Und dann klemmt T-Mobile dich von fast allem ab

Mai 9th, 2012 | by | erlebtes

Mai
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Gestern bin ich nach Dänemark gefahren. Und wie immer, wenn ich in den Urlaub fahre, geht irgendetwas schief. Diesmal hat mir die Telekom einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ich stieg in Deutschland ins Auto, klemmte das iPhone in die Halterung im Auto, startete “NAVIGON Select Telekom Edition”, um mich ans Ziel navigieren zu lassen und wurde mit der Meldung begrüßt, dass diese App nur mit einer SIM-Karte der Telekom funktionieren würde und die hätte ich nicht.

Wait, what? Seit 2007 bin ich bei der Telekom und selbstverständlich habe ich eine Telekom-SIM in meinem iPhone.

Die NAVIGON-Telefonistin sagte mir, dass das ein Telekom-Problem sei. Ich möge mich doch mal an die wenden. Habe ich gemacht aber auch die sehr bemühte Dame da konnte mir nicht helfen und empfahl warten oder neu installieren. Ich entschied mich für warten, da der größte Teil der vor mir liegenden Strecke ohnehin aus Autobahnen bestehen würde.

Bis Flensburg hatte sich NAVIGON noch nicht beruhigt. Ich bin von der Autobahn abgefahren, ins Holm-Passagen-Parkhaus und in den T-Punkt. Der sehr kompetente Mann da sagte mir, dass das ein bekanntes Problem sei und ab und an mal vorkomme, man müsse dann neu installieren. Ich könne mich vor Ort einfach in den HotSpot einloggen und müsse mein Inklusivvolumen nicht belasten. Nervös wurde er als das auch nicht funktionierte.

Ein paar Telefonate später wurde klar, dass die Telekom “aus Gründen” eine so genannte “Dienstesperre” für meinen Vertrag aktiviert hatte (zeitgleich mit der Buchung der Option “Travel & Surf”). Diese Dienstesperre untersagt u.A. die Authentifizierung der SIM-Karte (die über das Netz passiert) durch z.B. eine App, sowie sämtlich Telekom Services, wie auch die HotSpot-Nutzung.

Falls bei euch also irgendwann nichts mehr außer den Grundfunktionen funktioniert: guckt mal im Kundencenter nach, ob dort eine Dienstsperre aktiv ist und schaltet diese aus – oder ruft bei der Telekom an und sagt, dass ihr den Verdacht hättet, dass da eine Dienstesperre gesetzt sei. 

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Die (un)demokratische Mathematik des Ralf Stegner

April 14th, 2012 | by | internet

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Am gestrigen Freitag kommentierte Ralf Stegner die aktuellen Umfrageergebnisse wie folgt:

“Wer Politikwechsel in SH will,wähltSPD(ambesten)oder Grün/SSW.Wer dagegen ist,wählt CDU/Piraten.Wer Stimmen wegschmeißt,wählt Linke/FDP.”

“Nordunion kann Regierungsbeteiligung nur retten, wenn Wähler/innen Stimmen jenseits von SPD/Grün/SSW vergeben- das ist simple Arithmetik!”

“Man sieht also,manche haben Schuß noch nicht gehört. Zeichen stehen auf Regierungswechsel am 6.Mai! #PolitikwechselSH2012″

Zunächst ist dazu festzustellen, dass die auf Politikwechsel gestellten Zeichen nicht der Verdienst der SPD sind. Die liegt in Umfragen, trotz der angeblich so schlechten Performance der CDU in Regierungsverantwortung, nämlich gerade mal gleich auf mit dem größten Konkurrenten. Dass die SPD den Umfragen nach derzeit überhaupt eine Regierungsmehrheit hat liegt einzig und allein daran, dass die Grünen nicht so stark abgebaut haben wie der Koalitionspartner der CDU und daran, dass man sich im Zweifel vermutlich immer auf den SSW als Steigbügelhalter verlassen kann. Für alle Nicht-Schleswig-Holsteiner: der SSW ist die Partei der dänischen Minderheit und weist eine Besonderheit auf – er ist von der 5%-Hürde befreit, also unabhängig vom tatsächlichen Ergebnis im Landtag vertreten.

