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MEGA ist gestartet, aber Kim Schmitz kein Held

MEGA ist endlich online. Und MEGA ist ein wirklich gutes Produkt. Schon in der Gratis-Version erhält man bei dem Cloud-Speicher 50GB zur freien Nutzung. MEGA setzt dabei auf Verschlüsselung an allen Ecken und Enden. Die Daten liegen verschlüsselt in der Cloud, der Transfer in die und aus der Cloud werden verschlüsselt und zur Weitergabe der Daten wird ebenfalls ein Schlüssel generiert. Anders als bei Dropbox und Konsorten liegen die Schlüssel dabei nicht in Händen der anbietenden Firma. So sind nicht nur die Nutzer optimal geschützt, auch Betreiber Kim Dotcom schützt sich dadurch: Er kann glaubhaft erklären, dass er keinen Einblick darin hat, was seine Nutzer mit ihrem Speicherplatz so treiben. Eine ähnliche Aktion wie gegen den Vorgänger Megaupload scheint ausgeschlossen.

Wer ist Dotcom?

Ja, es ist ein Stück weit bewundernswert, wie sich Kim Dotcom gegen die Verfolgungsbehörden stemmt. Ja, MEGA kann wirklich einiges verändern. Nicht vergessen sollte man dabei aber, wer Dotcom eigentlich ist.

Wer nach seinem Geburtsnamen Kim Schmitz oder seinem ehemaligen Pseudonym Kimble googlet, erfährt schnell zwei Dinge: Kim Schmitz ist erstens Kieler und zweitens wahrlich kein unbeschriebenes Blatt. In der Wikipedia wird seine Karriere so zusammengefasst:

„Kim Schmitz, auch Kim Dotcom oder Kimble (* 21. Januar 1974 in Kiel), ist ein in Neuseeland lebender Internetunternehmer mit deutscher und finnischer Staatsbürgerschaft,[1] der mehrfach wegen Insiderhandels sowie Betrugs, (Banden-)Hehlerei, Datenausspähung und Computermanipulation verurteilt wurde.[2][3] Ein Strafverfahren wegen mutmaßlicher Copyrightverletzungen seiner Firma Megaupload ist anhängig.“

Gleich mehrfach hat er Daten seiner Nutzer „mitgeschnitten“ und davon profitiert. Beziehungsweise seinen eigenen Kopf aus der Schlinge gezogen, in dem er Daten über die Schwarzkopie- (Warez) und Kreditkartenszene an die Ermittler weitergab. Danach arbeitete er mit dem zwielichtigen Rechtsanswalt Günter Freiherr von Gravenreuth zusammen.

Diejenigen, die ihn und seinen Dienst hochjubeln, sollten das alles nicht vergessen.

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5 Comments

  1. Guter Hinweis. Ich verstehe eh nicht, warum Kim Schmitz an irgendeiner Stelle eine bewundernswerte Person sein sollte. Übersteigerte Selbstwahrnehmung mit einem daraus verpeiltem Rechtsempfinden. Kein Held der Hack-Welt, ein Egomane!

    • Na ja, alles was da so im Nachgang der Megaupload-Razzia passiert ist, finde ich schon ein Stück weit(!) „bewundernswert“. Und auch, dass er innerhalb nicht mal eines Jahres mit MEGA einen (soweit ich das bislang beurteilen kann – habe mir da auch erst heute Morgen einen Account geklickt) wahrlich guten Cloud-Dienst aus dem Boden gestampft hat, verdient Respekt.

      Aber eine gute Tat macht aus einem Schurken eben auch noch keinen Helden. Da hilft es ihm auch nicht, Kieler zu sein.

  2. Es ist in der Tat beeindrucken, dass er innerhalb so kurzer Zeit wieder einen solchen Dienst aufbauen konnte. Man kann ihn mögen, oder hassen, aber er bewirkt was. zumindest heute…

    Du nutzt den Dienst schon? Bin gespannt auf Deine Erfahrungen. Ich werde noch warten, wie sich das alles entwickelt, denn man kann schlecht abschätzen, wie lange sich der Dienst hält. Nicht, dass da wieder ein Ami kommt und den Server abschaltet, aus Gründen. Denn es dürfte klar sein, dass sich die Warez-Freaks bereits dort tummeln….

    Zudem ist der Dienst ja eher keine Dropbox. Der Sync fehlt mir hier noch…

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