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Herr Schack versucht Schuhe in der Stadt zu kaufen

Mir ist vor ein paar Tagen ein paar Schuhe auseinander gefallen. Das war OK. Es war ein recht altes Paar Schuhe, das mich damals nicht viel gekostet hat und das ich sehr, sehr häufig getragen habe. Ich trage gerne gute, komfortable Schuhe. Ab einem gewissen Körpergewicht lohnt es sich einfach doppelt, darauf zu achten, dass man nicht die 10-Euro-Schuhe beim Discounter kauft. Ich hatte allerdings weder Zeit nach Hause zu fahren und ein anderes Paar zu holen, noch intensiv nach neuen Schuhen Ausschau zu halten. Also habe ich ein paar für 20 Euro bei Deichmann gekauft, um über den Tag zu kommen.

Online habe ich dann schon mal recherchiert, welche Schuhe ich am nächsten Tag (das ist heute) eigentlich kaufen möchte. Ich habe mich an einen großen Sportschuh-Hersteller erinnert, von dem ich schon mal Schuhe gekauft hatte, mit denen ich sehr glücklich war. Dieser Hersteller von “Sneakers” hat mehrere Kategorien von Schuhen. Running. Walking. Und dann noch eine Kategorie, die sich wohl am ehesten unter “Lifestyle” zusammen fassen lässt. In diesen Kategorien hat er Hersteller wiederum diverse Modelle. Ich möchte schätzen, dass es insgesamt 10 aktuelle Modelle gibt. Auf der Website des Herstellers gibt es sie alle (OK, fast alle) auch in schwarz. Das ist wichtig, da das nun kaputte Paar Schuhe schwarz war und ich entsprechenden Ersatz kaufen wollte.

Hier in Kiel war es heute ein schöner Tag, den ich ohnehin fürs Spazierengehen nutzen wollte. Also bin ich in die Innenstadt gewandert, um dort ein paar der ausgewählten Schuhe zu erstehen. Ganz wider meiner Natur in einem Ladengeschäft, wo die Schuhe sicherlich eine beachtliche Summe mehr kosten würden als “im Internet”. Aber egal. Ich war lange nicht mehr in einem Geschäft Schuhe kaufen, erinnerte mich aber, früher von Verkäufern immer gut beraten worden zu sein. Heute wäre ich ausnahmsweise bereit gewesen, dafür ein paar Euro mehr zu zahlen.

Erster Anlaufpunkt war ein Geschäft, das schon seit einiger Zeit “Räumungsverkauf” plakatiert hat. Mir war nicht nach langem Suchen, also habe ich gleich einen Verkäufer gesucht. Schuhe von dieser Marke gäbe es praktisch nicht in schwarz und in meiner Größe (46,5-47) wäre das ohnehin ganz, ganz schwer Schuhe von dieser Marke zu finden. Man hätte ein paar in gelb da. “Räumungsverkauf” dachte ich mir, und war mir sicher, dass der Verkäufer seinen Text aufgesagt hatte, um mir, wenn er schon nicht “meinen” Schuh hat, wenigstens irgendetwas anders zu verkaufen. Nicht mit mir!

Nächster Laden: Ein Sportartikel-Fachgeschäft. Im Prinzip wiederholte sich das Gespräch komplett. Nur zog ich diesmal noch mein iPhone aus der Tasche und zeigte der Verkäuferin, dass es Schuhe von dieser Firma sehr wohl in meiner Größe und mindestens 5 Modell auch in schwarz gäbe. Das könne man sich nun nicht erklären.

Letzter Laden: Ein Geschäft, dass sich auf, ich möchte sagen, “stylische Sportschuhe” spezialisiert hat. Man hatte dort Schuhe “meines” Modells aber auch nicht in schwarz. Man wusste dort aber immerhin, dass es diese Schuhe auch in schwarz gäbe. Bestellen können man mir diese aber nicht.

Und so sitze ich also wieder vor meinem MacBook, bestelle Waren online und sehe ich mich in meiner Ansicht bestätigt: Ladengeschäfte haben für mich genau keinen Wert. Denn wenn ich schon mal etwas vor Ort kaufen möchte, gibt es “meine” Ware nicht. Und nur um des vor-Ort-kaufens wegen vor Ort zu kaufen ist mir zu doof. Und zu teuer.

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3 Comments

  1. Clown 1950 Clown 1950

    Du armer Kerl, du siehst,es ist nicht so einfach gezielt gutes einzukaufen; schon gar nicht, wenn man auch schon Vorstellungen von dem Produkt hat.

  2. Zwar hatte ich bisher in Kiel nur positive Erfahrung beim Schuhkauf gemacht aber vermutlich hängt dies auch stark vom jeweiligen Verkäufer ab. Aber ich kann Deinen Frust nachvollziehen, denn bei einigen Klamottenläden habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Wenn man bestimmte Sachen sucht und man von den Verkäufer(innen) auf den Onlineshop verwiesen wird, dann darf sich niemand wundern, dass die Umsätze nur noch im „Internet“ gemacht werden.

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