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Mehr Spannung in den Handball-Ligen? Europaliga!

Tja, ist die Meisterfeier noch nicht ganz zu Ende, da schreibt handball-world.com schon über die nächste/n Spielzeit/en. Man wünscht sich, bei allem Respekt für die Leistung des THW Kiel, mehr Spannung, mehr Ausgeglichenheit in der Liga:

Mehr Spannung, bitte: Die Liga wünscht sich Ausgeglichenheit.

Eine mögliche Lösung ist die hier und da schon mal geforderte Europa-Liga, die die Champions League ersetzt und in der die besten Teams Europas im Modus „jeder 2x gegen jeden“ eine Meisterschaft ausspielen.

Fernsehsender und alle anderen finanziell involvierten dürften sich die Hände reiben, sieht es in anderen Ligen doch nicht viel anders aus. OK, so einen klaren Durchmarsch wie die Kieler ihn hingelegt haben hat’s auch international nicht allzu oft gegeben. Aber auch die anderen großen Ligen werden in der Regel von zwei, drei, manchmal auch vier Teams dominiert, die die Meisterschaft in 9 von 10 Fällen unter sich ausmachen.

Für die Spitzenklubs selbst ist das sicherlich auch keine ganz doofe Idee – nicht nur wegen der finanziell rosigeren Aussichten. Jeder Spieler dürfte sich darüber freuen, wenn die Belastung deutlich nachlässt. Die Jungs vom THW Kiel haben in dieser Saison 57 Pflichtspiele bestritten. Nicht eingerechnet sind die diversen Länderspiele. Und eine Pause nach der Liga gibt’s auch nicht. Für die deutschen Nationalspieler geht’s schon nächste Woche im WM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien/Herzegowina weiter.
Da käme es sicherlich sehr gelegen, wenn die 16 Championsleague-Spiele (10 Vorrundenspiele, 2x Achtel-, 2x Viertel-, 1x Halb und 1x Finale) und die 34 Ligaspiele wegfielen und durch, sagen wir, 30 Europa-Liga-Spiele ersetzt werden würden.

Ein krasser Nachteil wäre das alles für die nationalen Ligen, die nur noch zweite Wahl sind. Von der Medienaufmerksamkeit her dürfte die Bundesliga zu dem werden, was die 2. Bundesliga heute schon ist und so weiter.

In diesem Sinne wäre es auch spannend, wie man eine solche Europa-Liga organisieren würde. Gibt es fixe Abstiegsplätze und die Meister der nationalen Ligen kämpfen in einem gesonderten Turnier um die x Aufstiegsplätze? Oder organisiert man diese Liga ähnlich den amerikanischen Profi-Ligen, in denen es keine festen Absteiger gibt?

Es bleibt spannend. Oder eben auch nicht.

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