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Monat: Juni 2012

instantnavi – bau dein eigenes Navi für’s Smartphone

OK, das hier ist einfach großartig und großartig einfach. Die Leute von flinc (hier mein Artikel) haben ein neues Produkt(?) auf den Markt(?) geworfen: instantnavi.

Mit instantnavi kann man sich sein eigenes Navigationssystem für Smartphones bauen. OK, natürlich ist es nicht vergleichbar mit einem Navi von Navigon, TomTom und wie sie alle heißen. Es ist sehr zweckoptimiert und läuft vollständig im Browser.

Angenommen ihr plant eine Veranstaltung, zu dem Leute aus aller Welt oder zumindest von weiter Weg als aus eurer direkten Nachbarschaft erwartet werden – wie finden die den Veranstaltungsort?
Genau: sie scannen einen QR-Code und fahren los!

In instantnavi gibt man einen Zielort ein, gibt dem Ort einen „crazy name“ und wählt eine URL aus. Rechts von diesen Feldern sieht man bereits eine Vorschau des ganzen. Darunter findet man ein paar Navi-Elemente (Straßenname, noch zu fahrende Strecke, Ankunftzeit, …), die man dem eigenen Navi per Drag&Drop hinzufügen kann.

Nach einem klick auf „Creat & Save it“ bekommt man einen QR-Code ausgeworfen, den man einfach nur noch scannen muss, um zum Navi zu kommen (Pro-Tipp: evtl. hat eure Barcode-Scan-App nicht die nötigen Berechtigungen und ihr müsst das Navi im Browser öffnen. Eine Funktion dafür sollte jeder Barcode-Scanner haben).

Ich habe das gerade mal für das im August stattfindende BarCamp in Kiel gebastelt. Ausprobieren könnt ihr es über diesen Link oder über den nachstehenden Barcode.

Ja, instantnavi wird die Welt der Navigationsgeräte und -anwendungen nicht revolutionieren, aber ich halte es für weit mehr als nur ein cooles Spielzeug. Viel Spaß beim testen!

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facebook: Ich will nicht, dass du weißt, wann ich deine Nachricht gelesen habe.

Normalerweise bin ich sehr entspannt, was Änderungen auf facebook anbelangt. facebook gibt mir ’ne Mail-Adresse? OK. Aus altem Profil wird neue Chronik/Timeline? Ja, bitte!

Jetzt gibt’s aber eine Änderung, die mich mal so richtig nervt. Jetzt ist dabei relativ. Ich nutze facebook messages ziemlich selten und auch wenn ich den daran angeflanschten Chat nutze, so tue ich dies zumeist mit einem externen Client wie iChat/Messages auf meinem Mac.

Heute habe ich den Chat zufällig mal wieder auf der Seite selbst genutzt und bin über ein neues Feature gestolpert: ich werde im Chat-Fenster darüber benachrichtigt, wenn mein Gegenüber meine Nachricht gelesen hat.

Wie das aussieht, sieht man hier im facebook help center

Liebes facebook, ich will das nicht. Ja, das Feature an sich ist wirklich nicht schlecht. Aber ich möchte das abschalten können. Das kann viel zu leicht zu Missverständnissen führen.
Man stelle sich vor, A schickt B eine für ihn wichtige Frage, B nimmt  das zur Kenntnis, hat aber gerade keine Zeit (oder Lust) zu antworten. A sieht jetzt, dass B die Nachricht gesehen hat und fragt sich, „Warum antwortet der Kerl nicht?!“ und spätestens nach ein paar Stunden wird A pampig und die Freundschaft ist beendet.

OK, da übertreibe ich vielleicht ein Bisschen. Aber grundsätzlich stimmt das ja. Wenn ich weiß, dass jemand meine Nachricht empfangen hat, erwarte ich „zeitnah“ eine Antwort.
Andererseits hat der Empfänger das gute Recht eine Nachricht so lange zu ignorieren, wie er lustig ist, bzw. es zumindest nach außen so aussehen zu lassen, dass er noch keine Kenntnis von der Nachricht hat.

Leben könnte ich mit einer Lösung, wie sie seit Jahren auf Handys praktiziert wird. Dort konnte ich auch schon immer einstellen, dass ich benachrichtigt werden möchte, wenn eine Nachricht zugestellt(!) wurde. Dann weiß ich zumindest, dass die Nachricht den Weg durch die Netze geschafft hat. Ob der Empfänger die Nachricht dann auch gelesen hat ist noch mal eine ganz andere Frage. Und das ist auch gut so. 

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Wenn bei T-Entertain was kaputt ist hat man verloren. So richtig. Alles.

