Zum Inhalt

Monat: Mai 2009

Warum ich dieses Mal FDP wählen werde

Jahrelang habe ich nicht FDP gewählt. Bei den anstehenden Wahlen werde ich es tun, halte damit nicht hinter dem Berg und werde dafür gerne mal schief angeguckt. Also für’s FDP-Wählen, nicht für das Kundtun meiner Absicht.

Ich bin einer der wenigen Menschen, die sich vor Wahlen die Mühe machen die Wahlprogramme so vieler Parteien wie möglich zu lesen. Also werde ich meine Fürsprache für die FDP der Einfachheit halber mal an deren „Deutschlandprogramm“ fest machen – denn viel mehr als so ein Wahlprogramm steht einem zur Entscheidungsfindung ja nicht zur Verfügung.

Zunächst aber: warum denn nicht CDU/SPD/Grüne? Egal was deren Programme sonst so enthalten, es gibt gewisse K.O.-Punkte, die jede Partei für mich unwählbar machen würden.
Dazu gehören: Internetzensur/Netzsperren, Onlinedurchsuchungen (etc.), „Atomausstieg jetzt!“ und flächendeckende Mindestlöhne.

Von den größeren demokratischen Parteien bleibt damit eigentlich eh schon nur noch die FDP übrig. Traurig aber wahr. Nun wäre es aber auch traurig seine Wahl damit zu begründen, dass die anderen halt nicht wählbar sind. Die verbliebenen Parteien sollten ja irgendwie auch noch attraktiv sein und nicht nur das geringste Übel.

Was sind also die Punkte des FDP-Wahlprogramms, die mich ansprechen? Nachstehen die für mich wichtigsten Punkte aus dem Deutschlandprogramm – also nicht alle Punkte wegen denen ich die FDP wählen werden, sondern eine Art „Best Of“.

1. Eine gerechte Steuer

Unser einfacher und verständlicher Stufentarif mit Grundfreibetrag (Steuersatz 0 Prozent) und den drei weiteren Stufen von 10, 25 und 35 Prozent senkt die Steuerbelastung und schafft den dringend benötigten finanziellen Spielraum für Bürger und Unternehmen (…). Dazu erhält jeder Bürger – ob Erwachsener oder Kind – einen Grundfreibetrag von 8.004 Euro. Für Einkommen, das den Grundfreibetrag übersteigt, gilt für die ersten 20.000 Euro zu versteuerndem Einkommen ein Steuersatz von 10 Prozent, für Einkommensteile zwischen 20.000 Euro und 50.000 Euro ein Steuersatz von 25 Prozent, für Einkommensteile ab 50.000 Euro ein Steuersatz von 35 Prozent.

Nach Rechnung der FDP kommt so eine Familie mit zwei Kindern unter Berücksichtigung von Werbungskostenpauschale und der Abzugsfähigkeit der Vorsorgeaufwendungen auf ein steuerfreies Familieneinkommen von 40.700 Euro. Zusätzlich sind Kinderbetreuungs- und Pflegekosten bis zu 12.000 Euro pro Jahr (gg. Nachweis) absetzbar. Die verhasste Steuerklasse V entfällt komplett – und für Familien die wegen zu geringen Einkommens nicht von der Neuregelung profitieren können wir das Kindergeld auf 200 Euro angehoben. (Deutschlandprogramm, S. 5-6)

2. Wettbewerbsfähige Unternehmensbesteuerung

Für Unternehmen gleich welcher Rechtsform gilt ein Zwei-Stufen-Tarif von 10 und 25 Prozent. Für Kapitalgesellschaften mit einem Gewinn von über 20.000 Euro wird die Körperschaftssteuer von 15 Prozent im geltenden Recht auf 25 Prozent angehoben. Im Gegenzug wird die Gewerbesteuer ersetzt durch ein Konzept der Kommunalfinanzierung, das für die Gemeinden ein ausreichendes Finanzierungsniveau gewährleistet und ihnen stetige Einnahmen sichert. (…) Die FDP fordert eine Umstellung der Umsatzsteuer von Soll- auf Ist-Besteuerung. (Deutschlandprogramm, S. 6-7)

3. Bürgergeld (etc.)

Das Bürgergeld ermöglicht sein selbstbestimmtes Leben, fördert die Aufnahme einer eigenen Tätigkeit und ist deshalb leistungsgerecht. Sozialleistungen, die sich aus Steuern finanzieren, sollen möglichst vollständig in einer einzigen Transferleistung – dem Bürgergeld – zusammengefasst werden. Damit ist das Bürgergeld einfach und transparent. Im Bürgergeld werden das Arbeitslosengeld II einschließlich der Leistungen für Wohnen und Heizung, das Sozialgeld, die Grundsicherung im Alter, die Sozialhilfe (ohne Sozialhilfe in besondernen Lebenslagen), der Kinderzuschlag und das Wohngeld zusammengefasst. Die Leistungen werden beim Bürgergeld grundsätzlich pauschaliert gewährt und von einer einzigen Behörde, dem Finanzamt, verwaltet. (…) Der Bürgergeldanspruch für einen Alleinstehenden ohne Kinder soll im Bundesdurchschnitt 662 Euro pro Monat betragen. (…) Bei Ablehnung einer zumutbaren angebotenen Arbeit wird das Bürgergeld gekürzt. (S. 8-9)

Wir wollen die Einkommensgrenze für Minijobs ohne Abgaben für Arbeitnehmer von bisher 400 auf 600 Euro erhöhen. Bei Einkommen zwischen 600 und 1000 Euro muss der Arbeitnehmer gleitend ansteigende Sozialabgaben zahlen. (S. 9)

Leave a Comment

Anderer Absender trotz MobileMe-Adresse auf dem iPhone

Vermutlich bin ich nicht der einzige, den es nervt, dass man bei MobileMe nicht einfach seine eigene schon bestehende Mail-Adresse verwenden kann. Bei Google Apps ist das doch so einfach.
Lösung ist natürlich: Mails von der bestehenden Mail-Adresse an die MobileMe-Adresse weiterzuleiten und sich dann von da auf Mac und iPhone pushen zu lassen.
Aber wie sieht’s mit den geschriebenen Mails aus? Alle Empfänger sehen, obwohl sie an sebastian-at-schacknetz-punkt-de geschrieben haben: schwurbeldiwurbel@me.com. Doof.

In Mail auf dem Mac ist das ganz einfach zu lösen. Man muss nur einen anderen SMTP-Server eintragen und gut ist

Auf dem iPhone ist da doofer Weise schwieriger. Zwar kann man da auch einen alternativen SMTP-Server eintragen. Aber das funktionierte bei mir immer nur eine Zeit lang. Irgendwann kamen die Mails dann doch wieder von schwurbeldiwurbel@me.com. Oder die Push-Funktion ging „kaputt“.

Die Lösung ist: einfach iTunes den entsprechenden Mail-Account aus Mail auf dem Mac auf das iPhone synchronisieren lassen. Super einfach, funktioniert garantiert! Ich bin seit Monaten glücklich damit.

Leave a Comment