Aber dies nur am Rande.
Viel Schlimmer ist, dass Stegner mit den selben Parolen in den Krieg zieht, wie Politiker dies seit  gefühlten 1000 Jahren tun. Seit spätestens Herbst letzten Jahres ist Stegner mit “Politikwechsel now” auf großer Schleswig-Holstein-Tour. Nun, drei Wochen vor der Wahl, da zu erkennen ist, dass das eventuell keine sich selbst erfüllende Prophezeiung wird, müssen natürlich andere Schuld sein.

Stegner behauptet, dass die schwache Performance der SPD in Umfragen nicht etwa an der SPD selbst liegt sondern natürlich an der Piratenpartei.
Rechnerisch hat Stegner sicherlich Recht damit, dass jeder Sitz, den die Piraten erobern werden, einer ist, der v.A. nicht an das Lager SPD/Grüne/SSW geht.
Aber wenn man Politik immer nur mathematisch betrachten würde, hätte die FDP bereits seit mehreren Legislaturperioden eine Kanzlerschaft mit absoluter Mehrheit verdient gehabt. Denn deren Programm ist rechnerisch seit Jahren das korrekteste. Nur geht es in der Politik eben nicht immer nur nach “kalten” und “nackten” Zahlen.

Weshalb wählen die Leute denn die Piraten? Und mindestens genau so wichtig: wer wählt denn die Piraten?
Die Landtagswahl im Saarland hat gezeigt, dass die Piraten es schafft, enorm viele Nichtwähler zu mobilisieren. Warum schafft die SPD das nicht?
Die Landtagswahl im Saarland hat auch gezeigt, dass die Piraten v.a. Wähler im linken Lager abziehen. Das aber wiederum v.a. wirklich ganz links außen – und dann bei den “Bürgerlichen”: 7000 von den Linken, 4000 von der CDU, 4000 von der FDP, 3000 von der SPD und noch mal 3000 von den Grünen (und 8000 von den Nichtwählern).

Wenn wir mal davon ausgehen, dass das der aktuelle Trend für Schleswig-Holstein ist (wobei die Linke im Saarland sicherlich ein Sonderfall ist), dann muss die SPD sich doch fragen: den anderen laufen die Wähler weg, wieso laufen die nicht zu uns?
Vielleicht ja, weil der Wähler über die letzten Jahre in Bund und Land erkannt hat, dass die SPD nicht für einen Politikwechsel steht, sondern nur davon spricht und lediglich eine “CDU light” ist?

Gerade bei Kernforderungen der Piraten hat die SPD in den letzten Jahren (v.a. in der großen Koalition im Bund) bewiesen, dass sie, wenn’s drauf ankommt, einknickt und die CDU machen lässt.
Da ist es, selbst wenn die CDU noch “schlimmer” ist, nur konsequent die Stimme nicht der SPD zu geben. Vielleicht solle man sich darüber mal Gedanken machen. Vielleicht hätte man sich darüber mal Gedanken machen sollen — denn jetzt, drei Wochen vor der Wahl, dürfte es zu spät sein, das Ruder in dieser Hinsicht noch rumzureißen.

Die Leute geben ja nicht aus Spaß oder um die SPD zu ärgern ihre Stimme einer anderen Partei. Gerade wer Piraten, FDP, Grüne oder auch Linke wählt macht sich ja tendenziell mehr Gedanken. CDU und SPD haben einfach, in Relation, ungemein viele Traditionswähler und Stimmvieh.

Dann wäre da noch die Unsitte von weg geschmissenen Stimmen zu schreiben. Ich habe wirklich wenig für Herrn Stegner übrig – aber das ist doch selbst unter Ihrem Niveau!
Die politische Willensbekundung eines mündigen Bürgers als wertlos zu bezeichnen ist schon hart. Das kann man bei Kleinstparteien evtl. ja sogar noch rechnerisch begründen. Aber gerade der FDP und auch der Linken fehlen derzeit nicht viele Stimmen, um den Wiedereinzug zu schaffen. Abgesehen von der demokratischen Begründung ist eine Stimme für diese Parteien also auch mathematisch keine weggeworfene.