Tja, da ist es passier. Mitten im laufenden Betrieb und exakt 18 Minuten vor dem Anpfiff es EM-Spiels Italien gg. Koratien blieb das Bild stehen.

Drei Minuten lang habe ich Reinhold Beckmann in die Augen gestarrt, dann den T-Entertain Media Receiver neu gestartet. Dieser bliebt mit der lustigen Meldung, dass das Gerät jetzt starten würde und dass das ein paar Minuten dauern könne stehen.

Nach ca. 15 Minuten habe ich dann bei der Telekom angerufen. Die nette Supporterin ist mit mir alles mögliche durchgegangen, hat mich jedes Kabel prüfen lassen, mich den Router mehrfach neustarten lassen, die Leitung durchgemessen. Alles ohne Fehler, alles ohne Erfolg.

Als letzte Lösung blieb dann nur noch der Reset des Gerätes. Dabei bleiben alle Einstellungen erhalten, weil diese Online weggespeichert werden. Das gilt tatsächlich für alles — außer den eigenen TV-Aufnahmen. Die sind unwiederbringlich gelöscht. Futschikato.

Wenn das das Fernsehen der Zukunft ist möchte ich eigentlich zurück in die 1990er. Da hatte ich zwar kein HD und Aufnahmen nur auf VHS — aber dafür habe ich einige davon immer noch in einer Kiste im Keller rumliegen.

Habe der Supporterin, während wir auf einen der vielen Neustartes des Receivers warteten, gesagt, dass ich eigentlich von der Telekom erwarten würde, dass all diese Aufnahmen in der tollen Telekom Cloud für mich gespeichert werden würden, von wo aus ich sie dann per Browser oder App von überall aus angucken kann.

Das sei alles geplant, man arbeite da im Wesentlichen seit 2,5 Jahren dran, das sei aber alles eine Rechte-Frage und die seien ja bekanntlich in Deutschland nicht so leicht zu lösen, wie scheinbar sonst überall auf der Welt.

Dass das so doch alles Mist ist könne sie freilich so nicht sagen, sie könne aber verstehen, wenn ich das so sehe. Immerhin etwas.

Bleibt zu hoffen, dass ich von jetzt an bis zur Lösung der diversen Rechte-Fragen von weiteren derartigen Schluckaufs verschont bleibe.

(Die Telekom ahnt gar nicht, wie viel Glück sie hat, dass sie mich nur um die erste Hälfte des Spiels Italien-Kroatien und nicht eines wichtigen Spiels gebracht hat. Wäre das gestern beim Deutschland-Spiel passiert, die Telekom hätte jetzt schon meine Kündigung auf dem Tisch.)

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SuperFav verheiratet Twitter und flattr

SuperFav ist einer dieser Dienste auf die ich eine lange Zeit gewartet habe.

Fangen wir vorne an. Ich lese leidenschaftlich gerne in meiner Twitter-Timeline. Ich folge auf Twitter ziemlich vielen Leuten, die mir Nachrichten/Informationen näher bringen, bevor ich sie auf Spiegel oder sonst wo lese. Außerdem folge ich vielen Leuten, die mich mehrfach pro Woche (einige sogar mehrmals täglich) zum Grinsen, Schmunzeln oder gar Lachen bringen in dem sie aus ihrem Leben berichten oder das Tagesgeschehen pointiert kommentieren. Und dann sind da noch diejenigen, die mir durch ihre andere Sichtweise auf Dinge ganz neue Horizonte eröffnen.

All diese Leute tun das umsonst, also gratis, und meine einzige Chance ihnen via Twitter zu zeigen, dass ich sehr froh bin, dass es sie gibt, ist die Möglichkeit einen Stern an ihre Tweets zu kleben (ihre Beiträge zu „faven“).

Seit einiger Zeit gibt es über flattr die Möglichkeit diesen Menschen ein paar Euros oder Cents zukommen zu lassen – aber das funktioniert alles eher umständlich. Dafür kann flattr nichts, das ist einfach so, weil eine Anbindung an flattr seitens Twitter nicht vorgesehen ist.

Vorhang auf für SuperFav. Man hinterlegt seinen Twitter- und seinen flattr-Account (beides geht komfortabel und sicher über OAuth) – und fertig. Ab jetzt wird jeder Tweet, den man „favt“ (dem man einen Stern spendiert) automatisch auch ge-flattr-t.
Das funktioniert auch dann, wenn der so beschenkte gar keinen Account bei flattr hat. Die Schweden sammeln das Geld dann einfach für ihn und über den eigenen Twitter-Account kann die betreffende Person das Geld jederzeit einkassieren.

