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Und dann kaufte ich einen Regenschirm

Ich glaube ein (weiteres) sicheres Anzeichen dafür, dass ich nicht jünger werde, ist, dass ich heute mal Geld in einen „richtigen“ Regenschirm investiert habe.
Ein Großteil der Leser dieses Textes wird wissen, dass ich in Kiel lebe. Für alle Nichtkieler: hier oben in Kiel haben wir Wetter. Richtiges Wetter. Es regnet nicht gerade selten (OK, das hebt Kiel in diesem Sommer nicht wirklich hervor – aber sei’s drum) und wenn es mal regnet ist auch gerne mal Wind dabei. Starker Wind. Man könnte fast sagen: Sturm.
Das bringt das Leben an der Küste so mit sich und ich beschwere ich mich auch gar nicht darüber… es gibt schließlich kein schlechtes Wetter sondern nur unpassende Kleidung. Oder so ähnlich.

Jedenfalls habe ich noch nie einen richtigen Regenschirm besessen. Ich war immer mehr der Kapuzen-Typ. Dieses Jahr hat aber meine Regenjacke den Geist aufgegeben und meine einzig andere wirklich wetterfeste Jacke ist eine, die eigentlich für den Winter gedacht ist.

Häufig genug war es in diesem Sommer allerdings so, dass morgens gutes Wetter für den Nachmittag aber Regen angesagt war. Ich hatte also zwei Optionen. A) morgens in strahlendem Sonnenschein mit der dicken Jacke los zu ziehen oder B) zu riskieren, dass ich am Nachmittag/Abend nass geregnet werde.

Eine praktische Alternative erschien mir, einen Regenschirm zu kaufen. Ich bin dann vor ein paar Wochen zum Drogeriemarkt meiner Wahl gegangen und habe einen Regenschirm für 5,59€ gekauft. Der hat nicht mal für den Weg zur Arbeit und zurück gereicht. Billig-Regenschirme sind einfach nicht kieltauglich. Vor allem wegen des Windes.
Der nächste Regenschirm war das nächst teurere Modell der selben Marke und taugte auch nicht viel mehr.

Heute hatte ich dann die Schnauze endgültig voll und habe mal investiert. Stolze 35€ in den Regenschirm „Weather Report“ von Jack Wolfskin
Das Ding ist enorm stabil, hat praktische Schlitze im Stoff, die es dem Wind erlauben durchzupfeifen, ist ziemlich groß und hat einen angenehmen Griff.
Trotz der Schlitze und wegen der Größe ist es bei stärkerem Wind oder überraschenden Böen allerdings schon eine kleine Kraftaufgabe, den Schirm nicht davon fliegen zu lassen. Allerdings bleibt das Ding dafür in Situationen formstabil in denen die Billigdinger schon längst umgeklappt wären.

Trotz seiner Größe ist das Teil mit nicht ganz 500g auch angenehm leicht. Es ist allerdings kein… ich nenne es mal „Teleskop-Schirm“. Man muss den Schirm also immer in voller Größe (natürlich nicht aufgeklappt :)) mit sich herum schleppen. Das kann evtl. unhandlich werden. Wird sich noch heraus stellen.

Es gibt noch zwei weitere coole Features dieses Schirms. Fand die wirklich sehr nette Verkäuferin im Jack Wolfskin-Store am Europaplatz in Kiel. Für mich taugt nur das letztere zum Feature.
Na ja, jedenfalls war sie schwer begeistert davon, dass auf dem Stoff des Schirms, wenn er nass wird, kleine Jack-Wolfskin-Tatzen erscheinen. Mein „ich würde den dann aber eher trotzdem kaufen“ bremste sie nur unwesentlich in ihrer Euphorie.
Das zweite wirklich coole Feature: direkt über dem Griff ist eine kleine Sprungfeder angebracht. Darüber steckt eine kleine Frisbee-förmige Plastikscheibe. Wenn man den Schirm nach Benutzung wieder zuspannt, können darunter die „Plastiknippel“, die am Ende der einzelnen Streben stecken versammelt werden und stören nicht mehr und können auch nirgendwo mehr hängen bleiben.

Nach einem Regentag, an dem ich das Ding bestimmt zwei Stunden bei böigem Wind benutzt habe, kann ich den Schirm nur empfehlen. 🙂

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