Und dann ist da noch der Wert einer SPD-Stimme selbst. Bislang gibt es weder von Stegner noch von der SPD eine klare Absage an eine große Koalition. So schlecht wie die CDU laut Stegner und Kumpanen für Schleswig-Holstein ist, da kann man mit denen doch eigentlich gar nicht koalieren, oder?

Der, gegenüber der CDU, handzahme Wahlkampf und ein weiterer Tweet Stegners deutet auf das Gegenteil: man bereit sich schon mal darauf vor, erneut den Steigbügelhalter für die CDU zu spielen. Damit hebelt er dann auch direkt den zweiten oben zitierten Tweet wieder aus: auch wer SPD wählt, hält die CDU ggf. an der Regierung. Politikwechsel you can believe in? Als Stimme für den Politikwechsel ist eine Stimme für die SPD damit auch “weggeworfen”.

Die Schuldigen für eine große Koalition werden dann aus Sicht der SPD zwei seinen: die Piraten und der viel zitierte Wählerwille.
Das wiederum mag mathematisch stimmen. Derzeit gibt es in Schleswig-Holstein ziemlich genau gleich viele CDU- wie SPD-Wähler. Man kann also davon ausgehen, dass der Wähler will, dass die Politiken dieser beiden Parteien die Geschicke im Lande lenken sollen.
Ich prophezeie für diesen Fall aber schon jetzt, dass es so kommen wird wie zuletzt immer: die CDU diktiert, die SPD nickt. Ein echter Politikwechsel wäre es, wenn die SPD sich in solch einer Situation ihrer Machtposition bewusst werden und einfach mal auf dicke Hose machen würde.

Da steht dann der designierte Ministerpräsident Jost in den Koalitonsverhandlungen und sagt “Hier, also, … Fehmarnbeltquerung…” und Albig (oder von mir aus auch Stegner, der ja ohnehin so ein Bisschen der Putin der Nord-SPD ist) springt auf und sagt “roflcopter, gtfo”.
Ein Jahr lang derart klare Kante zeigen und die Koalition wird am Ende sein. Neuwahlen und die Leute werden der SPD in Scharen zulaufen.

Mein kleiner Rant am Morgen.
(Full disclosure: ich bin seit Anfang 2009 Mitglied der Piratenpartei in Schleswig-Holstein.)

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Weshalb T-Entertain (noch) nicht das Fernsehen der Zukunft ist.

April 11th, 2012 | by | allgemein

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Ich bin inzwischen seit knapp 5 Wochen Kunde der Telekom. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten habe ich auch seit knapp 4 Wochen den bestellen VDSL-Zugang mit 50MBit/s und kann T-Entertain vollumfänglich genießen.

Beworben wird Entertain mit “Entertain. Das Fernsehen, das alles möglich macht.”
Nach einer Testzeit von ca. einem Monat kann ich dazu sagen: Ja, vieles ist wirklich gut. Vieles aber auch richtig schlecht. So schlecht, dass es sogar hinter der guten alten Zeit mit Analog-TV und VHS-Kassetten her läuft.

Aber eins nach dem anderen.

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Wohin mit Harald Schmidt?

April 2nd, 2012 | by | allgemein

Apr
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Wieder mal ist Schluss für Harald Schmidt. Diesmal hört der Altmeister des deutschen Late-Night-Talks jedoch nicht aus freien Stück auch, wie noch zuvor beim Wechsel von Sat1 zur ARD und ein paar Jahre später zurück.

Diesmal wurde Schmidt gegangen. Ein vollkommen unverständlicher Schritt, das Sat1 mit der Verpflichtung von “Dirty Harry” ja sicherlich nicht nur um Quote sondern auch um das Image des Senders ging. Mit Schmidt geht der letzte, weil einzige, echte TV-Star des Senders. Bei Sat1 gibt es niemanden mehr und wenn der Sender ab der nächsten Saison die Champions League-Rechte verliert, gibt es keinen Grund mehr, den Sender überhaupt noch in seiner TV-Senderliste eingprogrammiert zu lassen.