Ich selbst nutze flattr seit bestimmt einem Jahr in diesem Blog. Nun produziere ich nicht viele Inhalte, so dass da im Monat nicht mehr als zwei bis drei Bier bei rum kommen — aber ich schreibe hier ja auch nicht, um damit Geld zu verdienen. Umso mehr freue ich mich natürlich, wenn sich Leute denken „Mensch, guter Artikel, der ist mir was wert.“ und mir so trotzdem einen kleinen Obolus zukommen lassen.

Dass das jetzt endlich auch ähnlich schnell und komfortabel (wenn nicht dank der Automatisierung sogar schneller und komfortabler) für Tweets geht, finde ich klasse.

Wer Twitter und flattr bereits nutzt sollte sich das dringend mal überlegen. Wer von flattr noch nie was gehört hat, sollte dringend deren Seite besuchen und sich weiter darüber informieren.

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Mit flinc zum BarCamp in Kiel

Schon lange wollte ich hier über eins meiner Lieblings-„Start Up“-Unternehmen aus Deutschland bloggen: flinc.

Seit ein paar Tagen steht fest, dass flinc das von mir mitorganisierte BarCamp Kiel als Mobilitätspartner sponsert – und das nehme ich als Anlass, den lange geplanten Artikel endlich auch zu schreiben.

Flinc ist, wie sie selbst sagen, „Die clevere Mitfahrzentrale für jeden Tag…“ und hätte für mich schon längst die Konkurrent von mitfahrgelegenheit.de abgelöst, wäre da nicht das Problem mit der zu geringen Verbreitung im hohen Norden. Aber das wird sich mit diesem Artikel und ihrer Präsenz auf dem Kieler BarCamp ja sicherlich ändern!

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Mehr Spannung in den Handball-Ligen? Europaliga!

Tja, ist die Meisterfeier noch nicht ganz zu Ende, da schreibt handball-world.com schon über die nächste/n Spielzeit/en. Man wünscht sich, bei allem Respekt für die Leistung des THW Kiel, mehr Spannung, mehr Ausgeglichenheit in der Liga:

Mehr Spannung, bitte: Die Liga wünscht sich Ausgeglichenheit.

Eine mögliche Lösung ist die hier und da schon mal geforderte Europa-Liga, die die Champions League ersetzt und in der die besten Teams Europas im Modus „jeder 2x gegen jeden“ eine Meisterschaft ausspielen.

Fernsehsender und alle anderen finanziell involvierten dürften sich die Hände reiben, sieht es in anderen Ligen doch nicht viel anders aus. OK, so einen klaren Durchmarsch wie die Kieler ihn hingelegt haben hat’s auch international nicht allzu oft gegeben. Aber auch die anderen großen Ligen werden in der Regel von zwei, drei, manchmal auch vier Teams dominiert, die die Meisterschaft in 9 von 10 Fällen unter sich ausmachen.

Für die Spitzenklubs selbst ist das sicherlich auch keine ganz doofe Idee – nicht nur wegen der finanziell rosigeren Aussichten. Jeder Spieler dürfte sich darüber freuen, wenn die Belastung deutlich nachlässt. Die Jungs vom THW Kiel haben in dieser Saison 57 Pflichtspiele bestritten. Nicht eingerechnet sind die diversen Länderspiele. Und eine Pause nach der Liga gibt’s auch nicht. Für die deutschen Nationalspieler geht’s schon nächste Woche im WM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien/Herzegowina weiter.
Da käme es sicherlich sehr gelegen, wenn die 16 Championsleague-Spiele (10 Vorrundenspiele, 2x Achtel-, 2x Viertel-, 1x Halb und 1x Finale) und die 34 Ligaspiele wegfielen und durch, sagen wir, 30 Europa-Liga-Spiele ersetzt werden würden.

Ein krasser Nachteil wäre das alles für die nationalen Ligen, die nur noch zweite Wahl sind. Von der Medienaufmerksamkeit her dürfte die Bundesliga zu dem werden, was die 2. Bundesliga heute schon ist und so weiter.

In diesem Sinne wäre es auch spannend, wie man eine solche Europa-Liga organisieren würde. Gibt es fixe Abstiegsplätze und die Meister der nationalen Ligen kämpfen in einem gesonderten Turnier um die x Aufstiegsplätze? Oder organisiert man diese Liga ähnlich den amerikanischen Profi-Ligen, in denen es keine festen Absteiger gibt?

Es bleibt spannend. Oder eben auch nicht.

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