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Die beste Keynote seit Jobs

Am vergangenen Montag war es mal wieder so weit: Apple lud die weltweite Entwicklergemeinde zur Konferenz nach San Francisco. Wer nicht vor Ort war konnte diesmal sogar live per Webstream teilnehmen.

Viel wurde Apple in den letzten Monaten vorgeworfen: Tim Cook sei kein „Leader“, Apple nicht mehr innovativ, und so weiter. Einige Vorwürfe waren durchaus berechtigt, andere ähnlich abstrus wie das Verhalten der Börsianer.

Ganz ab von den vielen Neuerungen, die präsentiert wurden, führte die diesjährige WWDC-Keynote vor allem zu einer Erkenntnis: Apple lebt. Und wie.
Tim Cook zeigte (im Rahmen seiner als Finanzmensch beschränkten Möglichkeiten) Emotionen. Immer dann, wenn er über Apple und Apples Mission sprach.

Craig Federighi, in Fachkreisen seit seinem ersten Auftritt als „Verpincher“ verrufen, lieferte eine unglaublich souveräne Präsentation mit diversen Gags, die allesamt funktionierten, ab.

Phil Schiller, der Keynote-Veteran, war der Stolz auf die neuen Produkte zu jederzeit anzumerken. Ausdruck fand dieser Stolz in einem trotzigen „Can’t innovate anymore, my ass“ am Ende der Vorstellung des neuen Mac Pro.

Und auch der mir bis dato völlig unbekannte Roger Rosner, der iWork in the Cloud präsentierte, und Eddy Cue, der für iTunes Radio viel zu wenig Zeit bekam, haben sich keine Blöße gegeben.

Es war mit Abstand die beste Keynote seit dem Ableben von Steve Jobs. Apple hat bewiesen, dass man in Cupertino sehr wohl noch am Puls der Zeit und der Zeit in manchen Fällen ein Stück voraus ist. Rückblickend ist zu sagen, dass Apple schwer von Jobs‘ Tod getroffen wurde. Nicht nur menschlich-emotional. Man hat sich aber nach der von Cook initiierten Umstrukturierung der Führungsetage offensichtlich gut neu zusammengefunden und ist bereit für neue Abenteuer. 

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