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Wenn ich König von Deutschland wär‘: Wegsperren – für immer!

Hiermit eröffne ich eine neue Rubrik in meinem Blog: „Wenn ich König von Deutschland wär'“.
In dieser Rubrik werde ich mich (vorwiegend) mit politischen Themen beschäftigen und mal darlegen, wie ich das jeweilige Thema handhaben würde, wenn ich denn könnte wie ich wollte.

Diese kurzen Aufsätze müssen nicht immer ganz ernst gemeint sein. Außerdem ist mir bewusst, dass „Ideen“, die ich hier kundtue schlicht nicht umsetzbar sind. Es handelt sich hierbei mehr um… Thesen auf Stammtischniveau. Muss ja aber auch mal sein. 🙂

Heute also: Wegsperren – für immer!

 

Momentan wird ja wieder mal -mehr oder weniger- heiß diskutiert, wie man mit Straftätern umgehen sollte. Im Speziellen mit Straftätern, bei denen ein nicht unwesentlicher Teil der Bevölkerung sicherlich nichts dagegen hätte, wenn für die „Vergeltung“ ihrer Straftaten die Lynchjustiz wieder eingeführt werden würde.

Vergeltung? Ja, Vergeltung. Oder noch besser Rache! Natürlich: einem Rechtsstaat sollte ein Begriff wie „Rache“ im Justizsystem fremd sein. D’accord. Opfern und/oder Hinterbliebenen geht es ja aber sicherlich eher selten um eine „gerechte Strafe“, wie sie unser Justizsystem vorsieht – geschweige denn um eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
Wenn irgendein perverser Kioskbesitzer meine (noch nicht existierende) Tochter vergewaltigt und umbringt, dann will ich Rache – und selbst als Atheist hätte ich dann nichts gegen das biblische „Auge um Auge, Zahn um Zahn“.

Ich bin kein Verfechter des Gedanken, die Todesstrafe wieder einzuführen. Allein schon aus Kostengründen. Ich bin aber sehr skeptisch wenn jemand, die Meinung vertritt, dass ein Serienvergewaltiger oder Kinderficker heilbar ist. Zugegeben: mir fehlt sowohl der medizinische als auch der psychologische Hintergrund, um das wirklich beurteilen zu können. Ich glaube einfach, dass eine Vielzahl dieser Leute nicht zu kurieren ist und auf immer und ewig eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen werden.

Diese Leute würden im Schack’schen Königreich für immer weggesperrt werden. Das muss nicht zwangsweise heißen: im dunkelsten Verlies bei abgestandenem Wasser und schimmeligem Brot. Nach dem Absitzen der reinen Haftstrafe im Knast, darf ihnen ihr Leben ruhig menschenwürdiger gestaltet werden – ich will sie aber eben nicht mehr auf der Straße sehen.

Alternativ dazu würde ich die Leute, die für die Freilassung dieser Straftäter verantwortlich sind belangen können wollen, sollte der eben freigelassene Straftäter wieder rückfällig werden.
Im Klartext: wenn ein Gremium aus Psychologen/Psychiatern entschließt „der tut nix mehr“ und dem Richter die Empfehlung geben ihn zu entlassen und wenn dieser Mensch dann noch auf dem Weg zur ersten Currywurst in Freiheit seit x Jahren die nächste Frau vergewaltigt – dann müssen Köpfe rollen. Also, metaphorisch.

Das kann ja auch gerne gestaffelt werden: Rückfällig innerhalb der ersten 24h – Berufsverbot. Rückfällig im ersten Monat – unbezahlte Beurlaubung für x Monate. Und so weiter und so fort.

Führt das dazu, dass Leute, die wirklich nicht mehr gefährlich sind länger einsitzen müssen als „nötig“. Ja, vermutlich schon. Und ein Teil von mir schreit auf: „Skandal!“. Aber da muss man dann halt abschätzen, was einem wichtiger ist… Rehabilitation der Täter oder Schutz der Gesellschaft vor weiteren, nicht auszuschließenden Übergriffen.

Ich habe dieses Thema schon häufiger diskutiert und bin auf zahlreiche „Ja, aber…“ gestoßen. Zum Beispiel das „Aber“ elektronische Fußfessel.
OK: da hat man Überwachung, weiß immer wo sich der entlassene Sträfling gerade aufhält, ob er irgendwelche definierten Zonen verlässt etc. Aber ist das wirklich eine präventive Maßnahme? Ja, vielleicht wenn es darum geht schnell einen STreifenwagen losjagen zu lassen, wenn Peter M. einem Kindergarten zu nahe kommt. Aber wenn er sich eine Prostituierte nach Hause kommen lässt und die dort erdrosselt? Dann ist die elektronische Fußfessel genauso sinnbefreit wie all die Überwachungskameras. Sie helfen zwar bei der Aufklärung von Verbrechen, helfen aber nicht, Verbrechen zu verhindern.

„Aber“ Nummer 2: Psychologen, Psychiater und wie sie alle heißen sind auch nur Menschen und Menschen machen Fehler. Jepp. Richtig. Ich finde es aber nicht OK, wenn Prof. Dr. Dr. Müllerich einen Mann auf freien Fuß setzt, dieser sich auf oben beschriebenem Weg zur Currywurstbude das nächste Mädchen greift und Müllerich sich sagt „Ups… das hätte ich wirklich nicht erwartet“ und zwei Tage später über die nächste Freilassung (mit)entscheidet.
Wenn man der (wie gesagt: vielleicht ja sogar medizinisch/psychologisch vertretbaren) Meinung ist, dass z.B. Pädophile durch Sitzkreise und Sport geheilt werden können, dann darf man auch keine Kosten und Mühen scheuen und muss dann halt 5, 10, 15 oder von mir aus auch 25 unabhängige Gutachten von Gutachtern, die die Arbeiten der anderen nicht kennen erstellen lassen. Und erst wenn diese 25 Fachleute zu dem einstimmigen Ergebnis kommen, dass dieser Mensch von nun an geheilt ist und keiner Fliege mehr was zu leide tut, erst dann darf man ihn entlassen.
Und so ein Konsens sollte sich ja finden lassen. Wenn es tatsächlich wissenschaftliche Methoden gibt, um zu erkenne, ob jemand „geheilt“ ist oder nicht, dann dürfte es ja am Ende des Gesprächs keine Meinungsverschiedenheiten geben.
Wenn es sich bei den entsprechenden Entscheidungsgrundlagen aber um subjektive Eindrücke und Auffassungen handelt, dann kan man sich auch den Hokuspokus mit den Herren Gelehrten sparen und würfeln.

Oh, und noch ein schöner Gedanke: wir bauen uns unser eigenes Australien, wo wir all jene Straftäter, die wir entlassen „wollen“, bei denen wir uns aber nicht ganz sicher sind, ob sie wirklich wirklich wirklich kein Sicherheitsrisiko mehr darstellen hin verschiffen. Guantanmo Bay soll ja demnächst frei werden…

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