Aber wohin mit Harald Schmidt? Dem Fernsehen fern bleiben wird er nicht wollen – zumindest nicht langfristig. Es wäre auch schade drum. Denn gerade jetzt, da das Ende absehbar ist, dreht Schmidt wieder auf und zeigt, warum er einst so geliebt wurde – und von den wirklich treuen Fans noch immer geliebt wird.
Die letzten Sendungen waren Aneinanderreihung zynischer Spitzen gegen… eigentlich gegen alle.

Gerade im Lichte der (nicht nur) via Twitter ausgetragenen Fehde mit Thomas Gottschalk wäre es nur konsequent wenn Schmidt zu Thommys direktem Konkurrenzsender, dem ZDF, wechselte.
Dort gibt es auch jede Menge Platz. Neben dem Hauptsender hat man mit ZDFneo und ZDFkultur großartige Spielwiesen für neue/außergewöhnliche Formate wie Bambule, neo paradise, Roche und Böhmermann, … geschaffen.
Aber selbst im Hauptsender dürften ja ein paar Sendeplätze freiwerden, wenn Markus Lanz erst mal “Wetten, dass..?” moderiert. Ich nehme zumindest nicht an, dass Lanz weiterhin, gefühlt, jeden Tag irgendeine Sendung im ZDF machen wird, wenn er erstmal auf dem TV Show-Olymp angekommen ist.

Eine weitere Alternative gibt es noch. Man hat Harald Schmidt in den letzten Wochen und Monaten vermutlich oft genug vorgerechnet, wie viele Zuschauer er (nur) noch hat.
Vielleicht reicht ihm diese Zuschauerzahl ja, um online weiter zu machen.  Die Sendung wird durch die eigene Produktionsfirma quasi zum Selbstkostenpreis produziert und um’s Gehalt kann’s Schmidt auch nicht wirklich gehen.
Denkbar ist ein werbefinanziertes Modell mit Bonus-Inhalten für zahlende Abonnenten.
Das wäre auch der richtige (Mittel-)Fingerzeig in Richtung seines Noch-Arbeitgebers und der gesamten Fernsehwelt in Deutschland.

Es bleibt spannend.

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Über die unheimliche Dominanz des THW Kiel

März 29th, 2012 | by | iphone

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Wir schreiben den 28.03.2012. Der THW Kiel, Spitzenreiter in der Handball-Bundesliga, hat soeben am 26. Spieltag der Saison den Ligazweiten, Füchse Berlin, mit 36:28 zurück in die Hauptstadt geschickt und steht nun mit 52:0 Punkten am oberen Ende der Tabelle – und man muss den Hut vor den Füchsen ziehen.

Ein Satz, der nicht übertrieben ist und schon alles sagt, was es über die Rolle des THW Kiel in der Saison 2011/2012 zu sagen gibt.

Aber warum ist der THW Kiel in dieser Spielzeit so stark, so Dominant, so unbezwingbar? Der Versuch einer Analyse.

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VDSL mit Entertain bei der Telekom bestellt – erstes Chaos

Februar 18th, 2012 | by | internet, telekom

Feb
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Am 15.09.2011 habe ich T-Entertain inkl. VDSL50 bestellt.
Mein aktueller Vertrag bei einem anderen Provider läuft noch bis zum 8.3.2012 – auch jetzt schon mit VDSL50.

Man sollte meinen, dass so ein Providerwechsel hin zur Telekom, der meine aktuelle Leitung komplett gehört, eine Leichtigkeit wäre. Weit gefehlt, wie mir inzwischen scheint…

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SPD will das Internet mit Cookie-Verbot unbrauchbar machen

Februar 10th, 2012 | by | internet, politik

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Und weiter geht’s im munteren Kampf zwischen CDU/CSU und SPD um die rote Laterne im Bereich “Internetversteher”.

Wenn ich diesen Gesetzentwurf richtig interpretiere, hat die SPD richtig erkannt, dass Cookies ein Datenschutztechnisches Problem darstellen/darstellen können.

Stein des Anstoßes ist eine, anscheinend, längst in Vergessenheit geratene E-Privacy-Richtlinie des Europäischen Parlaments und Rates aus dem Jahre 2002, die am 19.12.2009 in Kraft trat, seither von allen ignoriert wurde und nun von der SPD ausgegraben wurde.

Einer der zentralen Punkte ist, dass es Telemediendiensten nur nach Einwilligung des jeweiligen Nutzers erlaubt sein soll, Cookies zu setzen.

Die Lösung der SPD heißt dann auch konsequent “Das setzen von sogenannten Cookies wird in der Regel unter Einwilligungsvorbehalt gestellt.”.

Laut Entwurf gibt es weder Alternativen noch finanzielle Auswirkungen.

Was aber heißt die Umsetzung dieses Enwurfs in der Praxis?
Nehmen wir mal an, ich besuche spiegel.de und werde als erstes gefragt, ob ich es der Seite erlauben möchte, Cookies zuzulassen. Ich vertraue Spiegel und sehe in Cookies einen Mehrwert und erlaube dies. Dann ist alles gut und nach nur einem Mausklick ist alles so wie vorher.

Was aber, wenn ich Cookies kategorisch ablehne? Dann besuche ich spiegel.de, bekomme die selbe Frage gestellt und antworte mit “nein, geh weg”.
Dann darf aber auch kein Cookie gesetzt werden, in dem steht, dass ich keine Cookies wünsche. Das heißt, bei jedem Aufruf eines Artikels unterhalb von spiegel.de, werde ich erneut gefragt, ob ich Cookies zulassen möchte — und das auf jeder Seite. Nicht nur auf Seiten vom Spiegel, sondern auf nahezu jeder Internetseite (zumindest kommerzieller Anbieter).

Hat das finanzielle Auswirkungen? Kumuliert sicherlich! Ich zum Beispiel betreibe für dienstliche Aufgaben häufig lange Web-Recherchen. Wenn ich keine Cookies ablehne, heißt dass, dass ich ständig auf “Nein” klicken muss, was in wertloser Arbeitszeit, die mein Arbeitgeber natürlich trotzdem zahlen muss, resultiert.
Ja, wahrscheinlich kommen da selbst in krassen Fällen nur ein paar Minuten pro Mitarbeiter und Jahr zusammen. Rechnet man dies aber mal über alle betroffenen Mitarbeiter aller betroffenen Firmen zusammen…

Und wie sieht’s mit Alternativen aus?
Natürlich gibt es die. Zum Einen könnte man eine Ausnahme für “Ich will keine Cookies”-Cookies einbauen, so dass eine Website diese und nur diese Information in einem Cookie ablegen darf, wenn ich Cookies abgelehnt habe. Ja, natürlich ist das ein Stück weit widersprüchlich – dafür aber am Einfachsten realisierbar und dem Nutzer entsteht kein Schaden.
Alternativ könnte die EU ein eigenes Browser-Plugin zur Verfügung stellen, dass die Ablage von Cookies unterbindet und dies automatisch im Hintergrund passieren lässt.

Da höre ich schon wieder die Kommentare: aber davon weiß dann ja niemand was, das nutzt doch keiner!
Und warum wird keiner davon wissen? Warum wird das keiner nutzen? Weil niemand weiß, was Cookies eigentlich sind und was sie so tun! Vielleicht sollte man sich also zuerst um etwas mehr Aufklärung in dem Bereich kümmern, bevor man Zeit und Geld darauf verschwendet, Cookies zu verbieten, bzw. zu einer reinen Opt-In-Veranstaltung mit Opt-Out-Element zu machen. Zumal der aktuelle Vorschlag zur Folge hätte, dass ein Opt-Out immer nur bis zum nächsten Mausklick reicht.

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