Zum Inhalt

iTunes und Videos – es nervt!

Zur Ausgangssituation. Ich habe einen MacMini mit einer 320GB-Festplatte. Meine Musik liegt im Ordner /Users/sebastian/Musik/iTunes/iTunes Music Folder/ und ich lasse meine Musik komplett von iTunes verwalten. Außerdem habe ich die Option „Beim Hinzufügen zur Mediathek Dateien in den iTunes-Musik-Ordner kopieren“ aktiviert – weil ich das so will.
Das klappt alles bestens und ist unglaublich komfortabel.

Man darf halt nur nicht den Fehler machen und anfagen, iTunes auch zum Verwalten von Filmen und Serien zu verwenden. Denn es kommt irgendwann, wie es kommen muss: der Festplattenplatz wird knapp. Nach dem Kauf einer neuen, größeren Festplatte für den externen Betrieb geht der Ärger aber erst richtig los! Denn als ordnungsliebender Mensch möchte ich meine Dateien jetzt trennen: Musik auf der internen Platte, Videos auf der externen Platte.

Das kann iTunes aber nicht. Man kann nicht sagen „Speicher Dateien vom Typ „Musik“ hier hin und Dateien vom Typ „Video“ dort hin.“
Darauf hin hatte ich dann die großartige Idee, einfach mit „Aliases“ bzw. Symlinks zu arbeiten. Einfach einen Link vom Video-Ordner im iTunes-Ordner auf die externe Festplatte und gut ist. Aber denkste! iTunes behandelt Videos wie Musikstücke. So liegt dann auch im iTunes-Ordner ein Ordner „Lost“ neben dem Ordner „Lynyrd Skynyrd“. Das heißt im Klartext: will ich mit Aliases/Symlinks arbeiten, muss ein Alias/Symlink für jede einzelne Serie anlegen. In manchen Fällen, warum auch immer, sogar für jede Staffel (es gibt einen Ordner „Lost“ mit Unterordnen für die Staffeln, aber z.B. einen Ordner „Californication -1“ und einen Ordnen „Californication -2“)!
Das ist also keine gute Lösung.

Nächster Versuch: mit QuickTime kann man sog. Referenzdateien erstellen. Die sind 1-2MB groß und verweisen auf die „echte“ Filmdatei. Damit könnte ich die echten Dateien auf die externe Platte werfen, die kleinen in iTunes importieren und gut ist. Denkste. Denn so sind die Serien nicht mehr via „Shared Library“ oder via „Remote“ (dem iPhone App) zu sehen. Außerdem kann man sie so nicht mehr einfach auf’s iPhone schieben.
Was soll denn bitte so eine Scheiße?

Letzter Versuch: mit VideoDrive kann man Videos in iTunes importieren und trotzdem in einen Subfolder legen. Heißt im Klartext etwa… Das Programm legt /Users/sebastian/Musik/iTunes/iTunes Music Folder/TV Shows/ an und packt die Dateien dort hinein. Super. Nur geht das natürlich auch nicht mit Aliases und/oder Symlinks.
Bleibt nur noch den Mountpoint zu verändern. Das ist unter OS X leider nicht ansatzweise so trivial wie unter Linux und Konsorten. Zwar existiert /etc/fstab auch in OS X, ist allerdings laut Apple „deprecated“. Selbst eine funktionierende Lösung via /etc/fstab wäre also nur eine Lösung auf Zeit – abgesehen davon, dass ich’s trotz hinreichender Linux-/Unix-Kenntnisse nicht zum Laufen gekriegt habe.

iTunes verkommt für alles was über Musik hinaus geht immer mehr zum Armutszeugnis für Apple. Schade. Dabei könnte alles sooo einfach sein…

UPDATE: Das Mounten via /etc/fstab hat schlussendlich doch noch geklappt. Allerdings kann iTunes/OS X nicht mit Mountpoints innerhalb der iTunes-Ordnerstruktur umgehen. Sollen Dateien dorthin geschrieben werden (via iTunes) gibt’s eine Meldung à la „Der Ordner kann nicht gefunden werden.“ oder so ähnlich. Super. Jetzt muss ich meine Film-, Serien- und Musikordner also wieder selbst organisieren…

Published inAllgemein

Schreibe den ersten Kommentar

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: