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Apples Ticket-Tombola

Manchmal ist Apple wirklich nicht zu beneiden. Es gibt immer wieder Situationen, in denen der i-Konzern nur verlieren kann; egal, was man in Cupertino unternimmt.

Das aktuellste Beispiel ist der neue Modus der Ticketvergabe für die WWDC, die Entwicklerkonferenz im Juni. In den letzten Jahren waren die Tickets immer innerhalb weniger Minuten, wenn nicht sogar nur Sekunden vergriffen. Glück hatte, wer die Zeit hat, vor seinem Rechner auf den Startschuss zu warten und in einer günstigen Zeitzone lebt, in der der Run nicht nachts um 3:00 beginnt. So war es schon in den letzten Jahren immer ein Glücksspiel an eins der begehrten Tickets zu kommen und niemand war so richtig glücklich mit diesem Konzept.

Dieses Jahr hat Apple die Tickets ganz offiziell über eine Tombola vergeben. Willige Entwickler (und Apple-Fans) konnten über mehrere Tage ihren Hut in den Ring werfen. Anschließend hat Apple die Tickets verlost. Einige halten diesen Modus für fairer. Andere echauffieren sich darüber, dass sie nun gar keinen Einfluss mehr auf die eigenen Chancen auf ein Ticket nehmen können. Beides kann man nachvollziehen und verstehen.

Aber was wäre denn die Alternative? Sollte Apple aus dem Moscone West ausziehen und die WWDC in einer größeren Lokalität in einer anderen Stadt abhalten? Vielleicht könnte man die Anzahl der verfügbaren Tickets tatsächlich verdoppeln oder verdreifachen. Dann sitzen aber 10.000 oder fast 20.000 Menschen in den diversen Entwickler-Sessions, was garantiert nicht zur Qualität der Veranstaltung beitrüge. Und damit wäre auch wieder niemandem geholfen.

Manchmal kann man eben nur verlieren.

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