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Wenn bei T-Entertain was kaputt ist hat man verloren. So richtig. Alles.

Tja, da ist es passier. Mitten im laufenden Betrieb und exakt 18 Minuten vor dem Anpfiff es EM-Spiels Italien gg. Koratien blieb das Bild stehen.

Drei Minuten lang habe ich Reinhold Beckmann in die Augen gestarrt, dann den T-Entertain Media Receiver neu gestartet. Dieser bliebt mit der lustigen Meldung, dass das Gerät jetzt starten würde und dass das ein paar Minuten dauern könne stehen.

Nach ca. 15 Minuten habe ich dann bei der Telekom angerufen. Die nette Supporterin ist mit mir alles mögliche durchgegangen, hat mich jedes Kabel prüfen lassen, mich den Router mehrfach neustarten lassen, die Leitung durchgemessen. Alles ohne Fehler, alles ohne Erfolg.

Als letzte Lösung blieb dann nur noch der Reset des Gerätes. Dabei bleiben alle Einstellungen erhalten, weil diese Online weggespeichert werden. Das gilt tatsächlich für alles — außer den eigenen TV-Aufnahmen. Die sind unwiederbringlich gelöscht. Futschikato.

Wenn das das Fernsehen der Zukunft ist möchte ich eigentlich zurück in die 1990er. Da hatte ich zwar kein HD und Aufnahmen nur auf VHS — aber dafür habe ich einige davon immer noch in einer Kiste im Keller rumliegen.

Habe der Supporterin, während wir auf einen der vielen Neustartes des Receivers warteten, gesagt, dass ich eigentlich von der Telekom erwarten würde, dass all diese Aufnahmen in der tollen Telekom Cloud für mich gespeichert werden würden, von wo aus ich sie dann per Browser oder App von überall aus angucken kann.

Das sei alles geplant, man arbeite da im Wesentlichen seit 2,5 Jahren dran, das sei aber alles eine Rechte-Frage und die seien ja bekanntlich in Deutschland nicht so leicht zu lösen, wie scheinbar sonst überall auf der Welt.

Dass das so doch alles Mist ist könne sie freilich so nicht sagen, sie könne aber verstehen, wenn ich das so sehe. Immerhin etwas.

Bleibt zu hoffen, dass ich von jetzt an bis zur Lösung der diversen Rechte-Fragen von weiteren derartigen Schluckaufs verschont bleibe.

(Die Telekom ahnt gar nicht, wie viel Glück sie hat, dass sie mich nur um die erste Hälfte des Spiels Italien-Kroatien und nicht eines wichtigen Spiels gebracht hat. Wäre das gestern beim Deutschland-Spiel passiert, die Telekom hätte jetzt schon meine Kündigung auf dem Tisch.)

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