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Warum in der US-Schuldenkrise garantiert rechtzeitig eine Einigung gefunden wird.

Bedingt durch die Anfänge meiner Karriere als Student bin ich „volkswirtschaftlich“ vorbelastet und sehe natürlich auch die Gefahren der Nummer, die gerade jenseits des großen Teichs abgezogen wird.

Warum ich mir persönlich trotzdem keine Sorgen mache? Zumindest keine allzu großen? Ich habe in letzter Zeit mehrfach gelesen, dass das Gezanke zwischen Demokraten und Republikanern eine Variante des „Chicken Game“ sei.
Ja, so sieht es auch nach außen aus. Ich behaupte aber, dass gar kein Spiel sondern bloß eine Show ist.
Meine Theorie ist, dass beiden Seiten vollkommen klar ist was die einzig tragfähige (ökonomisch wie politisch) Lösung ist. Trotzdem konnten das beide bislang noch nicht nach außen erklären.

Warum? Ganz einfach: Obama ist momentan in einer recht schwachen Position und muss Stärke beweisen. Je früher er dem amerikanischen Volk erzählt, dass er Zugeständnisse an die Republikaner gemacht hat, umso schwächer wirkt er, weil er „so früh“ eingeknickt ist.

Die Republikaner haben die Oberhand oder sind zumindest deutlich im Aufwind. Auch sie müssen Stärke demonstrieren. Wie geht das am Besten aus ihrer Sicht? Richtig: das ganze Debakel so weit wie möglich hinauszögern und es dem eigenen Wahlvolk so zu verkaufen, als hätte man bis zum bitteren Ende um Zugeständnisse gerungen und es so darzustellen, als hätte Obama im letzten Moment eingelenkt.

So ist es für beide Seiten elementar wichtig, dass man sich nicht schon Anfang Juni oder Wochen vor der Deadline geeinigt hat. Für beide Seiten ist eine Einigung, die offiziell erst fünf Minuten vor zwölf zustande kommt die beste Lösung.

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