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iPhone 4: Die „Telekom Experience“

Ja, ich habe ein iPhone 4 ergattern können! 🙂 Und trotzdem muss ich wieder etwas auf die Telekom schimpfen – und sie gleichzeitig wirklich ehrlich und ganz wider meiner Ăśberzeugung loben. Aber der Reihe nach…

Ich habe seit November 2007 einen „Complete M“-Vertrag mit der Telekom. Jetzt, mit dem neuen iPhone 4, wollte ich in den Tarif „Complete 120 for Friends“ wechseln. Und zwar vorzeitig, gut zwei Monate vor dem Ablaufen meines aktuellen Vertrags.
Soweit ich wusste, kann man aber nicht in gĂĽnstigere Tarife wechseln, so lange der aktuelle Vertrag nicht ausgelaufen ist. Der „Complete 120“ ist zwar 95 Cent teurer als der „Complete M“, in der „for friends“-Variante ist er aber knapp 10€ gĂĽnstiger als  mein „Complete M“.

Am 14.06.2010, also einen Tag bevor man das neue iPhone vorbestellen konnte, rief ich die Hotline an um zu klären, ob ich überhaupt so wechseln kann, wie ich will. An der Hotline konnte man mir nicht so recht weiterhelfen und bat mich, doch bitte in den T-Punkt in Kiel zu gehen und das dort zu klären. Das machte ich dann auch.

Im T-Punkt sagte man mir dann, dass das gar kein Problem sei. Buchungstechnisch sei es nämlich so, dass ich mit jeder Rechnung den teureren Tarif mit 49,95€ zahle und gleichzeitig eine Gutschrift über 10€ pro Monat erhalte.
Im Anschluss fragte man mich dann, ob ich auf die Warteliste gesetzt werden möchte. Das ist dann ĂĽbrigens der Punkt an dem ich auf die Telekom schimpfen muss. Was ist denn bitte das? Da setzen sie extra einen Termin fest, ab dem man Vorbestellungen einreichen kann und dann geht’s in jedem T-Punkt doch schon frĂĽher?!
Der T-Punkt-Mitarbeiter meinte dazu sinngemäß: wir bekommen doch eh nur wieder 5 oder 6 Geräte – und die gehen hier garantiert unter den Mitarbeitern weg. Alle anderen werden mit der zweiten Lieferung bedient.

OK, natĂĽrlich kann man darĂĽber motzen, dass die Geräte unter den Mitarbeitern verteilt werden sollten. Aber ganz ehrlich: wer kann den Jungs und Mädels da einen Vorwurf machen? Das ist doch nur Neid! Wenn ich im T-Punkt arbeiten wĂĽrde, wĂĽrde ich’s jedenfalls genau so machen.
Aber dann kann man doch bitte schön zumindest so fair sein und die Vorbesteller-Liste auch tatsäclhich erst am 15.06. öffnen!

Na ja, ich habe mich dann also auf die Liste setzen lassen – in der Erwartung, das neue iPhone dann Mitte/Ende Juli in Händen halten zu können. Sehr zu meiner Verwunderung erhielt ich dann aber doch am 23.06. einen Anruf aus dem T-Punkt: ich möge doch bitte morgen, also am 24.06., dem Verkaufsstarttermin fĂĽr das iPhone 4, im T-Punkt vorbei schauen und mein iPhone abholen. Sonst wĂĽrde der nächste Kunde auf der Warteliste angerufen werden. Und ich solle doch bitte Zeit mitbringen. „Was heiĂźt denn Zeit mitbringen? Mit was fĂĽr Wartezeiten ist denn zu rechnen.“ Das hinge von vielen Faktoren ab – „bringen Sie so viel Zeit mit, wie sie können“. Na, Prost.

Natürlich war ich dann heute Morgen um 8:30, eine Stunde vor Ladenöffnung, vor dem T-Punkt. Und ich war nicht mal der Erste: Warteschlangenplatz 5 war aber meiner. 🙂

Ab 9:30 wurden die zu dem Zeitpunkt bestimmt 40 Wartenden einzeln in den Laden gelassen. Mit Klemmbrettern bewaffnete Mitarbeiter fragen schon an der Tür jeden einzeln nach seinem Namen und checkten, ob auch wirklich ein iPhone für ihn parat läge. Schon mal nicht schlecht.
Dann wurden wir in den hinteren Bereich durchgeschleust, wo sogar StĂĽhle aufgestellt waren. FĂĽr die iPhone-Kunden wurden extra drei Mitarbeiter abgestellt. Ich wĂĽrde also in „Runde 2“ dran kommen. Das sollte aber noch knapp eine halbe Stunde dauern.
Ab dem Zeitpunkt als ich an den Tresen treten konnte, dauerte die Telekom Experience noch ziemlich genau 45 Minuten. Sämtliche Systeme der Telekom schienen völlig ĂĽberlastet zu sein, so dass der ganze Prozess ewig in die Länge gezogen wurde – aber da konnten ja die Mitarbeiter im T-Punkt nichts dafĂĽr.
Auch im Angesicht des enormen Ansturms und der ungeduldig werdenderen Massen im Laden blieben die fast schon erschreckend cool und freundlich und waren zu lustig und zu Scherzen aufgelegt. Da hat das Warten tatsächlich Spaß gemacht.
Ein Bisschen Leid tat mir die Telekomikerin an „Tresen 1“. Das war die arme Sau, die tags zuvor die tolle Aufgabe hatte, die iPhone 4 Kunden, fĂĽr die ein Telefon bereit liegen wĂĽrde, anzurufen. Ihr war doch deutlich anzuhören, dass sie den letzten Tag eigentlich nur am Telefon verbracht hatte. Aber na ja… gibt auch Schlimmeres.

Jedenfalls hat das ganze Theater dazu geführt, dass ich mich zum ersten Mal seit langer, langer Zeit so gefühlt habe, als ob ich als Kunde der Telekom etwas wert und nicht eher lästig wäre.
T-Punkt Kiel: das habt ihr gut gemacht! Schade nur, dass es noch keine Docks und Bumper zu kaufen gab.

Published inAllgemein

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