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Argl! Kernel Panic und Whole Disk Encryption!

Manchmal möchte man einfach nur noch in die Ecke kotzen!
In meinem MacBook werkelt eine mit PGP 9.9.0 „whole disk encryption“-verschlüsselte Festplatte. Das tut sie seit nunmehr zwei Wochen ganz artig und ohne zu mucken.
Heute habe ich dann die drei neuesten Apple Software Updates (irgendein RAW-Foto-Quatsch, Air Port Update und Air Port Utility Update) eingespielt, weil mich „Software Update“ über das Vorhandensein dieser Updates informiert hat. Runtergeladen, derweil vorsorglich alle Programme beendet, und nach der Installation der Updates auf den angezeigten „Restart“-Button geklickt.

Nach dem Neustart kommt auch, wie nicht anders zu erwarten war die WDE (Whole Disk Encryption)-Passwortabfrage. Danach: Kernel Panic! Und zwar dieser hier:
mac kernel panic

Nicht sehr Aussagekräftig. Eine kurze Recherche ergab: kann alles sein. Am Besten: OS X DVD reinschieben, booten, Disk Utility starten und die Platte/ das Dateisystem reparieren lassen. OK.
Nicht OK! Leichter gesagt als getan! Wenn ich vor der WDE-Passwortabfrage „C“ gedrückt halte um von DVD zu booten, kann Disk Utility mit der Festplatte nichts anfangen – ist ja auch verschlüsselt (insgeheim freue ich mich an dieser Stelle, dass der WDE-Kram zu funktionieren scheint).
Halte ich „C“ erst NACH der WDE-Passworteingabe gedrückt wird nicht von CD gestartet. Zum ersten Mal kommt ein Gefühl von „Oh, Scheisse!“ auf.

Ein wenig Recherche in den diversen PGP-Foren ergibt: alles ganz easy. Man lädt sich eine Recovery-CD runter, steckt die ins Laufwerk, bootet davon, gibt das WDE-Passwort ein und drückt „d“ für „decrypt“. Damit bootet zwar das System nicht, die Platte wird aber entschlüsselt und kann so von Disk Utility von der DVD aus beareitet werden.
Denkste! Vielleicht bin ich ja auch nur ungeduldig… aber die Recovery-CD bootet. Dann erscheint auf dem Bildschirm „bootguard loading stage2………..“ Darunter ein blinkender Cursor. Auch nach gut 25 Minuten hat sich nichts geändert. Grossartig!

Ich habe zwar ein TimeMachine-Backup von allem auf dieser Platte, habe aber eigentlich keine Lust auf eine Neuinstallation wegen eines kleinen Updates (s.o.)!

Mir kommt eine geniale *hust* Idee! Ich schraube das Gehäuse meiner externen Festplatte auf, baue die Festplatte aus, baue die MacBook-Festplatte aus und baue die in das Gehäuse ein. Soweit der Plan. Allerdings hat Apple an allen Seiten der MacBook-Festplatte lustige Schrauben angebracht, die verhindern, dass die Platte in das Gehäuse passt. Passende Schraubenzieher dafür habe ich natürlich nicht – und ich habe eine Menge Schraubenzieher! Diese filigranen Schräubchen mit einer grobschlechtigen Zange zu entfernen scheidet als echte Option irgendwie aus…
Also muss die Platine aus dem Gehäuse entfernt werden. Klingt komisch, is aber so!

Mit einem sehr wackeligen Konstrukt gelingt es mir schlussendlich die MacBook-Platte per USB an meinen MacMini anzuschliessen. Dufte.
Als erstes springt mir auch gleich PGP entgegen und sagt: „Hier! Hallo! Beachte mich! Du hast da ’ne Festplatte angeschlossen und NUR ICH kann dir helfen, sie auch zu benutzen, da die nämlich verschlüsselt ist… muhaha!“
Hoffnung keimt auf. 🙂
Jetzt nur noch schnell das Passwort eintippen und voil… öh… wie? „Wrong password“? Nochmal. Nochmal die Fehlermeldung. „Bestimmt ein dämlicher Tippfehler. Verdammte Wurstfinger!“, denke ich und stelle „Show keystrokes“ auf „on“ und tippe das Passwort nochmal g a n z l a n g s a m ein. Alles wird doppelt kontrolliert. Enter!
„Möööp!“, sagt PGP.

Aus „Oh, Scheisse!“ wird „Aaaaaaaah!!!“.

Es kostet mich ein weitere Viertelstunde Lebenszeit herauszufinden, dass man das Tastaturlayout auf „US“ umstellen muss. WARUM AUCH IMMER.

Endlich die Platte wird gemountet. Zumindest in PGP. Im Disk Utility und im Finder taucht sie nicht auf. Warum auch? Wäre ja einfach.

Also, last resort, der Klick in PGP auf „Decrypt Disk“. Jetzt kann ich also tatsächlich zumindest mal die ganze Platte entschlüsseln. Geschätzte Dauer: 9 Stunden. Na ja, immerhin.

Plan: danach Platte wieder ins MacBook einbauen und gucken was passiert. Ggf. von der OS X DVD booten und das Disk Utility losrattern lassen. Schlimmsten Falls: „Archive and Install“-Neuinstallation von OS X. Immerhin müsste ich danach nicht alles neu installieren und konfigurieren… ich bin gespannt.

Published inAllgemein

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  1. H.L. H.L.

    Vielleicht ist das der Kopierschutz von PGP? 😀

  2. H.L. H.L.

    Vielleicht ist das der Kopierschutz von PGP? 😀

  3. Nee… da hab ich inzwischen angerufen. Das Problem sei bekannt, an einer Lösung werde derzeit _nicht_ gearbeitet, weil das Problem in der Praxis nicht auftaucht. Ich habe PGP wieder weg geschmissen und überlege jetzt eSpionage zu kaufen.

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