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Mit 1&1 ins High-Speed-Internet (VDSL 50.000)

1985 geboren entdeckte ich das „Internet“ bereits Anfang der 1990er dank zweier technikbegeisterter Onkel väterlicherseits. Damals gab’s natürlich noch nicht so wirklich viel zu sehen, was mich interessierte und die Verbindungspreise (Geld pro Einwahl und dann Minutentaktung!) waren auch nicht gerade reizvoll für einen 7-Jährigen. Abgesehen davon, dass ich außer einem ausgedienten Commodore C64 nichts hatte, was einen Computer auch nur entfernt ähnelte.
Das änderte sich dann schlagartig so ca. 1995 als ich von einem der o.g. Onkel seinen alten 486er „erbte“. Alles bunt, alles farbig, alles rasend schnell – alles toll. Besonders für Autorennspiele in High-End-Grafik. 🙂
Mit 11 Jahren habe ich dann 100 DM aus dem Sparschwein gefingert und habe ein Wochenende lang an der lokalen VHS einen Internet-Einsteiger-Kurs belegt. Danach war klar: Mama und Papa müssen einen Internetzugang kaufen. Sofort.
Haben sie dann auch gemacht. Recht schnell fanden sie denn heraus, dass sie dringend ISDN brauchen – zumindest wenn sie ab und an noch telefonieren können wollten. Ab da ging’s richtig ab! Geschwindigkeit pur! Mehr würde es nie geben – mehr würde niemals irgendwer brauchen!
Noch besser wurde es dann, als T-Online eine echte ISDN-Flatrate auf den Markt schmiss. Kostenpunkt, wenn ich mich recht entsinne, so ca. 70 DM pro Monat.
Dieses Produkt kam anscheinend schnell so gut an, dass die Telekom es wieder vom Markt nahm und uns einen Wechsel in den Tarif „Sunshine 120“ anbot. Zu zahlen wären ebenfalls ca. 70 DM pro Monat gewesen. Dafür hätte man dann aber lediglich 120 „Freistunden“ erhalten und hätte danach wieder minutengetaktet zahlen müssen.
120 Stunden? Die verbrate ich doch an einem Tag!

Ein wenig Recherche im Internet und Umfragen im Freundes-/Bekanntenkreis (dem eigenen und dem der Familie) brachte uns dann zu dem Kieler ISP TNG (The Net Generation). Die boten damals eine ISDN-Flatrate für, ich glaube, unter 40 DM an.

Wenig später kam dann DSL auf den Markt. In meinem Elternhaus war dies aber technisch angeblich nicht möglich. Eine Straße weiter nach Ost, ja. Zwei Straßen weiter gen Nord-West (mitten im Wald!), ja. Bei uns, nein. Nicht bei T-Online, nicht bei TNG, nirgends.

Das blieb so bis ich dann 2005 in die erste eigene Wohnung zog. Kaum war ich weg, war es auf einmal dem anderen Kieler Provider KielNET möglich, mein Elternhaus mit ADSL (6MBit) zu versorgen. Meinen Bruder hat’s gefreut…

In meiner eigenen Wohnung wurde natürlich auch ein TNG-Anschluss gelegt, der zunächst real ca. 8MBit, später dann knappe 20MBit lieferte. Inkl. Telefonflatrate kostet das ganze ca. 30 Euro. Alles super.

Seit knapp einem Jahr ist an meinem Wohnort „T-Entertain“ verfügbar. Zunächst mit „VDSL 16“, dann mit „VDSL 50“, dann mit „VDSL 25“, aktuell mit „VDSL 50“.
In einem früheren Blogpost habe ich mich schonmal etwas mit „T-Entertain“ beschäftigt und mich ganz klar dagegen entschieden. Eine andere Möglichkeit für VDSL wollte mir die Telekom nicht anbieten.

TNG hatte noch kein VDSL im Angebot. 1&1 schon. Sogar ohne Fernsehpaket. Und dann irgendwann zum Spezialpreis von 40 Euro im Monat inkl. Fesetnetztelefonflatrate und Fritz!Box 7390 als VDSL-Modem/VoIP-Telefonanlage.
Nach einigem Hin- und Hertelefonieren konnte ich mit denen ein Sonderkündigungsrecht aushandeln, für den Fall, dass eine Messung an meiner TAE-Dose ergeben würde, dass kein VDSL in meiner Wohnung machbar ist.
Wenig später meldete sich dann TNG mit einem VDSL-Angebot (sogar 5 Euro günstiger) bei mir – allerdings wäre eine Messung auch hier erst nach Auftragserteilung erfolgt und zwar ohne Sonderkündigungsrecht.

Das alles spielte sich im Januar/Februar 2010 ab. Am 08.03.2010 hatte ich dann endlich einen Telekom-Techniker-Termin. Mit der spannenden Angabe „zwischen 8:00 und 16:00 Uhr“. Dass man als Techniker/Handwerker/etc. einen Termin nicht auf 15 Minuten genau angeben kann, ist mir vollkommen klar. Aber ein Zeitfenster von acht Stunden?!
Beim nächsten Außentermin sage ich meinem Kunden einfach „ich komme Anfang nächster Woche“…

Der Telekomtechniker stand dann um Punkt 13:30 nebst Azubi/Praktikant vor meiner Wohnungstür und begrüßte mich freudestrahlend mit, sinngemäß, „am Straßenverteiler sind schonmal 50.000 möglich“!
Toll. Das hätte ich auch nicht anders erwartet. Das sagte mir die Verfügbarkeitskarte auf t-online.de schon vor Monaten. Entscheidend sind doch die alten Kabel vom Outdoor DSLAM zum Hausverteiler und die verrotteten Drähte im Haus!
Im Keller am Hausverteiler hat der Techniker dann mit einem blauen Fieps-Dingsbums an den Kabeln rumgefiept und sein Tun mit „Ich fiep hier mal ’n Bisschen rum“ kommentiert. Ahja.

Na ja, nach etwas mehr Rumgefiepe an meiner TAE-Dose und einer Messung vom Outdoor DSLAM zu meiner TAE-Dose meinte er dann, er könne das gerade nicht ganz genau messen, es sehe aber schon ganz gut aus.
Ganz gut? Was heißt ganz gut in MBit/s? „Joa… das sollte bis zum Anschlag gehen. 50.000 und 10.000.“

Fritz!Box anschließen, 1&1-Startcode eingeben und warten… und warten… Sekunden werden zu Minuten, Minuten zu Stunden. Dann endlich: DSL-Sync!
Und die Fritz!Box zeigt:

FRITZ!Box.png

Ich bin zufrieden! Endlich, erstmals nach dem Umstieg von Analogmodem auf ISDN wieder an der Speerspitze! 🙂

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