – auch wenn das heißt, dass 25% davon unbenutzt in der Tonne landen werden.

Fazit

Das Gute an all diesen Kritikpunkten ist erstens, dass sie alle relativ leicht reparabel sind und zweitens, dass sie alle zum Kür-Teil so einer Veranstaltung gehören. Natürlich hat man als Organisator dann doch irgendwie den Anspruch an sich selbst, dass alles glatt und perfekt läuft. Auch obwohl wir das alles größtenteils in unserer Freizeit planen und auf die Beine stellen. Aber alle hatten ein Dach über dem Kopf, es gab die ganze Zeit über ein stabiles WLAN mit einer fast nie ausgelasteten DSL-Leitung dahinter, wir hatten genug Sessionräume, die auch (fast) immer groß genug waren, wir haben dafür gesorgt, dass es nicht regnet und Toilettenpapier war auch immer genug da.

Auch wenn ich jetzt erstmal dringend Urlaub vom BarCamp Kiel brauche, hoffe ich sehr, dass wir nächstes Jahr in die vierte Runde gehen und fände es schön dann neben vielen neuen auch viele bekannte Gesichter zu sehen.

Bedanken möchte ich mich auch hier noch mal bei all meinen Mitstreitern und bei allen Sponsoren, ohne die das alles tatsächlich nicht möglich gewesen wäre. Namentlich sind das ADDIX, Consist, fat, flinc, die c’t, immowelt.de, KielNET, New Communication, Nitor, onlinedruckkiel.de, otto group und die Gesellschaft für Informatik, sowie bei allen Unterstützern!

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Moderne Musik ist einfallslos, dafür laut

Spanische Wissenschaftler bestätigen jetzt, was wir, die Liebhaber guter Musik, schon seit langem wissen: früher war die Musik einfach besser. OK, natürlich gibt es viele Ausnahmen und „besser“ bezieht sich hier im Wesentlichen auf die Komplexität der Musik.

Die Spanier haben ca. 500.000 Songs der Jahre 1955 bis 2010 aus den Genres Rock, Pop, Hip-Hop, Metal und Elektro untersucht und herausgefunden, dass die Kombinationen von Noten und Tönen, sowie das Spektrum verwendeter Instrumente immer weiter abnimmt – dafür wird die Musik lauter.

Ich habe da jetzt etwas drüber nachgedacht und mir ist ein, glaube ich, gutes Beispiel eingefallen. Gitarren-Riffs. Wenn man sich mal durch die Musik der 1960er und 1970er (und eigentlich auch 1980er) hört, entdeckt man ziemlich viele Songs, die charakteristische Gitarren-Riffs enthalten und „jeder“ weiß sofort um welchen Song es sich handelt, wenn man nur diese 2, 3, 4 Sekunden davon hört.

Beispiele gefällig?  Bitte, gerne: Johnny B Goode (Chuck Berry), Summertime Blues (Eddie Cochran), Miserlou (Dick Dale), Satisfaction (The Rolling Stones), Black Magic Woman (Carlos Santana), Helter Skelter (The Beatles), Fortunate Son (Creedence Clearwater Revival), Layla (Derek and th Dominos), Smoke on the Water (Deep Purple), Sweet Home Alabama (Lynyrd Skynyrd), Beat It (Michael Jackson), Smells Like Teen Spirit (Nirvana), Sultans of Swing (Dire Straits), Message in a Bottle (Sting/ The Police)… genug?

Aus der Zeit danach gibt’s natürlich auch ein paar Songs, die da mit rein passen (Walk this Way – Aerosmith, vieles von den Red Hot Chili Peppers) aber es wird definitiv weniger, oder?

Ja, auch all jene Riffs sind nicht immer die komplexesten, aber immerhin komplex genug, als dass sie locker aus dem „Einheitsbrei“ dessen, was heute allzu oft den Weg in die Charts findet herausstechen.

Was die Wissenschaftler auch rausfanden ist, dass die Musik immer lauter abgemixt wird und zwar dahingehend, dass die Songs immer häufiger die maximale Amplitude erreichen – was natürlich zu Lasten der Qualität der Musik geht. Warum das gemacht wird? Keine Ahnung… kommen Songs, die lauter abgemischt werden auch lauter aus dem Radio (relativ zu dem Song davor und dem danach)? Ich höre zu wenig Radio, als dass mir das je aufgefallen wäre.

Ach, und wer nach meiner kleinen Song-Liste von oben jetzt in Erinnerungen schwelgt, hier ein tolles Video. 🙂

 

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